Unternehmensbewertung

Unternehmensbewertung ist der Schlüssel zum Value Investing


Es gibt die unterschiedlichsten Ansätze von Value Investing. Einige Investoren kaufen lieber Qualitätsunternehmen zum fairen Preis wie Warren Buffett gegenwärtig und andere kaufen gerne Zigarettenstummel, welche noch einen letzten Zug ermöglichen, also Unternehmen mit niedriger Qualität zu einem exzellenten Preis (wie der junge Warren Buffett oder sein Lehrmeister Benjamin Graham). Das sind beides legitime Ansätze des Value Investings und sie unterscheiden sich in einem Punkt nicht:

Was haben diese Value Investing Ansätze gemeinsam? 


Sie stellen den Preis in den Mittelpunkt ihrer Investmententscheidung und sie wollen mit einer Sicherheitsmarge das Risiko ihrer Investments reduzieren. Das Ziel eines jeden Investors sollte sein, 1 Euro für 0,50 Euro zu kaufen. Warren Buffett beschreibt es so:
„Bewertung ist das Zählen von Geld, nicht von Hoffnungen und Träumen.“

Durch dieses Prinzip beugt man negativen Überraschungen wie einer leichten Reduktion der Ertragskraft, geringeren Wachstumsraten als erwartet, regulatorischen Eingriffen in den Markt sowie den Einfluss von disruptiven Technologien in das Geschäftsmodell vor. Howard Marks fasst es in diesem Zitat hervorragend zusammen:
ein 1 Euro für 0,5 Euro.. Die Sicherheitsmarge
"Die meisten Anleger glauben, Qualität und nicht etwa der Preis sei der Maßstab dafür, ob eine Geldanlage riskant ist. Doch qualitativ hochwertige Investments können riskant und Vermögenswerte niedriger Qualität können sicher sein. Es ist allein eine Frage des Preises, den man für sie bezahlt"

Quelle: Finanz-Code: die Erfolgsphilosophie des großen Investors.


Wie kann man Unternehmen bewerten?


Es gibt unzählige Bewertungsmethoden und -metriken. Wir wollen Ihnen in nächster Zeit die Bewertungsmethoden wie unter anderem den  Eigentümergewinn / Owner earnings von den Value Investoren Warren Buffett und Charlie Munger vorstellen und die Vor- und Nachteile diskutieren. 

„Preis ist, was du zahlst, Wert ist, was du bekommst“ von Benjamin Graham

Die Bewertungsmetriken sind wertvoll, um einen schnellen Einblick in die Attraktivität eines Investments zu erhalten. Nutzt man die Bewertungsmetriken Kurs-Gewinn-Verhältnis, Enterprise Value zu EBIT- Verhältnis und die Free Cashflow-Rendite bekommt man gleich eine oberflächliche Vorstellung über die Verschuldung, den Cashflow, die Investitionen und den Gewinn des Unternehmens. Dieser erste Einblick sollte natürlich durch weitere Recherchen vertieft werden.



Bewertungsmethoden:



- Grahams Bewertung von Wachstumsaktien

- der Eigentümergewinn / Owner earnings nach Warren Buffett

- KGV / Gewinnwachstumsrate von Peter Lynch

- Peter Lynch: (Gewinnwachstumsrate + Dividendenrendite) / KGV

- Substanzwert bzw. Wiederbeschaffungswert

Unternehmensbewertung anhand von Metriken- der Liquidationswert

- die Summe der Teile / sum of the parts bewertung

- Aktien-Anleihe- Prinzip

- Net-Nets
(d.h. Unternehmen, deren Börsenwert niedriger ist als das Umlaufvermögen abzüglich aller Verbindlichkeiten)


- Magic Formula

- Residualgewinn

- Ertragswertmethode

- abgezinste Zahlungsströme / Discounted Cash-Flow (DCF)

- Dividend Discount Methode
(sehr konservativ, weil nur abgezinste Dividenden berücksichtigt werden)



Unternehmensbewertung anhand von Metriken


- Kurs- Umsatz- Verhältnis (KUV) - Price Sales Ratio (P / S Ratio)

- Kurs- Gewinn- Verhältnis (KGV) - Price Earnings Ratio (P/ E  Ratio)

- Benjamin Graham - KGV  - Graham P / E Ratio


- Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis  - Price / Earnings To Growth  (PEG Ratio)

- Enterprise Value zu EBIT- Verhältnis (EV/ EBIT) , also Unternehmenswert zu Betriebsgewinn am Beispiel von Tweedy Brown

- Kurs- Buchwert-Verhältnis (KBV) -  Price-To-Book Ratio ( P/B Ratio)

- Kurs- Cashflow-Verhältnis (KCV) - Price-To-Cash-Flow Ratio (P/C Ratio)

- Free Cashflow-Rendite - Free Cash Flow Yield (FCFY)

- Dividendenrendite  - Dividend Yield


weitere Beiträge zum Thema Bewertung und Preis:


Der Preis! Was passiert, wenn der Preis fürs Investment zu hoch ist?

Graham: Die Sicherheitsmarge erspart einen wilden Rutsch! Warum?

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