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DAXplus Family 30 erzielte 11% p.a. über 5 Jahre. Ist der Index besser als DAX 30?

DAXplus Family 30 mit hervorragender Performance und spannender Zusammensetzung


Familienunternehmen sind das Steckenpferd des Königsinvestor Blogs und dabei ist uns nicht entgangen, dass es einen DAX für Familienunternehmen gibt. Dieser Index ist kaum bekannt, dafür hat er aber eine hervorragende Performance und gutes Potenzial. Details gibt es jetzt!


Zusammenfassung / Lessons Learned des Beitrags

  • Die Familienunternehmen im DAXplus Family 30 performen deutlich besser als die  DAX 30 Unternehmen
  • Die Gründerfamilie muss mindestens einen 25-prozentigen Stimmrechtsanteil halten oder ein Mitglied im Vorstand oder im Aufsichtsrat stellen
  • Nicht nur der Qualitätskönig Atoss Software erfüllt die Kriterien
  • Das Management von DAXplus Family 30 Unternehmen denkt und investiert langfristig, weil es durch eine erhebliche Beteiligung auch langfristig profitiert. 


Performance über fünf Jahre und seit 2010



Wir nutzen ungern Charts, weil es keinen Mehrwert bietet und ablenkt von der Wertschöpfung in guten Familienunternehmen. Jedoch wollen unerfahrene und emotionale Investoren Charts sehen, deshalb werfen wir mal einen Blick auf den Vergleich zwischen DAX 30 und DAXplus Family 30. 
Über fünf Jahre konnte der Index mit deutschen Familienunternehmen  + 68,5 % erzielen. Das entspricht einer jährlichen Rendite von ordentlichen 11,0 % p.a. Im gleichen Zeitraum konnte der berühmte DAX 30 nur ein Plus von 29,1 % oder eine jährliche Rendite von 5,2 % verdienen. Die Differenz ist erheblich, deshalb erlauben wir uns die Frage: Warum bekommt der DAX 30 soviel Aufmerksamkeit?


Langfristiges und regelmäßiges Investieren lohnt!

Nach schlechten Jahren folgen gute Jahre!


Der DAX hat im Jahr 2018 ein Minus von 18,3 Prozent hinnehmen müssen. Hat man einen Sparplan auf den DAX am Jahresanfang eingerichtet, steht man sogar 25,3 Prozent hinten. Das dicke Minus kommt durch den schlechten Monat Dezember, welcher die Jahresperformance geschmälert hat. Insgesamt kann man nur betonen: Weiter dabei bleiben, denn langfristiges Investieren lohnt sich!


Zusammenfassung / Lessons Learned des Beitrags

  • Seit 2007 erzielt man 2,5% p.a. mit einem Investment bis Ende 2018, mit einem monatlichen Sparplan 5,3% p.a.
  • Seit 2001 erzielt man 4,3% p.a. aufs Investment bis Ende 2018, mit einem monatlichen Sparplan 6,0% p.a.
  • langfristiges und regelmäßiges Investieren lohnt sich auch bei ungünstigen Startpunkten

DAX-Krisenjahre bis heute


Neues DAX- Mitglied - Chemiekonzern Covestro verdrängt ProSiebenSat.1, kurzfristig?

Wiedermal schafft es ein Chemiekonzern unter die Top 30 - Covestro steigt auf


Das Geschäft mit Kunststoff als Werksstoff boomt, deshalb schafft es der Werksstoffkonzern Covestro den Medienkonzern ProSiebenSat.1 aus der Riege der 30 größten deutschen Unternehmen zu verdrängen. An sich ist Covestro für den privaten Endnutzer noch sehr unbekannt, trotzdem werden Materialien des Konzerns in vielen Produkten aus dem Alltag wie Innenausstattung von Fahrzeugen und PC-Gehäuse verbaut. Hauptsächlich in der Automobilindustrie werden oft Bauteile,  Schaumstoffe und Isoliermaterialien aus Kunststoff verbaut.
Covestro ist am Zyklushoch

Investmentpotenzial von Covestro


Keine Panik: langfristiges Investieren bringt hervorragende Renditen

Dax mit 7,7% p.a. und EuroStoxx mit 7,3% p.a. bringen gute Renditen über 50 Jahre

Keine Panik: langfristige Renditen sind toll


Panik ist gut für den langfristigen Investor. Die schönsten Worte der Welt für den antizyklischen Investor sind, wenn der panische Verkäufer brüllt:

Verkaufen, Verkaufen ohne Rücksicht auf den Preis!
In diesem Moment kann der antizyklische Investor gute Einstiegsrenditen bekommen und das Fundament für überragende Renditen schaffen. 
Der DAX und der EuroStoxx bringen laut des Renditedreiecks vom deutschen Aktieninstitut schon hervorragende Renditen über einen langen Horizont , jedoch kann man durch antizyklisches Investieren besonders starke Renditen erreichen. Zum Beispiel wurde ein Investment in den DAX im Jahr 2002 mit einer Rendite von 10,5 % p.a.(Kapitalverdoppelung alle 6,85 Jahre)  versüßt. Aber auch bei einem nicht so guten Einstiegsmoment konnte der Investor in den DAX eine durchschnittliche Rendite von 4,2% p.a.(Kapitalverdoppelung alle 17 Jahre) seit 2000 erwirtschaften. Was sagt uns dass: Dabei bleiben und Chancen nutzen! 

Ganz im Sinne: 
Ihre finanzielle Situation kann sich verbessern, wenn Sie beharrlich am Ball bleiben.
Quellen:

https://www.dai.de/de/das-bieten-wir/studien-und-statistiken/renditedreieck.html (11.02.2018)

https://www.dai.de/files/dai_usercontent/dokumente/renditedreieck/2017-12-31%20EuroStoxx-Rendite-Dreieck%20Web.pdf (11.02.2018)

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Kostolany: Was macht der Hund (DAX) und das Herrchen (BIP)?

André Kostolanys Geschichte vom Hund und Herrchen


André Kostolany veranschaulicht das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Börse in seiner Geschichte vom Hund und Herrchen. Nun folgt die einprägsame Geschichte vom Spaziergang eines Mann (Wirtschaft) mit seinem Hund (Börse):

Während des gemeinsamen Spaziergangs geht der Hund (die Börse) neben seinem Herrchen (der Wirtschaft) her, ein anderes Mal läuft er ruhelos vorneweg, und wieder ein anderes Mal trabt er jaulend hinterher.

Obwohl der Hund an einer Leine geführt wird, läuft er dennoch weg, mal nach vorne, mal nach hinten und mal zur Seite. Aber der Hund läuft nicht davon, sondern er kehrt immer wieder zu seinem Herrchen zurück und sie kommen gemeinsam zu Hause (im Ziel) an.

Was macht der Hund (DAX) heute?

Vergleich zwischen DAX und BIP

Dafür haben wir mal die DAX Jahresendstände und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der BRD auf 100% im Jahr 1997 normalisiert. Das BIP signalisiert die Produktion von Waren und Dienstleistungen in Deutschland abzüglich aller Vorleistungen und gilt als Indikator für gesamte wirtschaftliche Leistung der deutschen Volkswirtschaft. In den letzten zwanzig Jahren ist das BIP von 1967,3 Mrd. Euro auf 3132,67 Mrd. Euro angewachsen. Parallel dazu hat sich der DAX von 4249,69 Punkten auf 11481,06 Punkten gesteigert. Unterm Strich ist der DAX um 170% (5,4% p.a.) gestiegen und das BIP in Mrd. Euro nur um 59% (2,5% p.a.). Es ist schon eine gewaltige Lücke zwischen Hund und Herrchen entstanden.

Hier ist anzumerken, dass im DAX natürlich 30 teilweise sehr internationale Unternehmen enthalten sind und es deshalb zu Abweichungen kommen kann.



Kann die Geschichte vom Hund (DAX) und Herrchen (BIP der BRD) stimmen?


Dafür haben wir die Werte von DAX und BIP über die letzten zwanzig Jahre mal aufbereitet und einer Korrelationsanalyse unterzogen. Der Korrelationskoeffizient lautet 0,82. Die Korrelationswerte können nur zwischen 1 und -1 liegen; keine lineare Korrelation liegt bei 0 vor. Das heißt, bei einem Korrelationswert von 0,82 liegt eine starke positive Korrelation zwischen dem DAX und dem BIP der BRD vor. Der Grad des linearen Zusammenhangs ist sehr groß und das bestätigt die Geschichte von André Kostolany über die letzten 20 Jahre. Und am Ende kommen Sie wieder gemeinsam daheim an. ;-)

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Quelle:
de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr-1991/ (abgerufen 03.04.2017)
www.boerse.de/historische-kurse/Dax/DE0008469008 (abgerufen 03.04.2017)
www.faz.net/aktuell/feuilleton/wirtschaft/der-hund-bleibt-an-der-leine-1957767.html (abgerufen 03.04.2017)
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/bruttoinlandsprodukt-bip.html (abgerufen 03.04.2017)

Der Zinseszins- Effekt macht Freude und fördert die Sparsamkeit.

Der Zinseszins-Effekt

Einstein hebt den Zinseszins- Effekt angeblich als das achte Weltwunder hervor  und ich bin auch ein großer Anhänger des Prinzips. Es geht sogar soweit, dass ich von meiner Familie belächelt werde, wenn ich mir Gedanken mache, was aus den 5€ für ein Burger-Menü einer Fastfood-Kette heute dank des Zinseszins-Effektes in 10 oder 20 Jahren werden könnte. Also bei einer angenommenen Verzinsung von 10% rund 12,79€ nach 10 Jahren, also ein ordentliches Schnitzel oder  33,64 € nach zwanzig Jahren - ein gutes Rumpsteak.  Diese Denkweise ist komisch, zugegeben,  aber sie hilft mir auch diszipliniert zu sparen und jede Investition aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Was ist der Zinseszins-Effekt?


Das Geniale am Zinseszins-Effekt ist die exponentielle Entwicklung des Kapitals. Wir nehmen mal ein Startkapital von 100 € an. Auf diese 100 € erhalten wir im ersten Jahr  10%, also 10€ Zinsen. Im zweiten Jahr gelingt uns wieder die 10 % ige Verzinsung des Kapitals von 110€  und es kommen absolut 11€ hinzu. Also haben wir nach zwei Jahren das Startkapital von 100 € auf 121 €, also um 21 % vermehrt. Der Chart veranschaulicht schön den Effekt des Zinseszinses über mehrere Jahre. Im Jahr 2030 hat man bei einer Verzinsung von 10 % p.a. aus 100 € rund 345 € gemacht.  

Durch den Zinseszins entwickelt sich das Kapital exponentiell.

Was sind die Tücken des Zinseszinses?


Als junger Investor hat Warren Buffett seine Partner mit einer ähnlichen Tabelle wie unten auf die Tücken des Zinseszinses aufmerksam gemacht.  Eine minimale  Veränderung des Zinses (auch durch externe Kosten wie Gebühren und Steuern) sowie eine Kürzung oder Verlängerung der zeitlichen Dauer hat große Auswirkungen auf das Endergebnis, wie die Zinseszins-Tabelle veranschaulichen soll.  

schon bei einer jährlichen Rendite von 8 % können aus 100€ rund 1006 € über 30 Jahre werden.




Laut dem Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts (DAI)  konnte der DAX über die letzten fünfzig Jahre  (von 1965 bis 2015) eine durchschnittliche, jährliche Verzinsung von 7,8 Prozent erzielen. Deshalb nehmen wir uns etwas Zeit und schauen einmal auf die Tabellenspalte mit einem Zins von 8 %. Durch Zinseszins-Effekt über 10 Jahre entstehen aus 100 € nun 215,89 €, also ein Gewinn von 115, 89 €. Nach zwanzig Jahren erhält man einen Gewinn von rund 366 €. Das heißt, verdoppelt sich die Zeit  verdreifacht sich der Gewinn. Verdreifacht sich die Dauer der Verzinsung von 10 auf 30 Jahre, verachtfacht sich fast der Gewinn, denn bei einer jährlichen Netto- Verzinsung von 8 % erhält man bei einem Startkapital von 100€ nach dreißig Jahren rund 1006 €, also einen Gewinn von 906 €.

Das ähnliche Prinzip wirkt auch beim Zins. Konzentrieren wir uns auf die Verzinsung nach 10 Jahren und setzen 4 % als Basiszins. Verdoppelt sich der Zins, steigt der Gewinn um das 2,4 fache. Vervierfacht sich der Zins von 4% auf 16 %, so steigt der Gewinn um das 7 fache und versechsfacht sich der Zins, also von 4 auf 24 %, so steigt der Gewinn von 48,02 € auf 759,44 € also um das fast 16- fache. Folglich sollte man immer nach einer hohen Verzinsung streben, was aus meiner Sicht in Zeiten des Niedrigzinses nur durch antizyklisches Investieren insbesondere Value Investing  möglich ist oder durch ETFs mit möglichst geringer Kostenstruktur gewährleistet ist.

Laut Berichten hat die Buffett Partnership, also vor der Übernahme von Berkshire Hathaway, von 1957 bis 1969 eine jährliche Rendite von rund 24 Prozent erreicht. Bei so großartigen Renditen könnte ich meiner Frau vielleicht auch den Zinseszins-Effekt  schmackhaft machen. Indem sage ich, dass sie nur ab und zu auf ein paar Schuhe für 100 € verzichten muss und dafür in 10 Jahren eine Urlaubsreise für 859 € buchen darf. ;-)

Quelle; Miller (2016): Warren Buffetts fundamentale Investment-Geheimnisse: Die Essenz der Partnership Letters des erfolgreichsten Investors aller Zeiten


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