Keynes: Warum auch gute Short-Positionen schief gehen können

John M. Keynes wusste warum Short -Positionen scheitern können.



Auch wenn man nach einer rationalen Überlegung zu dem Entschluss kommt, dass die Märkte und auch Unternehmen wie Tesla stark überbewertet sind, sollte man keine Short-Positionen aufbauen. Schon Keynes äußerte sich zur Irrationalität der Märkte wie folgt:
“Der Markt kann länger irrational bleiben als Sie liquide.“


Was sind Short-Positionen und Warum scheitern die Positionen?


Der Investor leiht sich Aktien von der Bank und zahlt dafür einen Betrag abhängig von der Haltedauer. Er verkauft die geliehenen Aktien am Markt und wartet bis die Kurse fallen. Falls der Kurs des Unternehmens einbricht, kauft er die billigeren Aktien am Markt zurück und gibt sie der Bank zurück. Der Gewinn ist dann der hohe Verkaufspreis abzüglich des günstigen Kaufpreises und der Bankkosten.
Natürlich kann der Markt auch weiter irrational bleiben, wie James Montier es beschreibt:

“Wer aufgrund von Bewertungen investiert, muss einen Horizont von über drei Jahren haben. Denn es gibt nichts, was teure Vermögenswerte davon abhält, noch teurer zu werden.“

Dann nehmen die Bankkosten zu und man muss im schlimmsten Fall die Aktie teuer am Markt zurückkaufen. Es kann zu einem erheblichen Verlust führen.



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KIND steigt in das Brillengeschäft ein - der harte Kampf um die Macht bei den Brillen

KIND gegen Fielmann - wer gewinnt den Kampf im deutschen Brillenmarkt?

kind.com

Der deutsche Brillenmarkt wird stark von Fielmann beherrscht. Der Marktführer aus Hamburg erzielt einen Umsatz von mehr als 1 Mrd. € im Brillenmarkt. Doch jetzt greift ein weiteres starkes deutsches Familienunternehmen diesen Markt an. KIND will den Brillenmarkt für sich erobern und geht sofort hart gegen die Konkurrenz vor. Jetzt treten die beiden deutschen Familienunternehmen
gegeneinander an. 

Warum der Brillenmarkt?


Der Brillenmarkt in Deutschland ist sehr attraktiv, da er dauerhaft weiter wächst und neue Innovationen herausbringt. Zudem ist eine Brille auch ein Accessoire und momentan total im Trend. Teilweise haben Brillenträger heutzutage keine Sehschwäche mehr, sondern nutzen die Brille nur aus stilistischen Gründen.

Gerade KIND mit einem ausgeprägten Filialnetz mit 600 Filialen in Deutschland kann in diesem Markt eine große Rolle spielen. Neben ihren bereits stark erfolgreichen Markt der Hörgeräte will KIND das medizinische Angebot um Brillen komplementieren. Es ist durchaus denkbar das viele Hörgerätträge auch im Bereich Brillen dann auf die Kompetenz von KIND vertrauen.



Erste Schritte der Expansion 


Am 20. Juni 2016 wurde die erste Filiale von KIND in Osnabrück eröffnet die Hörgeräte und Brillen anbietet. Es wurden kontinuierlich weitere Filialen in diesem Konzept umgebaut. Durch die Übernahme der Emberger Optik Gruppe mit 18 Filialen kommt KIND heute auf 40 Filialen in Deutschland und Österreich. Damit macht KIND bereits 50 Mio. € Umsatz im Jahr mit Brillen. Die Umstrukturierung des Filialnetzes schreitet schnell voran und bereits in wenigen Jahren kann KIND einer der größten Anbieter für Brillen sein. 

Heute hat KIND 3.000 Angestellte und erzielt einen Umsatz von mehr als 200 Mio. € im Jahr.

Der Konkurrent Fielmann erreicht einen Umsatz von 1,3 Mrd. € bei fast 18.000 Mitarbeitern. 

Quellen:
http://etailment.de/news/stories/Kind-verkauft-kuenftig-auch-Brillen-16898 (Stand: 12.10)
http://www.wiwo.de/unternehmen/handel/fielmann-apollo-und-co-grosse-optikerketten-bauen-ihre-marktanteile-aus/19709572.html (Stand: 12.10)
https://www.kind.com/de-de/presse/ (Stand: 12.10)

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Geberit - Schweizer Aktiengesellschaft mit Familiencharakter

Geberit wandelte sich von einem Familienunternehmen zu einer großen Aktiengesellschaft


Bild Geberit
geberit.com
Geberit kann auf eine große und sehr erfolgreiche Geschichte zurück blicken. Trotz der Wandlung vom Familienunternehmen weg, weißt Geberit noch viele Eigenschaften eines solchen auf. Die Tradition verbindet alle Mitarbeiter und sorgt dafür das nachhaltig Werte im Unternehmen geschaffen werden. 

Innovative Erfindungen


Alles begann mit der Eröffnung eines Spenglereibetriebs in Rappertswill durch Caspar Melchior Albert Gebert im Jahr 1874. Mit der Erfindung eines Holzspülkastens 1905 revolutionierte er die damalige Toilette und legt den Grundstein für die Erfolgsgeschichte. Daraufhin übernahmen die Söhne Albert Emil und Leo Gebert das Unternehmen und produzierten die Spülkästen. Die Patente wurden gesichert und mit dem Verkauf konnte begonnen werden. 1918 erweiterte sich das Sortiment um Geruchsverschlüsse und Asperrventile.



Globalisierung


Bereits 1929 begann das Unternehmen sich international aufzustellen, indem eine Auslandsfiliale in Paris eröffnet wurde. Durch die nächste Innovation, Spülkästen aus Kunststoff, erfuhr das Unternehmen einen unglaublichen Aufschwung, die Massenfertigung begann 1952. Die dritte Generation Heinrich und Klaus Gebert trat 1953 in das Unternehmen ein, zudem wurde die Marke in Geberit geändert. Auf Grund des großen Erfolgs stieg Geberit in die Abwassertechnik ein und bot auch hier Abwassersystem aus Kunststoff an. Es folgten weiter Standorte in Frankreich, Deutschland, Belgien und Österreich.

Aufbau eines internationalen Konzerns


Erneut brachte Geberit 1975 eine Innovation auf den Markt, eine Dusche mit WC. Es folgte die Gründung einer Tochtergesellschaft in den USA und damit verbunden die Gründung der Geberit Holding. Das Unternehmensangebot wurde auf die Versorgung mit Frischwasser ausgeweitet. 1991 zogen sich die letzten Vertreter der Gründerfamilie aus der Geschäftsleitung zurück. Die Familie verkaufte ihre Unternehmensbeteiligung 1997 an den Finanzinvestor Doughty Hanson & Co., die Geschäftsleitung erwarb auch Anteile und garantierte so die Eigenständigkeit. 1999 ging Geberit an die Schweizer Börse. Die folgenden Jahre sind durch viele Übernahmen gekennzeichnet, wodurch sich das Unternehmen kontinuierlich erweiterte.

2009 wurde die Initative WaterClean gegründet mit der Geberit viele soziale Projekte unterstützte. Durch die Ünernahme der Sanitec-Gruppe, Europas größter Anbieter für Sanitär-Keramiken, vergrößerte sich Geberit sehr stark und erreichte
seine heutige Konzerngröße.

Heute ist Geberit mit 12.000 Angestellten in 50 Ländern vertreten und erzielt einen Nettoumsatz von 2,8 Mrd. CHF.

Investmentpotenzial von Geberit


Nun stellt sich die Frage: Was muss das Unternehmen leisten um die ambitionierte Bewertung zu rechtfertigen? Das normalisierte Kurs- Gewinn-Verhältnis liegt bei 32. Das bedeutet der Gewinn je Aktie muss über die nächsten 7-10 Jahre fast 12% p.a. wachsen um den gegenwärtigen Kurs zu rechtfertigen. Ist das möglich?

Quellen:
https://www.geberit.com/unternehmen/unternehmen/ (Stand: 11
.10)
https://www.geberit.com/unternehmen/geschichte/ (Stand: 11.10)

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Familienunternehmen performen besser

Familienunternehmen performen mit bis zu 4% p.a. besser



Einige Studien haben sich mit der Performance von Familienunternehmen beschäftigt. Wir möchten Ihnen heute zwei Studien vorstellen. Die neuste Studie wurde von Credit Suisse veröffentlicht. In dieser Studie wurde die Performance von 1000 familiengeführten Unternehmen ausgewertet. Nach der Definition sind alle Unternehmen mit einer Gründerfamilienbeteiligung von mindestens 20 Prozent als Familienunternehmen zu werten. Das Resultat ist eindeutig. Die Überrendite liegt bei 3,9 Prozent seit 2006. Insgesamt konnte eine Outperformance in jeder Region oder Branche gegenüber Vergleichsunternehmen erzielt werden. Europäische Familienunternehmen konnten sich mit der längsten durchschnittlichen Geschichte (82 Jahre) hervorheben.




Die zweite etwas ältere Studie wurde von Stiftung Familienunternehmen erstellt. Dennoch ist die Studie sehr spannend, da sie die Zeit über den neuen Markt von 1998 bis 2008 betrachtet. Die durchschnittliche Rendite von deutschen Familienunternehmen liegt bei 10,2 %. Familienunternehmen sind Unternehmen, bei denen die Gründerfamilie mindestens 25 Prozent des Stimmrechts hält und /oder im Vorstand oder Aufsichtsrat vertreten ist. Nicht Familienunternehmen konnten in der Periode nur eine jährliche Rendite von 7,7 Prozent erzielen. Die Überrendite lag bei guten 2,44 Prozent. Eine Vorstellung der absoluten Performancedifferenz bekommt man, wenn man sich den Zinseszinseffekt vor Augen führt.
Familienunternehmen sind besser


Warum erzielen Familienunternehmen langfristig Überrenditen?


Im Grundsatz denken Familienunternehmen von Generation zu Generation und hetzen nicht wie die Mehrheit der börsennotierten Unternehmen von Quartal zu Quartal. Also ist es auch nicht nötig, kleine kurzfristige, nicht nachhaltige Effizienzsteigerungen durchzuführen. Laut den Studien können gute Familienunternehmen auch an folgenden Parametern erkannt werden:


- hohe Forschungs- und Entwicklungsausgaben
- hohe Investitionen in langfristige Projekte
- langfristig höheres Wachstum und höhere Profitabilität
- hohe Return on Assets und Return on Equity
- keine kurzfristigen Effizienzsteigerungen
- konservative Ausblicke und Ausrichtung
- finanzielle Stabilität durch starke Bilanz zum Teil mit NetCash


Zusammengefasst:

Familienunternehmen performen langfristig besser, vor allem in Krisenphasen!



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Quellen:

https://www.fuw.ch/article/die-familie-ist-entscheidend/ (abgerufen: 08.10.2017)
https://www.fuw.ch/article/familienunternehmen-haben-die-nase-vorn/ (abgerufen: 08.10.2017)
https://www.credit-suisse.com/corporate/de/articles/media-releases/family-owned-businesses--comfortably-outperforming-their-peers-i-201709.html (abgerufen: 08.10.2017)
http://www.familienunternehmen.de/media/public/pdf/publikationen-studien/studien/Studie_Stiftung_Familienunternehmen_Boersennotierte_Familienunternehmen.pdf (abgerufen: 08.10.2017)


Kapitalallokation von Graham. Gastbeitrag von investorenausbildung.de

Kapitalallokation und deren Hintergründe von Benjamin Graham

Benjamin Graham ist der Lehrmeister des besten Investors aller Zeiten: Warren Buffett.
Buffett hatte zu Beginn seiner Karriere bei Graham gelernt und gearbeitet. Der Investmentstil, den beide angewendet haben, nennt man heute Value Investing. Buffett hat im Lauf der Zeit seinen Stil immer weiter verbessert und angepasst. Heute könnte man sein Value Investing auch Quality Investing nennen. Auf www.investorenausbildung.de ist zum Thema Benjamin Graham bereits folgender Artikel erschienen: investorenausbildung.de/benjamin-graham-der-intelligente-investor/

In einer der Passagen des Beitrages wird berichtet, dass Graham im großen Crash von 1929 beinahe sein gesamtes Vermögen verloren hat:

„Benjamin Graham war einer der besten Schüler der berühmten Columbia University of New York und startete 1914 seine Karriere als Börsenmakler an der Wall Street. Ab diesem Zeitpunkt hat er seine persönlichen Investments enorm steigern können und das obwohl er seinen Value Investment Ansatz noch nicht veröffentlicht hat.
Im großen Aktiencrash von 1929 verlor er jedoch fast sein ganzes Geld. In dieser Zeit hat er auf schmerzhafte Art und Weise einige Lektionen gelernt und sein Buch verfasst: „Security Anlaysis“. Dieses Buch wird nun schon seit Jahrzehnten als Standardwerk für Investmentbanker verwendet und gehört zum Repertoire eines jeden Value Investors.“
Seit diesem Crash legte Graham nur noch diszipliniert und nach strengen Regeln sein Geld an. In Kapitel fünf seines Buches „Der intelligente Investor“ hat Graham einige leicht anwendbare Regeln zur Zusammensetzung eines Portfolios beschrieben.
Vor allem Investoren, die wenig Zeit aufwenden können, werden mit diesen Regeln tolle Resultate erzielen. Das Ziel von Benjamin Graham ist dabei, das Portfolio so zu strukturieren, dass im Laufe der Zeit eine gute Rendite erwirtschaftet wird, ohne übermäßige Risiken einzugehen.


Kapitalallokation von Benjamin Graham

Graham setzt auf folgende Kriterien bei der Aktienauswahl:

Er befürwortet eine Aufteilung des langfristigen Investmentkapitals in Anleihen und Aktien, wobei der prozentuale Anteil der jeweiligen Anlageklasse immer zwischen 25 und 75 Prozent schwanken kann – je nach Marktphase.
das Kapital in verschiedene Eimer verteilen
Graham hält eine Streuung der Einzelaktien auf bis zu 30 Titel sinnvoll. Wenigstens 10 Einzeltitel sollten es jedoch mindestens sein.

„Groß, bedeutend und konservativ finanziert“ entspricht unter heutigen Gesichtspunkten Unternehmen mit einer Umsatzgröße von mindestens 1 Milliarde pro Jahr. Zudem sollte es sich unter den Top fünf Unternehmen der Branche zählen und eine Eigenkapitalquote von 50 Prozent besitzen.

Außerdem will Graham eine angemessene Dividende mit ausreichender Dividendenhistorie.

Zudem zahlt Graham maximal das 25fache des letzten Jahresgewinns (KGV) und das 20fache der letzten sieben Jahre.

Wenn sich Investoren an diese Regeln halten und langfristig orientiert sind, dann werden sie auch langfristig eine gute Rendite erhalten.


Aktuell fallen unter dieses „Raster“ Unternehmen wie z. B.:


  • Johnson & Johnson
  • Nestlé
  • Apple


Dieser Beitrag ist ein Gastbeitrag von www.investorenausbildung.de/

Deutsches Finanzamt bestraft Familienunternehmen durch unverständliche Regeln

Das Finanzamt verschärft seine Auflagen und gefährdet damit deutsche Familienunternehmen

Angriff auf die Basis der deutschen Wirtschaft

Bild Steuern
pixabay.com
In einem Familienunternehmen gibt es keine 40 Stunden Woche! Das Unternehmen zeichnet sich dadurch aus, dass die Familie im Unternehmen engagiert ist und durchaus auch am Wochenende oder nach Feierabend an Problemen arbeitet. 

Das deutsche Finanzamt erreicht mit einer ständigen Verschärfung seiner Regeln eine Einschränkung dieser Familientätigkeit im Unternehmen. Unserer Meinung nach gefährdet es damit die Basis einer starken deutschen Wirtschaft, die sich auf mittelständische Familienunternehmen aufbaut. Schadet sich das Finanzamt nicht selber mit diesen Regeln? 

Ein Beispiel für unnütze Regeln sind strenge Auflagen für Arbeitsverhältnisse mit Familienangehörigen. Denn auch wenn die Tätigkeit eindeutig ist und eine Vergütung für diese gerechtfertigt stellt das Finanzamt das Arbeitsverhältnis infrage. 

Beispiel eines kleinen Einzelunternehmens

Ein kleines Dienstleistungsunternehmen vom Unternehmer geführt mit ungefähr 10 Angestellten wurde vom Finanzamt über die letzten 3 Jahre geprüft. Im Unternehmen waren neben den Festangestellten zwei Familienangehörige in einem geringfügigen Arbeitsverhältnis beschäftigt. Der Tätigkeitsbereich bezog sich hierbei auf die kaufmännische Verwaltung und Aufbau einer Onlinepräzens mit Ziel eines verstärkten Onlinemarketings. 

Der Aufgabenbereich der Familienangehörigen war klar abgegrenzt und wurde von keinem Steuerexperten als auffällig angesehen. Der Arbeitsaufwand in diesen geringfügigen Arbeitsverhältnissen ging durchaus auch über die gezahlte Vergütung hinaus, da es einer Entlastung des Unternehmers diente. 

Die Finanzamtsprüfung ergab, dass die geringfügigen Arbeitsverhältnisse nicht anerkannt werden und alle Gehaltszahlungen als Gewinnerhöhung gewertet werden. Das führt in diesem Unternehmen zu einer steuerlichen Nachzahlung von 10.000 €. Für ein Unternehmen in dieser Größe kann eine solche Sonderbelastung zu einer Existenzbedrohung werden. 

Ein Frage, die für uns offen bleibt:

Ist es das Ziel der deutschen Finanzbehörden (des deutschen Staats) ein kleines Unternehmen derartig zu schwächen?




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Howard Marks im FuW Interview über Zyklen und Preise

FuW Interview mit Howard Marks


In der Finanz und Wirtschaft kam Value Investor Howard Marks zu Wort. Das ganze Interview finden sie auf der Website der Finanz und Wirtschaft. Wir möchten einen Auszug dieses Interviews veröffentlichen, weil Howard Marks schon fast 50 Jahre als guter Analyst aktiv ist und mit seinem Oaktree Capital gegenwärtig rund 99 Mrd. USD verwaltet. Damit gehört sein Unternehmen zu den größten Value Investing  Boutiquen der Welt. Er hat sich ein hervorragendes Image aufgebaut und wird auch von Warren Buffett sehr geschätzt:

“Wenn ich ein Memo von Howard Marks in meiner Mailbox sehe, ist es das Erste, was ich öffne und lese“

Der Auszug des Interviews von Howard Marks

FuW:
Herr Marks, Sie betonen stets, wie wichtig das Verständnis von Zyklen für Investoren sei. In welcher Phase befinden wir uns gegenwärtig?

Howard Marks:
Um das zu beantworten, muss man diverse Kriterien wie die Bewertungen, die Marktpsychologie oder die Zinsen beachten. In mehrerlei Hinsicht haben wir die Mitte des Zyklus überschritten und befinden uns bereits in der Endphase des Spiels. Das gilt speziell mit Blick auf die Bewertungen an den Märkten sowie auf die Art von Transaktionen, die am Kapitalmarkt abgeschlossen werden.

FuW: Was für Transaktionen meinen Sie?
volle Geldkoffer führen zu schlechten Transaktionen

Howard Marks:
Argentinien zum Beispiel kann hundertjährige Anleihen zu nur 8% Rendite verkaufen. Das, obschon das Land in den letzten hundert Jahren fünf Mal bankrottgegangen ist. Ein anderes Exempel ist der Online-Videodienst Netflix. Obwohl er Cash verbrennt, kann er Bonds zu wenig mehr als 3,6% Rendite begeben. Derweil sammelt der japanische Telecomriese SoftBank 100 Mrd. $ für einen Private-Equity-Fonds ein. Das alles zeigt, dass immer mehr Investoren kopflos handeln und fast zu jedem Engagement bereit sind, selbst wenn sie erhebliche Risiken schultern müssen.


FuW: Was ist der Grund dafür?

Howard Marks:
Bargeld ist als Alternative unattraktiv. Durch die niedrigen Zinsen werden Investoren dazu gedrängt, ihr Geld mit mehr Risiko anzulegen. Selbst bei negativen Zinsen gibt es aus meiner Sicht aber schlechtere Anlagen als Cash – beispielsweise, Wertschriften zu überhöhten Preisen zu kaufen und dereinst einen substanziellen Verlust zu erleiden.




FuW: In der Schweiz und in anderen Ländern Europas sind die Bondrenditen sogar negativ. Was hat für Konsequenzen?

Howard Marks:
Das Konzept negativer Zinsen ist provokativ und mysteriös zugleich. In der alten Welt konnten sich Investoren, wenn alle Stricke rissen, immer in sichere Anlagen wie US-Staatsanleihen oder Cash flüchten und immerhin ein paar Prozent Rendite verdienen. Heute besteht diese Möglichkeit nicht mehr. Investoren schauen alles relativ an – und sie kommen zum Schluss, dass Aktien sowie riskante Unternehmensanleihen relativ zu sicheren Staatsanleihen attraktiv sind. Die wenigsten bedenken dabei, dass absolut betrachtet alles überbewertet ist.

Das lesenswerte Interview finden sie auf Website der Finanz und Wirtschaft.

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Die Röchling Gruppe - einer der reichsten deutschen Familienclans und Pioniere in der Kunststoffverarbeitung

200 Jahre Geschichte und ein Vermögen von 3,75 Mrd. € - die Familie Röchling 

Bild Röchling
roechling.com
Das Geheimnis einer so erfolgreichen Unternehmensgeschichte liegt in der Konzentration auf die Verarbeitung der Werkstoffe. So ging das Unternehmen mit der Zeit und wechselte je nach Nachfrage den Werkstoff. Durch die Verarbeitung von Kunststoff für alle Industriezweige wuchs das Unternehmen auf Konzerngröße und wurde international bekannt.

Die Anfänge - Verarbeitung von Kohle 

Alles begann im Jahr 1822 mit der Gründung einer Kohlehandlung durch Friedrich Ludwig Röchling in Völklingen. In die Kohleverarbeitung stiegen seine Neffen 1849 ein und erwarben die Völklinger Eisenwerke 1881. Das legte den Grundstein für die Stahlproduktion, die 1955 im Erwerb der Rheinmetall Berlin AG gipfelte, den Hauptzulieferer der neu gegründeten Bundeswehr. Schließlich entschloss sich die Gruppe mehr Wert auf andere Geschäftsbereiche zu legen.

Pionier in der Kunstoffverarbeitung

Parallel zur Branche der Stahlverarbeitung beschäftigte sich das Unternehmen mit der Verarbeitung von Kunststoff. 1920 erwarb Röchling die Holzveredelung GmbH mit einem Patent auf Kunstharzpressholz. Dies gilt als Vorgänger der heutigen Kunststoffe. 

Mit der Entwicklung des thermoplastischen Kunststoffs Polystone 1964 und des glasfaserverstärkten Kunststoffs Durostone 1975 machte das Unternehmen große Fortschritte in Weiterverarbeitung von Kunststoff. 



Nach dem Einstieg in die Automobilbranche 1986 transformierte sich der Konzern zu einem globalen Unternehmen mit Tochtergesellschaften und Produktionsstandorten in den USA, China, Indien, Brasilien und Mexiko. Auch im medizinischen Bereich ist das Unternehmen präsent und erwarb 2008 eine medizinische Sparte eines Unternehmens. Damit deckt die Röchling-Gruppe einen Großteil der kunstoffverarbeitenden Branchen ab. Im Jahr 2016 schloß die Unternehmensgruppe ein Joint Ventur mit Japan.
"Unsere Investitionen haben Früchte getragen. Alle drei Unternehmensbereiche starteten gut ins neue Jahr. Insbesondere der Unternehmensbereich Automobil trug erneut stark zum Wachstum bei." Ludgar Bartels Vorstandsvorsitzender der Röchling Gruppe
Die Unternehmensgruppe erzielte 2016 einen Gewinn von ca. 150 Mio.€ bei einem Umsatz von 1,67 Mrd. €. Momentan beschäftigt das Unternehmen ungefähr 8.800 Angestellte.

Quellen:
http://app.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/siemens-porsche-merck-das-sind-deutschlands-reichste-unternehmer-clans/20245870.html?social=facebook.(Stand: 29,9)
http://www.tagesspiegel.de/advertorials/ots/roechling-se-und-co-kg-roechling-unveraendert-auf-wachstumskurs/19874880.html (Stand: 29.9)

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Montier: Geduld kann sich auszahlen! Nur wie?

James Montier beschreibt 4 Wege, wie sich Geduld für Value Investors auszahlt oder nicht.


Mit Geduld lösen sich Unterbewertungen aufSchon der Ur-Vater des Value Investings hat das Problem erkannt, dass man zu einer vernünftigen Value Investing Strategie Geduld benötigt, denn:

"Durch Nachlässigkeit oder Vorurteil verursachte Unterbewertung kann eine ungünstig lange Zeit andauern." 


Quelle: Montier(2010): Die Psychologie der Börse, S.617.

Aber wie lösen sich diese Unterbewertungen auf? Der Investor James Montier und wir sehen vier Wege, wie sich die Unterbewertung eines Investments auflösen kann:


  1. Es kommt zu einer Neubewertung durch eine Vielzahl die Marktteilnehmer. Der Markt erkennt, dass es zu einer falschen Preisbildung gekommen ist (Fall 1).
  2. Ein Investor erkennt die Unterbewertung und übernimmt das Unternehmen komplett, dadurch wird aber meist die Unterbewertung nicht vollständig aufgelöst (Fall 2)
  3. Die Dividenden führen zu höheren Erträgen für den Value Investor, es kommt aber nicht sofort zu einer Neubewertung des Marktes (Fall 3). 
  4. Es kommt zu einer Value Trap (Fall 4). Das Investment wird dauerhaft vom Markt anderes bewertet, der Investor läuft in eine Art Falle und kann keine zufriedenstellende Rendite erzielen.


Wie kann sich Geduld als Value Investor auszahlen?


Der Fälle 1,2 und 3 führen zu einer außergewöhnlichen Rendite und sind nur mit großer Geduld möglich. In einer einfachen Studie von Dresdner Kleinwort Macro Research wird dieser Eindruck bestätigt. In dieser Studie wurden nur Unternehmen des MSCI Europe gekauft, welche auf Basis der letzten 12 Monate das geringste Kurs-Gewinn-Verhältniss (untersten 20%) aufwiesen. Die Strategie erzielte im ersten Jahr eine etwa 3 Prozent höhere Rendite als der Benchmark (MSCI Europe). Wurde die Haltezeit um 1 Jahr verlängert, stieg die Outperformance auf 5,7 Prozent. In den folgenden drei Jahren stieg die Überrendite auf 8 bis 10 Prozent p.a. Das stellt einen klaren Beweis dar, dass das Investment in unterbewerteten Unternehmen mit geduldigen Halten sehr profitabel ist. 
Diese Kriterium Haltezeit gehört nicht umsonst zu den Eigenschaften von guten Value Investoren.

Quelle: Montier(2010): Die Psychologie der Börse, S.617-618.


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Die reichste Frau Frankreichs Liliane Bettencourt ist gestorben - Wie geht es mit L'Oréal weiter?

Wer erbt das Vermögen von Liliane Bettencourt und übernimmt den L'Oréal-Konzern?

LOreal Bild
loreal.de
Eine der reichsten Frauen der Welt Liliane Bettencourt ist gestorben. Ihr Vermögen von 33 Mrd. € und die damit einhergehende Verantwortung erbt die Tochter Françoise Bettencourt-Meyers. Doch bereits vor dem Tod der Mutter gab es große Auseinandersetzungen in der Familie. 


Rechtsstreit zwischen Liliane Bettencourt und Françoise Bettencourt-Meyers

Ausgangspunkt des Konfliktes waren Spenden für Politiker in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro, was der Presse natürlich als gefundenes Fressen galt. Es wurden verschiedene Affären aufgedeckt, die den Umgang der Milliardärin mit ihrem Geld zeigten. Ihre Tochter fand diese Bekanntgaben als sehr belastend für den Namen der Familie und der Firma. Somit endete der Streit zwischen Mutter und Tochter vor Gericht, um ein medizinisches Gutachten zu beantragen. Liliane wehrte sich mit Klagen wegen Psychoterrors gegen die Tochter. Der Prozess gegen die Mutter deckte auf, dass die Milliardärin große Gedächtnislücken hatte und sich viele Freunde und Bekannte am Vermögen bereichern wollten. 
Die Tochter Françoise Bettencourt-Meyers erreichte eine Art Enteignung ihrer Mutter wegen fahrlässigen Umgangs mit ihrem Geld. 

Die unternehmerischen Verdienste von Liliane Bettencourt rückten bei diesen Problemen sehr stark in den Hintergrund.




Geschichte L'Oréal

Das Unternehmen wurde 1909 von dem Chemiker Eugène Schueller gegründet und produziert Pflegemittel für die Haut. Mit der Emanzipation der Frauen nach dem 1. und 2. Weltkrieg  erschloss L'Oréal eine große Käufergruppe für Pflegeprodukte. Bereits 1963 ging das Unternehmen an die Börse und trieb seine Internationalisierung weiter voran. Bis zum Jahr 2000 wurde durch mehrere Übernahmen L'Oréal die Nummer 1 in der Kosmetikbranche weltweit. 
2016 erzielte L'Oréal 25,84 Mrd. € mit ca. 90.000 Mitarbeitern. Davon blieben 4,54 Mrd. € als Gewinn übrig. 

Quelle: 
http://www.loreal.de/gruppe/unternehmens%C3%BCberblick/zahlen-und-fakten (Stand: 24.9)
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-09/liliane-bettencourt-l-oreal-tot (Stand: 24.9)
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/reich-und-umstritten-loreal-erbin-bettencourt-mit-94-jahren-verstorben/20362006.html (Stand: 24.9)


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Graham: NetNets als Hausse-Indikator, heute und morgen?

Benjamin Graham nahm die Verfügbarkeit von wirklich preisgünstigen Aktien als Indikator für die Marktbewertung 


Verfügberkeit von Kaufgelegenheiten als Hausse-Indikator
"Wirklich preisgünstige Aḱtien sind in Hausse-Märkten verschiedentlich knapp geworden. Vielleicht hätte man sogar feststellen können, ob das Marktniveau zu hoch oder zu niedrig wurde, indem man gezählt hätte, wie viele Aktien unter ihrer Kennzahl aus Umlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten gehandelt wurden. Wenn diese Kaufgelegenheiten nahezu verschwunden sind, sollten die Anleger, wie die Vergangenheit zeigt, aus dem Aktienmarkt aussteigen und sich bis zum Hals mit US- Schatzbriefen eindecken."


Quelle:  Montier(2010): Die Psychologie der Börse, S.482 

Gibt es heute noch NetNets?



NetNets gibt es heute sehr sehr selten. NetNets sind Aktien mit einem günstigen Preis, welche unter den Umlaufvermögen (also Vermögen was man schnell liquidieren kann) abzüglich aller Schulden und Verbindlichkeiten gehandelt wird.
Der Markt ist etwas effizienter geworden, zugegeben. Außer in Krisenphasen kann es zu einer großen Übertreibung und zur Ineffizienz der Märkte kommen. In diesem Moment sind NetNets, also Aktien unter dem Liquidatsionswert, wieder zu finden.



Könnte es bald wieder NetNets geben?


Die Marktbewertung ist hoch. Die Zinsen sind niedrig. Wegen der Zinspolitik gibt es keine rentablen Alternativen. Die niedrigen Zinsen blähen die Gewinne der Unternehmen, wegen der niedrigen Zinsaufwendungen auf. Darüber hinaus ist der Ansturm auf ETFs enorm. Die preisgünstige Variante, sein Geld am produktiven Vermögen teilhaben zu lassen, setzt einige aktive Fondsmanager und Analysten unter Druck, ihre Kosten zu rechtfertigen. Das wird nicht jeden gelingen und einige werden ihren Job verlieren. Dadurch wird auch die Ineffizenz des Marktes wieder zunehmen, weil einige Unternehmen außerhalb des Index- und ETFsuniveriums nicht mehr unter der Beobachtung von fachkundigen Analysten stehen. Das Resultat könnte sein, das kleine NetNets zunehmen und uns als Value Investoren weitere Chancen eröffnen.




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Heinz Hermann Thiele kämpft um die Zukunft seines Imperiums hinter der Knorr-Bremse AG

Wird Heinz-Hermann Thiele die Knorr-Bremse AG halten können?

Bild Knorr-Bremse
knorr-bremse.de
Heinz-Hermann Thiele ist einer der einflussreichsten deutschen Unternehmer, hauptsächlich bekannt durch die Übernahme der Knorr-Bremse AG und einer Beteiligung an der Vossloh AG. In den Dachgesellschaften der Stella GmbH und KB Holding GmbH vereint Thiele seine Unternehmensanteile.

Konflikt in der Knorr-Bremse AG


Die Knorr-Bremse AG ist Weltmarktführer im Bereich Bremssysteme für Nutzfahrzeuge und Züge. Das Unternehmen mit Sitz in München beschäftigt über 25.000 Arbeitnehmer und gehört damit zu den größten deutschen Unternehmen. Die Zukunft des Unternehmens ist jedoch unklar, da der Sohn von Heinz-Hermann Thiele Henrik Thiele sich aus dem Unternehmen zurückgezogen hat. Der Ausstieg aus dem Unternehmen ist auf den Führungsanspruch des Vaters zurückzuführen.

Auseinandersetzung in der Stella GmbH


Auch in der Familienholding Stella gibt es interne Konflikte woraufhin Henrik Thiele ausscheidet und seine Unternehmensanteile abgibt. Damit ist die Zukunft der Knorr-Bremse AG weiterhin fragwürdig. Als eine Möglichkeit benennt Heinz-Hermann Thiele einen Börsengang des Bremsenherstellers, wobei die Familie Thiele die Mehrheit der Anteile behält. 


Der Hauptgrund für das Ausscheiden von Henrik Thiele aus allen Unternehmen der Familie ist auf den Macht- und Führungsanspruch des Vaters zurückzuführen. Er gilt allgemein als sehr misstrauisch und unerbittlich. 
"Solange ich aktiv bin, bleibt die Stimmenmehrheit bei mir" Heinz-Hermann Thiele
Trotz der Familienstreitigkeiten wird das traditionsreiche Unternehmen Knorr-Bremse weiter bestehen. Es wird interessant zu sehen, ob es mit der Familie Thiele als Mehrheitsgesellschafter oder ohne sie in die Zukunft geht.

Quelle: 
http://www.knorr-bremse.de/de/responsibility_1/mitarbeiter/mitarbeiter_und_fuehrung.jsp (Stand: 19.9)
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/knorr-bremse-henrik-thiele-scheidet-aus-stella-holding-aus-a-1159419.html (Stand: 19.9)
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/hall-of-fame-der-deutschen-wirtschaft-2017-a-1150085.html (Stand: 19.9)

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Schindler Holding AG - Schweizerischer Familienkonzern führend bei Aufzügen

Die Entwicklung eines des größten Aufzugbauers - Schindler Holding AG

Grundlagen des heutigen Erfolgs


Das Unternehmen befindet sich seit der Gründung 1874 durch Robert Schindler mehrheitlich in Familienhand und wird von der Familie geführt. Dies ist eines der größten Erfolgsgeheimnisse des Unternehmens. 
Schindler Logo
schindler.de

Alfred Schindler und sein Sohn Alfred F. Schindler bauten das Unternehmen in Sachen Kapazität und Produkten weiter aus. Sie meisterten dabei viele wirtschaftlichen Krisen und 2 Weltkriege. Das Unternehmen bestand trotz dieser Umwägbarkeiten weiter und konnte die technologischen Fortschritte des Kriegs für sich nutzen. Das verschaffte dem Unternehmen einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz, was dazu führte, dass erste Auslandsstandorte in Berlin und Sankt Petersburg eröffnet werden.

Führend in Europa


Durch das starke Wachstum konnte das Unternehmen sich an die Spitze der Aufzug- und Rolltreppenhersteller in Europa setzen. Diesen Erfolg galt es zu halten, weshalb die Familie die Schindler Holding AG gründete. Sie vereint nun die Anteile an Schindler unter einem Dach. 


Der heutige Vorstandvorsitzende Alfred N. Schindler trat 1977 in das Unternehmen ein. Mit der Erweiterung in Richtung Hongkong 1974 ging das Unternehmen einen großen Schritt in Richtung China. Als erstes Westunternehmen schließt Schindler 1980 ein Joint Venture in der Volksrepublik China und erobert so den chinesischen Markt. 
"Wir bewegen täglich eine Milliarde Menschen"
Durch diese Wachstumsstrategie und über 60 Unternehmensübernahmen, wie z.B. Atlas in Brasilien oder Haushahn in Deutschland ist Schindler heute in 100 Ländern vertreten. Der Konzern beschäftigte 2016 58.000 Angestellte und erzielt einen Umsatz von 9,7 Mrd. CHF (ca. 8,5 Mrd. €). Damit belegt das Unternehmen weltweit Platz 3 nach Otis und Mitsubishi Electric.

Investmentpotenzial von Schindler Holding AG


Der Markt bewertet das Familienunternehmen mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 2,2 und Kurs-Gewinn-Verhältnis von 27. Nach der Graham-Wachstumsformel sind rund 9% p.a. Gewinnwachstum über die nächste Dekade ((27-8,5)/2)) eingepreist. Kann das starke Familienunternehmen diesen Wert noch überbieten? Wenn ja, ist Schindler attraktiv bewertet.


Quelle: 
https://www.schindler.com/com/internet/en/about-schindler.html (Stand: 15.09)
https://www.schindler.com/content/com/internet/en/about-schindler/_jcr_content/rightPar/downloadlist_b136/downloadList/19_1461919093155.download.asset.19_1461919093155/Schindler-Company-Facts.pdf (Stand: 15.09)
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/245761/umfrage/wichtigste-unternehmen-im-bereich-aufzuege-und-fahrtreppen-nach-umsatz/ (Stand: 15.09)

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Erfolgskonzept: gemeinsam geteilte Skaleneffekte, Beispiel IKEA


Erfolgskonzept: was sind gemeinsam geteilte Skaleneffekte?



In diesem Konzept teilt das Unternehmen seine Kostenvorteile im Einkauf, Transport oder in der Produktion mit den Kunden, in dem es die Preise reduziert. Der niedrigere Preis lockt mehr Kunden an, also erhöht sich die Kundennachfrage. Der Kreislauf verstärkt den Effekt und der vorhandene Skaleneffekte wird nachhaltig vergrößert.

Wie nutzt IKEA das Prinzip der gemeinsam geteilten Skaleneffekte?


Das Einrichtungshaus IKEA nutzt das Prinzip der gemeinsam geteilten Skaleneffekte im Einkauf, Herstellung und Transport und erklärt es gut verständlich im folgenden Clip:





Das intelligente Ausnutzen der Skaleneffekte ist eine Grundsäule des Erfolgs von dem schwedischen Familienunternehmen und seinen Gründer Ingvar Kamprad.


Welche Familienunternehmen nutzt das Prinzip noch?


Die positive Dynamik dieses Effekt sieht man am großen Online-Handelriesen Amazon und weiteren Supermarktketten wie ALDI, Costoc und vielen mehr. Das Konzept der gemeinsam geteilten Skaleneffekte ermöglicht teilweise sehr dominante Strukturen aufzubauen, in dem man die Mitbewerber durch die Preispolitik aus dem Markt drängt. Nach dem sich die Mitbewerber reduziert haben und der Marktanteil hoch ist, besteht die Möglichkeit, die Preise wieder anzupassen. Diese Strategie ist bekannt als Penetrationsstrategie.



Das Konzept der gemeinsam geteilten Skaleneffekte kann nicht nur im Handel angewendet werden, sondern auch in anderen Branchen wie bei Versicherungs- und Sharingdienstleistung. Einige Versicherer haben eine höhere Schaden-Kosten-Quote (auch Combined Ratio genannt) als die direkten Mitbewerber. Das heißt, das Unternehmen verdient je Versicherung weniger und teilt mehr von der Versicherungsprämie mit den Versicherten. Ein ähnliches Konzept führte auch den Direktversicherer GEICO - eine Tochtergesellschaft von Berkshire Hathaway- zum Erfolg. Die Versicherungsnehmer schließen hier in der Regel die Verträge übers Internet und Telefon ab. Das spart den Unternehmen Vertriebsausgaben und bringt den Kunden konkurrenzfähige Preise.


Grundsätzlich kann die intelligente Nutzung der gemeinsam geteilten Skaleneffekte das Unternehmen sehr erfolgreich machen und so für sehr gute Renditen der Investoren sorgen.

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