Das Geheimnis von Geberit

Die Preissetzungsmacht ist das Geheimnis von Geberit


Die Preissetzungsmacht ist der Ursprung hoher und langfristiger Investmentrenditen. Dies zeigt auch das Aktien- Anleihen- Prinzip von Warren Buffett.
Die intrinsische Macht, den Preis zu setzen, ist vorhanden, wenn der Preis nicht der wichtigste Faktor bei einer Kaufentscheidung des Kunden ist. Meistens wird diese Eigenschaft durch die Existenz eines immateriellen Vermögenswertes erzeugt. Es gibt mehrere Klassen von immateriellen Vermögenswerten wie Marken, Patente oder Kundenverbindungen.

Zusammenfassung / Lessons Learned des Beitrags

  • Die Preissetzungsmacht führt zu hohen, langfristigen Investmentrenditen.
  • beim Geschäftsmodell von Geberit ist der Endkunde auf Vermittler angewiesen und dieser wählt hochwertige Produkte mit hoher absoluter Provision 
  • Bei einem nachhaltigen, jährlichen Wachstum von 7 Prozent kann man 315 CHF je Aktie laut Grahams Wachstumsformel zahlen.
Geberit WC Systeme

Ein immaterieller Vermögenswert kann auch aus einer langfristigen Kundenbeziehung resultieren, wie im Fall Geberit zu Zwischenhändlern, bei denen der Endkunde auf Vermittler angewiesen ist. Das Interesse des Zwischenhändlers ist Sicherheit, Qualität, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und vor allem die Möglichkeit, eine hohe Provision zu verdienen.


Unter diesen Umständen wird der Preis an den Endkunden weitergegeben, für den die Produktkosten einen kleinen Teil der Gesamtrechnung ausmachen.  Ein gutes Beispiel ist Geberit und seine Beziehung zum Sanitären Händler.

Quelle: Chancellor & Marathon Asset Management (2015): Capital Returns, Investing through the Capital Cycle: A Money Managers Reports 2002-15, S. 60-62.

Geberits- Vorteil


Geberit vertreibt die Systeme über den Fachgroßhandel an den Klempner und andere Sanitär-Fachleute. Da der Endkunde, beispielsweise der Wohnungsbesitzer, nicht in die Kaufentscheidung eingebunden ist, können höhere Preise dazu verwendet werden, den Einkäufer, also den Großhandelskaufmann, zu bestechen.
Dadurch kann das Schweizer Unternehmen sowohl höhere Gewinnspannen als auch höhere Verkaufsvolumina erzielen.

Die Zielgruppe von Geberit ist der Entscheidungsträger im Sanitärmarkt, nicht der Endkunde!

Die normalen Beziehungen in der Wertschöpfungskette werden verzerrt, wenn der Verbraucher kein Wissen und/oder Verständnis von den Produkten hat.  Der Endkunde verlässt sich auf einen angeblich unabhängigen Vermittler oder Fachmann.
Geberit und die Fachleute nutzen es und haben eine stillschweigende Allianz entwickelt. Der Endkunde nickt die hohen Preise ab, weil dieser Preis für Geberit Systeme in seinem Immobilien-Projekt eine untergeordnete Rolle spielen.

Zusätzlich begrüßt der Vermittler Preiserhöhungen seitens Geberit, weil sie eine prozentuale Provision beim Verkauf bekommen. Je höher der Preis, umso höher ist auch die absolute Provision. So entsteht eine Win-Win- Situation.


Quelle: Chancellor & Marathon Asset Management (2015): Capital Returns, Investing through the Capital Cycle: A Money Managers Reports 2002-15, S. 58-60.

WC System von Geberit 

Bewertung von Geberit



Geberit erzielt einen nachhaltigen Gewinn von 14 CHF je Aktie im Schnitt der letzten drei Jahre. Bei einem nachhaltigen, jährlichen Wachstum von 7 Prozent kann man 315 CHF je Aktie laut Grahams Wachstumsformel (14*(8,5+2*7)) zahlen, aber nicht unbedingt mehr!



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