Posts mit dem Label Neid werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Neid werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Buffetts Anregung für den richtigen Vorsatz 2018

Die Anregung für den Vorsatz  2018


Das letzte Wort im Jahr 2017 hat der legendäre Value Investor Warren Buffett:
“Irgendwann sollte man das tun, was man eigentlich schon immer tun wollte. Arbeiten Sie da, wo Sie Spaß haben. Dann fällt Ihnen das Aufstehen leicht. Es ist doch blöd, einen Job, den man nicht mag, nur zu machen, weil er sich im persönlichen Lebenslauf gut macht. Ist das nicht ein bisschen so, als würde man mit Sex bis zum hohen Alter
Die Anregung für den Vorsatz 2018
warten?“

Quelle: Buffett & Clark (2017): Das Tao des Warren Buffett, S.88.

Wir hoffen, dass Sie ein gutes Jahr 2017 hatten und hoffentlich ein paar Unternehmen unter ihren inneren Wert erwerben konnten. So lässt sich zuversichtlich in die Zukunft schauen, denn Sie werden langfristig von der Entwicklung guter Unternehmen profitieren und nicht an kurzfristigen Spekulationen teilnehmen.
 Kurzfristige Jahresrenditen sollten Sie ausblenden und eisern nach Unterbewertungen, also den Ausnahmen im gegenwärtigen Marktumfeld, suchen.

Wir gehen weiterhin auf die disziplinierte Suche nach unterbewerteten Unternehmen und schulen unsere Fähigkeiten mit Beiträgen über Familienunternehmen und Videos von hervorragenden Value Investoren, bis der Markt unsere hohen Anforderungen an die Einstiegsrenditen und eine vernünftige Sicherheitsmarge für unser Kapital bietet.

Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch und alles Gute im neuen Jahr,

Ihr
Königsinvestor Team




Das könnte Sie auch interessieren:


Familienunternehmen mit deutlichen Vorteilen, aber auch Nachteilen

Bei börsennotierten Familienunternehmen gibt es Vorteile, aber auch Nachteile!


Die Vorteile haben wir in der Rubrik: Warum Familienunternehmen bevorzugen? erläutert.
Nun sollten wir uns einmal den eventuell Nachteilen widmen.
Nachteile von Familienunternehmen

Nutzung der Macht im Konzern zur persönlichen Bereicherung


In der Regel hat die Familie des Unternehmens großen Einfluss auf das Management und / oder ist noch im Vorstand tätig. Da dieses Gremium alle wichtigen Entscheidungen trifft, kann es im Worst Case auch für die eigene Bereicherung sorgen. Über Beraterverträge (auch mündlich möglich) können die Gründer oder andere Familienangehörige vom Unternehmen bezahlt werden, ohne eine wirkliche Gegenleistung zu erbringen.
Des Weiteren können Familienangehörige Immobilien der Gesellschaft bewohnen und Personal der Aktiengesellschaft (zur Rasenpflege, Transport usw.) beauftragen oder Autos fahren ohne dafür marktübliche Preise zu bezahlen, solange der Wirtschaftsprüfer und die Aufsichtsbehörden es zulassen.

Familienstreiks können Unternehmen in Gefahr bringen


Familienstreiks insbesondere ums Erbe können sehr lange andauern und das Betriebsklima erheblich negativ beeinflussen. Insgesamt können so Streiks dem Image schaden und eine Geschäftsentwicklung und Strategiefindung der Firma beeinträchtigen. Einige Unternehmen kann es auch in die Insolvenz führen, wenn dadurch noch Finanzierungsprobleme folgen.

Einige bekannte Beispiele und deren Folgen haben wir thematisiert:

Machtkampf in Deutschlands größtem Fleischkonzern 

Der wahre Grund für die Aufspaltung der Metro Group

Familie strebt nach Macht und verlässt den Kompetenzbereich der Firma


Familien werden in der Regel reich und wohlhabend, weil sie ein Geschäft besonders gut können und den Wettbewerber in ihrer Disziplin ausstechen können. Viele Familienunternehmen konzentrieren sich auf ihren Kompetenzbereich und verlassen ihn ungern -wie das auch bei guten Investoren der Fall ist. Jedoch gibt es auch vereinzelt Familien, die nach immer mehr Macht streben und in neue Geschäftsfelder eindringen. Die Gefahr ist groß, dass die Unternehmung nicht erfolgreich ist, da die Expertise und Erfahrungen fehlen oder nur unter hohen Kosten eingekauft werden müssen.

eingeschränkte Kapitalmarktkommunikation und Transparenz


Unternehmen in Familienbesitz ohne großen Kapitalbedarf beschränken sich leider in ihren Publikationen auf Daten und Zusammenhänge, welche vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind. Sie veranstalten selten Kapitalmarkttage und geben auch keine zusätzlichen Informationen zu Marktstellung, Wettbewerbern usw. Diese Informationen können aber für die Einschätzung des Marktes bedeutend sein und so kann es sehr lange dauern bis ein unterbewertetes Unternehmen zum Inneren Wert zurückkehrt.


Gefahr eines Squeeze- out zu schlechten Konditionen für die Kleinaktionäre


Bei Unternehmen mit einem Ankeraktionär, welcher durch ständige Zukäufe auf einen Anteil von 90-95% zugeht, besteht die Gefahr, dass dieser Ankeraktionär einen Squeeze-out durchführt. Bei einen Squeeze-out wird das Unternehmen von der Börse genommen und ein Ausschluss der Kleinaktionäre durchgeführt. Die Gründe liegen auf der Hand: Durch einen Börsen-Abgang verringern sich Verwaltungs-, Publikations und Rechtsaufwand. Darüber hinaus wird der Ankeraktionär einen Squeeze-out anstreben, wenn er das Unternehmen für signifikant unterbewertet hält oder die Kurse auf Grund einer Krise kurzfristig nach unten gehen. Die anderen Aktionäre erhalten einen Aufschlag auf den Marktkurs. Dieser kann aber weit vom Inneren Wert entfernt sein und der Kleinanleger verfehlt  seine gewünschte Rendite.

Fazit


Das langfristige Denken und nachhaltige Handeln von Familienunternehmen überzeugt weiterhin. Dazu kommt die Preisentwicklung einer Aktiengattung zu Gunsten des fundamentalen Investors . Dennoch sollte man die Nachteile beobachten und dadurch eine Value Trap vermeiden.

Das könnte euch interessieren:

Die Hénokiens - Club der traditionsreichsten Familienunternehmen

Was haben wir von Familienunternehmern gelernt?

Erfolgsrezept: Unternehmer im Familienunternehmen am Beispiel Rational AG und Edding

Ihnen gefällt dieser Königsinvestor- Artikel? Teilen Sie Ihn einfach mit Ihren befreundeten Investoren- sowie Unternehmern!

Charlie Munger: Neid ist eine Todsünde.

Neid ist eine emotionale Verschwendung! 

"Sich dafür zu interessieren, ob jemand anderes schneller Geld verdient [als Sie selbst] ist eine der Todsünden. Neid ist eine wirklich dumme Sünde, denn sie ist die einzige, mit der man wahrscheinlich nie irgendwelchen Spaß haben wird. Er bringt viel Schmerz und kein Vergnügen. Warum sollte man dabei mitmachen wollen?" so Charlie Munger.

Ab und zu kann man als anspruchsvoller Value Investor bemerken, dass man in sich emotionale Fassetten besitzt, wenn man die Entwicklung von interessanten Investments verfolgt, die man aus Gründen wie zu hohe Schulden, schwer prognostizierbarer Geschäftsverlauf, zu hohe immaterielle Vermögenswerte (Goodwill usw.) sowie einfach zu hoher Preis des Investments abgelehnt hat, und bei denen die Kurse steil nach oben gehen.

Oh nein! ich habe es doch gewusst! Verdammt! Wieso bin ich nicht investiert? Schade!

Diese Periode des Ärgerns oder des Beneidens des Erfolgs der Anderen kann andauern, sollte jedoch so schnell wie möglich abgehakt werden, denn Emotionen führen an der Börse nicht zum Erfolg. Der bessere Weg ist der, wie ihn Charlie Munger beschreibt:
"Eine Gelegenheit zu verpassen, macht uns nie etwas aus. Was soll falsch daran sein, wenn jemand etwas reicher wird als man selbst? Es ist verrückt, sich darüber Gedanken zu machen."
Investieren ist ein Marathon

Quelle: Griffin (2016): Charlie Munger: Ich habe dem nichts mehr hinzuzufügen S. 87.

Investieren ist ein Marathon, wenn man anfängt aufgrund von verpassten Investments seine Kriterien zu lockern, wird man auf Dauer keinen Erfolg haben. Neid ist auch ein Grund, warum man sich von Kurscharts lösen sollte und ein Unternehmen als langfristiges Investment sehen sollte.