Der Liebhaber- Test von Warren Buffett

Sieger- oder Opfertyp?


Mit einer Frage findet Value Investor Warren Buffett schnell heraus, ob eine Führungskraft, ein Unternehmer oder ein Investor zu den Siegern oder Opfern gehört. Die Frage lautet: 

“Wären Sie lieber der beste Liebhaber der Welt, den alle für den schlechtesten halten?

Oder wären Sie lieber der schlechteste Liebhaber der Welt, den alle für den besten halten?“
Quelle: Buffett & Clark(2011): Die Macht der Ehrlichkeit, S. 63.

Der Siegertyp

Siegertreppchen
pixabay.com

Unternehmer und Investoren folgen einer intrinsischen oder extrinsischen Motivation beziehungsweise Werten. Personen, die von ihren Werten überzeugt sind, ist es egal, was Leute über sie denken und die Presse über sie schreibt. Nur so konnte Warren Buffett überragende Investmentergebnisse erzielen, weil er wenn alle investieren und Euphorie herrscht, am liebsten verkauft und so gegen den Markt schwimmt. Der Markt erkennt die langfristig erfolgreiche Strategie nicht und hält den antizyklischen Investor für den schlechtesten Investor -sprichwörtlich “den schlechtesten Liebhaber der Welt“ in dieser Zeit (wie in der Dotcom). Hingegen kauft der Value Investor auch gerne, wenn der Markt sinkt und in der Regel alle Investoren vor Angst wegrennen.



Der Opfertyp


Investoren und/ oder Unternehmer, die sich den Wünschen von außen (der Presse, den Beratern usw.) beugen, weil diese Meinung ihnen besonders wichtig ist, werden nicht lange Erfolg haben.

Zum Beispiel werden sie in den Zeiten des billigen Geldes Fremdkapital mit variablen Zinsen aufnehmen, um eine Unternehmensübernahme oder -beteiligung zu horrenden Preisen zu tätigen. Dies freut natürlich den Bankberatern des Vertrauens und die anderen Marktteilnehmer. Diese Entscheidung kann sich als nicht nachhaltig erwiesen.
Es geht einher, das sich solche Typen als Opfer der Umstände (niedrige Zinsen, Konjunkturzyklus schien gebrochen, Euphorie usw.) sehen.
Opfertypen sind sehr mit Vorwürfen gegenüber anderen (Bankberater, Team usw.) sowie mit der Erklärung des eigenen Versagens - damit man wieder als “bester Liebhaber der Welt“ gehalten wird - beschäftigt, als die Probleme anzugehen, den Ursprung zu suchen und die Herausforderungen zu bewältigen.

Wie geht es besser?


Siegertypen suchen hingegen den Fehler, übernehmen die volle Verantwortung (nicht das Team oder die Berater usw.) und können das Problem nachhaltig lösen.

Quelle: Buffett & Clark(2011): Die Macht der Ehrlichkeit, S. 63-66.


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Limited Brands: ein Familienunternehmen hinter Victoria's Secret mit hängendem Engelsflügeln

Ein weltweit fast unbekanntes Familienunternehmen mit unglaublich bekannten Marken: Limited Brands.

Vorstellung von Dessous
victoriasecret.com

Der weltweit größte Bekleidungskonzern Limited Brands ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt, tritt aber durch große Marken, wie Victoria's Secret, Bath & Body Works und Pink nach außen auf. Der Konzern hat ganz klare Regeln, die einer der Hauptgründe sind warum das Unternehmen gut am Markt da steht und seinen Einfluss weiter ausbaut. 

Die Ideen von Großaktionär und CEO Leslie Wexner bringen das Unternehmen in die Position des weltweit größten Bekleidungskonzerns.
Leslie Wexner hat Bath & Body Works eigenhändig aufgebaut und Victoria's-Secret als Start up im Jahr 1982 von Roy Larson Raymond übernommen.


Die Victoria's-Secret-Show findet jedes Jahr vor der Weihnachtszeit statt. In dieser Show laufen die berühmtesten und schönsten Modells mit Reizwäsche über den Laufsteg. Zu den Modells gehören unter anderem Alessandra Ambrosio, Adriana Lima, Heidi Klum, Bella, Gigi Hadid und Kendall Jenner - ein junges Instagram-Model. Ein erster Blick auf die Anzahl der Instagram Abonnenten der Schönheiten zeigt: Kendall Jenner mit 82 Millionen, Alessandra Ambrosio mit 8,6 Millionen und Adriana Lima mit 11,2 Millionen. Man kann sich vorstellen, dass die Bilder um die Welt gehen und das Markenimage prägen.



Was hat L Brands bisher ausgezeichnet?


  • Der Konzern konnte starke Marken mit Victoria Secret, Bath Body und Pink entwickeln. Vor allem Victoria's Secret ist laut einer Studie von Conde Nast Inc. und Goldman Sachs Group Inc die beliebteste Marke von jungen Konsumenten im Alter von 13 bis 34, gefolgt von Sephora, Nike, Coach, Kate Spade und Michael Kors.
  • Dank der beliebten Marken hat das Produktportfolio von L Brands eine gewisse Preissetzungsmacht und kann Bruttomargen von über 35% verbuchen. Im ersten Halbjahr waren es 37 %.
  • Das Unternehmen hat über die letzten fünf Jahre eine Rendite aufs investierte Kapital (ROIC) von 16 % im Schnitt erzielt und damit Mehrwert für die Aktionäre schaffen können, weil die Kaptialkosten in der Regel niedriger liegen
  • Gute optimierte Wertschöpfungskette mit hoher Umschlaghäufigkeit 
  • L Brands hat eine extrem aktionärsfreundliche Politik und hat seit 2009 die gegenwärtig Marktkapitalisierung (rund 10,4 Mrd. US-Dollar) mit Hilfe von Dividenden und Aktienrückkäufen an den Aktionär ausgekehrt. 

Was lief bei L Brands nicht so rund?


  • Extrem zurückhaltende internationale Expansion, kaum Geschäfte in Europa und Asien, was auch ein Wachstum in nächster Zeit ermöglichen kann
  • Schuldenaufnahme für Aktienrückkäufe und Dividenden. Die Nettoverschuldung liegt bei 4,4 Mrd. US-Dollar und dem steht ein von L Brands erwarteter Free Cashflow von 650-700 Mio. USD fürs Geschäftsjahr 17 gegenüber. In den letzten Jahren wurde rund 1 Mrd. US-Dollar freiverfügbarer Cashflow generiert.
  • Aktienrückkäufe bei einer Überbewertung des Unternehmens getätigt und damit klar Geld der Aktionäre verbrannt
  • die extremen Aktienrückkäufe führten zu einem negativen Eigenkapital von 0,9 Mrd. US -Dollar und reduzieren die Kreditwürdigkeit
  • stockende Wachstumsrate vor allem bei Victoria's Secret in letzter Zeit. L Brands verzeichnete im ersten Quartal eine negative Rate im Umsatz von 1% bei fortgeführten Geschäftsbereichen und 7% mit aufgegebenen Geschäftsbereichen, wie Victoria's Secret Bademoden und im zweiten Quartal 2% und 5%.
Es ist klar, dass die Grenzen von stationären Handel und Online immer mehr verschwinden. L Brands kann durch die bekannten Marken und der Beliebtheit bei der jungen Zielgruppe verschiedenste Berührungspunkte wie stationär, online und mobil nutzen, um eine Kaufentscheidung effizienter herbeizuführen und so Potenziale zu heben.
Vor allem die Dürfte kommen laut den Bewertungen gut bis sehr gut bei der Zielgruppe an.

Nur auf die Stores sollte sich das Unternehmen nicht verlassen, weil die Fixkosten wie Miete, Verkaufspersonal usw. bei rückläufiger Nachfrage, wie gegenwärtig, sehr auf die Margen drücken.


Investmentpotenzial von Limited Brands


Nach dem Rückgang der Wachstumszahlen hat sich der Kurs fast gedrittelt und Limited Brands ist gegenwärtig mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 11,1 -d.h. eine Gewinnrendite von 9%- und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,85 bewertet. Nur zum Vergleich: Die genannten Unternehmen Nike, Michael Kors und Coach werden gegenwärtig mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 2,7x, 1,5x und 2,5x gehandelt. Ein weiteres Familienunternehmen mit Konzentrationen auf Dessous ist Van de Velde NV und wird gegenwärtig mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 2,7 und Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16,7 bewertet.

Bei einem normalisierten Gewinn je Aktie von 3,00 US Dollar liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 12. L Brands erwartet 3,0 und 3,2  US Dollar Gewinn je US Dollar für 2017 und konnte die vergangenen Geschäftsjahre 2014, 2015 und 2016 je 3,5; 3,99 und  3,74 erzielen. Die Wachstumsrate des Gewinns müsste bei einen KGV von 12 rund 1,75 % ((12-8,5)/2) über die nächsten 7-10 Jahre betragen, um den gegenwärtigen Kurs zu rechtfertigen.

Kommen Sie zu der Einschätzung, dass aufgrund der starken Marken und der Konzentrationen auf Unterwäsche und Beauty höheres Wachstum plausibel erscheint, könnte eine Unterbewertung nach der Graham Wachstumsformel vorliegen.


Quelle:
https://www.bloomberg.com/news/articles/2017-04-19/victoria-s-secret-and-nike-rank-among-top-brands-for-millennials
http://investors.lb.com/phoenix.zhtml?c=94854&p=irol-irHome





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Schloss Wachenheim AG und das lohnende Geschäft mit dem Sekt

Was passt besser zu einem Sektfabrikant als ein Schloss?

Sekt ist ein Produkt, das sich über Jahrhunderte kaum verändert hat und immer noch nach dem traditionellen Rezept produziert wird. So kann auch die Schloss Wachenheim AG auf eine lange Tradition zurückblicken und ist heute der größte Hersteller für Sekt weltweit mit vielen verschiedenen Marken.

schloss-wachenheim.com
Alles begann mit der Errichtung eines Schlosses durch Freiherr Johann Georg von Sussmann um 1725. Die Tradition des Weinanbaus startete 1880 mit dem Kauf des Schlosses Wachenheim durch Weinhändler Georg Böhm. Er hatte die Idee, das Schloss in eine Schaumweinfabrik umzuwandeln. Die offizielle Firmengründung erfolgte 1892 unter dem Namen "Sektkellerei Schloss Wachenheim AG“, damit ist die Aktiengesellschaft mit über 125 Jahren eine der ältesten AGs in Deutschland.

Von 1924-1939 ließ Carl Josef Wagner das Schloss umgestalten, um es für Besucher interessant zu machen. Viele der gebauten Objekte, wie die Abfüllhalle, sind bis heute erhalten.

In den 90er Jahren fand ein großer Umschwung im Unternehmen statt. Die Sektkellerei wurde von der Trierer Sektkellerei Faber übernommen. Beide Unternehmen formieren ab da unter dem Namen "Schloss Wachenheim AG". Die Fusion brachte viele Chancen für beide Unternehmen. Zu der Schloss Wachenheim AG kamen weitere Unternehmen aus Deutschland, Frankreich und Osteuropa. Heute ist der Konzern der größte und bedeutendste Sekthersteller in Europa als auch weltweit.

Das Stammhaus Schloss Wachenheim wurde in den 90er Jahren sehr kostenintensiv modernisiert und ist heute einer der fortschrittlichsten Flaschengärbetriebe in Deutschland.

Familienunternehmen mit bekannten Marken


Geleitet wird das Unternehmen von Nick Reh, ein Mitglied der Unternehmerfamilie Faber. Seine Geschwister sind ebenfalls im Weingeschäft tätig und unterstützen ihren Bruder bei der Entwicklung des Konzerns. Insgesamt hält die Familie 70% des Wachenheim Konzerns.
„Die Familie ist extrem wichtig“ Nick Reh

Unter der Dachgesellschaft formiert der Konzern bedeutende Marken wie Faber, Bar Royal, Blu, Robby Bubble, CinCin und Piccolo. Mit diesen Marken ist die Schloss Wachenheim AG weltweit Marktführer in der Sektherstellung. Der größte deutsche Konkurrent ist Rotkäppchen Sekt.

Mit 293,2 Mio € Umsatz und 1209 Mitarbeitern erreicht der Konzern einen Jahresüberschuss von 13,5 Mio. €.

Investmentpotenzial von der Schloss Wachenheim AG


Schloss Wachenheim AG hat eine solide Bilanz und ist zurzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 11,8 - bedeutet eine Gewinnrendite von 8,5%- und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,5 bewertet. Der Sekthersteller konnte über die letzten zwei Jahre jeweils 1,29 € je Aktie und über die letzten zwölf Monate 1,61 € je Aktie verdienen. Der gemittelte Gewinn je Aktie entspricht dann rund 1,40 €. Das Verhältnis zum gegenwärtigen Kurs ist rund 13,5.
Nun die wichtige Frage: Welches Wachstum muss die Schloss Wachenheim AG erwirtschaften, um diesen Preis zu rechtfertigen? Nach der guten Wachstumsformel von Graham sollte das Gewinnwachstum bei 2,5 Prozent p.a. ((13,5-8,5)/2) über die nächsten 7-10 Jahre liegen, um die aktuelle Bewertung zu rechtfertigen. Gewinnsteigerung von bestenfalls über 18% absolut innerhalb der nächsten 7 Jahre kann über die Erhöhung der Absatzmenge und / oder Preise sowie die Steigerung der Produktivität sowie der Marge erfolgen. Trauen Sie das dem Hersteller von Perlwein unter den Marken wie Faber, Cin Cin und Nymphenburg  mindestens zu? Dann deutet es auf eine Unterbewertung hin.

Quellen: 
https://www.schloss-wachenheim-pfalz.de/cms/geschichte-1001.html (Stand: 15.08.17)
https://www.schloss-wachenheim.com/cms/start_investor_relations-1006.html (Stand: 15.08.17)
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/nick-reh-hat-aus-schloss-wachenheim-den-groessten-sekthersteller-der-welt-gemacht-schampus-fuer-alle-seite-3/2292246-3.html (Stand: 15.08.17)
https://www.bloomberg.com/quote/SWA:GR  (Stand: 15.08.17)




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Königsinvestor wird ein Jahr -Ergebnisse und Perspektiven-

Königsinvestor wird ein Jahr!

Ergebnisse:


Es gibt exzellente Unternehmer und es gibt überragende Value Investoren. Unsere Aufgabe, die beiden Denkweisen und langfristigen Prinzipien zu kombinieren und so einen nachhaltigen Erfolg zu ermöglichen, ist schwierig und keinesfalls trivial. Wir wollen uns diesem  Projekt mit Herzblut widmen, weil es eine gute Basis für den langfristigen Erfolg an der Börse ist. Bisher stößt das Projekt auf gute Nachfrage, so gehen wir bald auf die 14000 Seitenaufrufe zu. Die große Anzahl an Seitenaufrufen kommt für uns überraschend, weil wir nicht den schnellen Weg zum Reichtum anbieten und schon gar keine Spekulanten bedienen wollen, sondern  nur eine kleine Nische von langfristigen Investoren in gut geführte Familienunternehmen.  
Königsinvestor wird ein Jahr

Perspektiven von Königsinvestor:


Wir wollen auch mit unserer antizyklischen Verhaltensweise langfristigen Mehrwert schaffen und nicht auf Teufel komm raus bei den gegenwärtig hohen Bewertungen in einigen Branchen investieren. Da sind wir der gleichen Meinung wie James Montier, der sich in der FuW am 04.04.2017 wie folgt äußerte:

“Wer aufgrund von Bewertungen investiert, muss einen Horizont von über drei Jahren haben. Denn es gibt nichts, was teure Vermögenswerte davon abhält, noch teurer zu werden. Das könnte auch diesmal wieder passieren. Ich denke einfach nicht, dass man das Investieren nennen kann, denn es ist Spekulieren.
FuW: Weshalb ist das Spekulieren?
James Montier:
Weil man etwas kauft, obschon man weiss, dass es teuer ist. Aber man kauft es trotzdem, weil man glaubt, vor allen anderen aussteigen zu können. Wie wir wissen, ist das äusserst schwierig.“




Diese Zeit von bis zu drei Jahren wollen wir nutzen, um unsere Investoren-Tools zu schärfen und neue Methoden zur Unternehmensbewertung kennen zu lernen. Und noch viel wichtiger: Um Familienunternehmen mit ihrer Kultur und Geschichte zu verstehen und bei günstigeren Kursen problemlos mit unserer geforderten Einstiegsrendite in die besten Unternehmen mit nachhaltiger Denkweise und Kultur investieren zu können.

Wir haben einen großen Vorteil, welchen wir für eine langfristige Rendite nutzen wollen: Unser Alter (unter 30 Jahre).  Wir haben Zeit, viele Tools und Methoden zu lernen und zu analysieren und viele großartige Unternehmen kennen und verstehen zu lernen und ihren Wettbewerbsvorteil zu analysieren. Der Zinseszins- Effekt kann sich so grandios entfalten, ganz nach einem chinesischen Glückskeks-spruch:

“Ihre finanzielle Situation kann sich verbessern, wenn Sie beharrlich am Ball bleiben.“

Wir bedanken uns bei unserem Lesern, Partnern und Unterstützern.

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Was haben wir von Value Investoren und Unternehmern gelernt?

Value - Investoren und Familienunternehmer Rückblick im ersten Halbjahr 2017


Was haben wir von Value Investoren und Unternehmern gelernt?

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langfristiger Horizont


Ganz nach dem Motto von Charlie Munger:

"Viel Geld verdient man nicht mit Kaufen und Verkaufen ... aber mit Warten"
"the big money is not in the buying and selling... but in the waiting."
"Wir sind ein börsennotiertes Unternehmen mit dem Charakter einer Familiengesellschaft." Jungheinrich AG. Das Unternehmen denkt langfristig und sieht eine gute Perspektive in der Zukunft.

"Für jemanden, der regelmäßig investiert und einen langen Atem hat, ist es positiv, wenn die Kurse zeitweise sinken." meinte Peter Lynch
"Mir war bewusst, dass ich als 29-Jähriger den Vorstand eines börsennotierten Unternehmens vor allem deshalb übernehme, weil ich der Sohn bin. Es galt, mich zu beweisen. Das sorgte für Bodenhaftung." Per Ledermann Nachfolger der Edding AG

Schwachstellen, Schwachpunkte und Maßnahmen:


“Eine Sache - die interessant ist und über die die Menschen nicht genug nachdenken- werden Sie bei den meisten Unternehmen und den meisten Menschen feststellen: Meistens erwischt einen das Leben am schwächsten Punkt. Die nach meiner Erfahrung größten Schwachpunkte: Ich habe mehr Menschen gesehen, die wegen Alkohol und Hebeln gescheitert sind - wobei Hebel geliehenes Geld sind.“ so Value-Investor Warren Buffett
„Hermle wird zwar Federn lassen müssen, aus der bevorstehenden Konsolidierung der Branche aber als Sieger hervorgehen.“ Stefan Maichl über Hermles Position in der Maschinenbau-Krise. Das Familienunternehmen wird trotz der Schwächephase gestärkt aus der Krise hervorgehen.  


Laut Charlie Munger gibt es:

“zwei Arten von Unternehmen: Die erste verdient 12 Prozent, die man am Ende des Jahres aus ihnen herausnehmen kann. Die zweite Art verdient ebenfalls 12 Prozent, aber all das verdiente Geld muss wieder investiert werden - es gibt nie freies Cash. Das erinnert mich an den Mann, der sich all seine Maschinen anschaut und sagt: “Das ist mein gesamter Gewinn.“ Wir hassen diese Art von Unternehmen.“
Claus Hipp über den Unterschied des Unternehmenswertes und tatsächlich vorhandenem Cash:
„Sie müssen unterscheiden, was ein Unternehmen wert ist und was man auf der hohen Kante hat. Den Wert will ich nicht versilbern.“ als Erklärung sein geschätztes Privatvermögen
Johann Rupert vom Schweizer Luxusgüterhersteller Compagnie Financière Richemont:
“Ich habe in meinem Leben zu viele Katastrophen gesehen. Die Cashreserven sind unsere Festung.“
Zum Thema Cash und Schulden teilt Warren Buffett diese Meinung:
"Geliehenes Geld hat keinen Platz im Investoren-Werkzeugkasten. An den Märkten kann jederzeit alles passieren.


Einstellung und Verantwortung 

„In jeder Schweißnaht, jedem präzise gebogenen Blech, jeder parametrischen Planung, in Gehäusen, in der Medizintechnik und in der Kunst steckt unser Anspruch, mit Metall Erlebnisse zu schaffen“ Uwe Arnold, Chef der Arnold AG über die Unternehmenseinstellung
Klaus-Michael Kühne nach der Übernahme und Rettung von Hapag Loyd. Eines der einflussreichsten Unternehmen in Hamburg:
"Das war aus Verantwortung für die Stadt Hamburg." Klaus-Michael Kühne nach der Übernahme und Rettung von Hapag Loyd
"Es ist bemerkenswert, welche langfristigen Vorteile sich Leute wie wir verschaffen, indem sie versuchen, konsistent nicht dumm zu sein statt besonders intelligent. Es muss eine gewisse Wahrheit in dem Sprichwort liegen, dass es immer die besten Schwimmer sind, die ertrinken." so Value Investor Charlie Munger.

weitere Beiträge:


Mit der 72er Regel den Verdoppelungszeitraum von Kapital sowie Umsatz und Gewinn ermitteln.

Das Wunder von den Alb - Die Berthold Hermle AG

Das Aktien-Anleihe-Prinzip: Buffetts Weg zum Reichtum​


Weitere lehrreiche Beiträge befinden sich auf der Seite:

Was haben wir gelernt?




Wir blicken auf ein sehr interessantes und lehrreiches erstes Halbjahr 2017 zurück. Seit mehreren Monaten konnten wir durch unsere Recherchen viel über die Einstellungen und Denkweisen von Unternehmern und Investoren lernen. Wir erfuhren viele neue Dinge über Investmentstrategien, die unser Leben als Investor nachhaltig prägen und langfristig große Erfolge gewährleisten.

Wir danken unseren Lesern, dass Sie dieses Interesse mit uns teilen und die Beiträge mit befreundeten Investoren- sowie Unternehmer teilen und diskutierten!



Quelle:
Griffin(2016): Charlie Munger, Ich habe dem nichts hinzuzufügen.
Kostolany(2015): Die Kunst, über Geld nachzudenken,
Mary Buffett & David Clark (2015): So liest Warren Buffett Unternehmenszahlen.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) - einfache, transparente, aber manchmal auch verzerrende Bewertungskennziffer

Was ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis?


Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (auch KGV genannt) findet man bei jeder fundamental orientierten Unternehmensvorstellung in Zeitungen sowie Vorträgen oder im Gespräch mit Value Investoren wieder. Also sollten wir einmal klären, was hinter der Bewertungsmetrik Kurs-Gewinn-Verhältnis steht, welche Vor- und Nachteile das KGV hat und welche Varianten es noch gibt!
Kurs Gewinn Verhältnis ist eine Bewertungskennziffer

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis berechnet man indem man den gegenwärtigen Kurs der Aktie durch den Gewinn je Aktie des letzten Geschäftsjahres oder der letzten zwölf Monate teilt. Als Beispiel nehmen wir das Familienunternehmen SIXT und konzentrieren uns auf die Vorzugsaktie zu einem aktuellem Kurs von 48,50 EUR. Dem Anteilseigner der Vorzugsaktie steht ein Gewinn je Aktie von 3 EUR der letzten zwölf Monate oder vom letzten Geschäftsjahr zu. Teilen wir jetzt den Kurs von 48,5 EUR durch den Gewinn je Aktie (3 EUR) erhalten wir ein Verhältnis von 16,166, also rund 16,2. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von Sixt Vorzugsaktien beträgt damit 16,2.

Formel:                 Kurs je Aktie / Gewinn je Aktie = Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Beispiel SIXT Vz:      48,5           /              3              =             16,166

Durch diese einfache Division kann man eine Aussage tätigen, wie lang das Unternehmen braucht, um den Kaufkurs durch den Gewinn an den Aktionär wieder zurückzugeben. Der SIXT Vorzugsaktionär müsste bei konstantem Gewinn rund 16 Jahre warten bis sich die Investition dank des Gewinns gelohnt hat.

Wie entsteht daraus die Gewinnrendite?


Was entspricht das für eine Rendite auf den investierten Betrag, kommt als nächste Frage auf. Hierzu muss man eins durch das Kurs-Gewinn-Verhältnis teilen. Am Beispiel SIXT Vorzugsaktien erhält man gegenwärtig eine Gewinnrendite von 6,2 Prozent (1/16,2).

Formel:                 (1 /  Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)) *100 = Gewinnrendite

Beispiel SIXT Vz:      (1           /              16,166)     *100        =             6,2%


Was sind die Vorteile des KGVs?


Das KGV bietet auch eine gute Vergleichbarkeit gegenüber der Bewertung des Gesamtmarktes und / oder gegenüber Konkurrenten. Wichtig ist hierbei, stets Gleiches mit Gleichem zu vergleichen, also nicht das aktuelle KGV von Unternehmen X  mit einem prognostizierten KGV von Unternehmen Y vergleichen.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist eine sehr transparente Metrik, welche sehr gut zu verstehen ist. Der Unternehmenseigentümer profitiert vom Gewinn des Unternehmens, wie der Immobilienbesitzer von den Mieteinnahmen abzüglich der Kosten. Das KGV spiegelt wider, wie viele Jahre der Eigentümer bei gleich bleibenden Gewinn benötigt, um den investierten Betrag zurück zubekommen oder wievielmal der Investor das gegenwärtigen Nettoergebnis je Aktie für eine Aktie zahlen muss.


Welche Nachteile hat das Kurs-Gewinn-Verhältnis?


Leider kann das Kurs-Gewinn-Verhältnis manchmal eine Schein- Attraktivität des Investments vortäuschen, weil der Gewinn starken Schwankungen unterworfen ist.

Ein Beispiel: Das Unternehmen hat in den letzten 12 Monaten Unternehmensbereiche oder Unternehmensimmobilien veräußert und so einen außerordentlichen Gewinn verbucht. Von diesem einmaligen Gewinn kann der zukünftige Aktionär nur noch durch eine Sonderdividende oder einer guten Bilanzstruktur profitieren. Man sollte den Blick auf das Kerngeschäft des Unternehmens nicht verlieren.

Zum Beispiel können brasilianische Unternehmen mit schlechten operativen Geschäft auch zu einem sehr günstigen Kurs-Gewinn-Verhältnis bewertet sein, weil sie durch eine gute Bilanz mit Net Cash hohe Zinserträge erwirtschaften und der hohe Netto- Gewinn nicht vom Kerngeschäft abhängt, sondern von den außergewöhnlichen Rahmenbedingungen. Deshalb sollte man bei jedem interessanten Unternehmen einen Blick in den Geschäftsbericht werfen und nicht nur anhand von günstigen Metriken kaufen. Das KGV gibt keinen Einblick in die finanzielle Stabilität des Unternehmens.

Darüber hinaus sind bei zyklischen Unternehmen die Kurs-Gewinn-Verhältnisse in Boom-Phasen besonders niedrig, jedoch kann der hohe Gewinn meistens nicht lang aufrechterhalten werden und das Kurs-Gewinn-Verhältnis normalisiert sich bald wieder.

Welche KGV- Varianten gibt es noch?


Um diese Verzerrungen (wie beispielsweise hohe Zinserträge, einmalige Erlöse oder Zyklushochs) zu normalisieren, lohnt sich ebenso ein Blick auf langfristige Kurs-Gewinn-Verhältnisse. Die bekanntesten Kurs-Gewinn-Verhältnisse sind das Graham-KGV und das Shiller-KGV. Diese beiden Varianten beziehen sich auf die Gewinne der letzten 10 Jahre und sind so deutlich weniger anfällig für kurzfristige Schwankungen.


Graham-KGV:

Formel:                 Kurs je Aktie / Gewinn je Aktie im Durchschnitt der letzten 10 Jahre = Graham- Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Beispiel SIXT Vz:      48,5           /              2,11              =             23


Shiller-KGV:

Formel:                 Kurs je Aktie / Gewinn je Aktie im Durchschnitt der letzten 10 Jahre (inflationsbereinigt) = shiller - Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Der Unterschied liegt hauptsächlich darin, dass Shiller den Gewinn je Aktie noch inflationsbereinigt. Auf diese Tools zur Unternehmensbewertung werden wir noch im Detail eingehen.

Ist ein prognostiziertes KGV nützlich?


Die prognostizierten KGVs basieren auf Gewinnschätzungen von Branchenanalysten, welche in der Regel sehr zyklisch agieren. Die Meinung der Analysten ist in guten Zeiten von Euphorie und in schlechten Zeiten von Pessimismus geprägt. Insgesamt sollte man bei prognostizierten KGVs einen eigenen Plausibilitätscheck durchführen.

Quelle:
www.bloomberg.com/quote/SIX3:GR (abgerufen 9.8.2017)
www.fuw.ch/article/was-das-kgv-dem-anleger-verraet/ (abgerufen 9.8.2017)

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B.Braun Melsungen von der Apotheke zum Weltkonzern


Die Geschichte des deutschen Familienkonzerns B. Braun Melsungen AG

B.Braun Melsungen Sharing Expertise
bbraun.de
Bereits 1839 begann die Unternehmensgeschichte von B.Braun mit dem Kauf einer kleinen Apotheke in Melsungen von Julius Wilhelm Braun im Alter von 31 Jahren. Innerhalb kürzester Zeit erweiterte der Jungunternehmer sein Geschäftsmodell um einen Versandhandel für Heilkräuter. Stillstand war für ihn nie eine Option. 

Auch seine ältester Sohn Bernhard Braun suchte dauerhaft nach neuen Lösungen und erfand so den Migränestift gegen Kopfschmerzen und Pflaster gegen Wunden. Damit begann die Produktion von pharmazeutischen Erzeugnisse. Das Produktionsspektrum wurde erweitert auf den so genannten "Höllensteinstift", ein probates Mittel gegen Warzen.

Der Enkel von Julius Wilhelm Braun, Carl Braun schafft den Einstieg in die industrielle Fertigung von Pharmazieprodukten mit einer revolutionären Erfindung in der Medizin. 1908 entdeckte Carl Braun mit Katgut ein steriles Nahtmittel. Damit löste er eines der größten Probleme in der Medizin und erreichte das sich Narben nicht mehr entzündeten. Die Nachfrage der Produkte schoss nach oben und B.Braun wuchs zu einer industriellen Größe. Die Erfindung des Nahtmittels legte den Grundstein für die Erfolgsgeschichte von B.Braun. 
"Wir bleiben ein unabhängiges Familienunternehmen, das mutig Ideen für die Medizin entwickelt, um das Leben und die Gesundheit von Menschen zu verbessern." Unternehmensleitbild B.Braun

Unter der Führung von Otto Braun und seinem Sohn Ludwig Georg Braun wuchs das Unternehmen dynamisch weiter. Die internationale Expansion wurde stark vorangetrieben. Heute ist B.Braun Melsungen auf allen Kontinenten vertreten und beschäftigt 58.000 Angestellte. Durch immer neue Erfindungen gelingt es dem Unternehmen, sich immer weiter zu entwickeln und stark zu wachsen. Der Fortschritt in der Medizin ist stark von der Arbeit bei B.Braun Melsungen abhängig, damit ist B.Braun eines der wichtigsten und größten deutschen Familienunternehmen.

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Quelle: 
https://www.bbraun.de/de/unternehmen/geschichte/unsere-erfolgsgeschichte.html
https://www.bbraun.de/de/unternehmen/geschichte/wundverschluss.html

Buffett entwickelte den heiligen Gral des Investierens. Warum?

Dank Benjamin Graham entwickelte Buffett den Heiligen Gral des Investierens.

Was war der Ursprung von Buffett's Investment Methode?


In seiner Zeit bei Benjamin Graham hatte Buffett bei einem der besten Value Investing Lehrmeister studieren dürfen. Dieses Studium verhalf ihm dabei, die Schwächen von Benjamin Graham zu analysieren. Benjamin Graham konnte schon auf hervorragende Investmentrenditen zurückschauen, dennoch unterliefen ihm einige Fehler oder Tätigkeiten, welche die Performance minderten. Und weil man ja bekanntlich aus Fehlern am meisten lernt, schaute sich Warren Buffett die Fehler seines Lehrmeisters genauer an und probierte sie zu verbessern.

Was waren die Fehler von Benjamin Graham?


Benjamin Graham kaufte eigentlich alle Unternehmen, egal ob von guter oder schlechter Qualität, wenn der Preis nur günstig genug war und er in seinen Augen einen Abschlag zum inneren Wert erhalten konnte. Das führte dazu, dass auch einige Unternehmen mit minderer Qualität nicht zu ihrem Inneren Wert zurück kehrten oder bei denen sogar die Insolvenz nicht aufzuhalten war.

Weil die Investmentqualität dieser Unternehmen oder deren Geschäftsmodelle wirklich schlecht und nicht vorhersagbar waren, ließen sich Totalverluste nicht vermeiden. Diese Totalverluste im Portfolio ärgerten vor allem Warren Buffett sehr.
Denn seit seiner Jugend hatte er zwei Lektionen gelernt:
Verliere niemals Geld lautete seine Regel Nummer 1 und Regel Nummer 2, vergiss nicht Regel Nummer 1.


Benjamin Graham war sich diesem Risiko des Totalverlust bewusst, weshalb er seine Investments breit diversifizierte. Durch die breite Diversifizierung mit teilweise über 100 Unternehmen musste er viele Trades vornehmen, die Kosten verursachen und konnte in der Analyse den einzelnen Unternehmen nicht so viel Zeit widmen.

Des Weiteren verkaufte Graham die Unternehmen innerhalb von zwei Jahren wenn sie fielen oder bei einer Rendite von über 50 %. Das gefiel Warren Buffett ebenso wenig. Er beobachtete, dass Kurse weiter stiegen und die Unternehmen sich gut entwickelten nachdem sein Lehrmeister Benjamin Graham auf den Verkaufsbutton gedrückt hatte oder dass Unternehmen, bei denen Graham Verluste realisierte, weiterhin unterbewertet waren und später im Kurs stiegen.

In Buffetts Augen ließ man dadurch ein großes Stück der Rendite auf der Strecke liegen und konnte im Endeffekt nicht die absolut beste Performance erzielen. Der schnelle Verkauf von Unternehmensanteilen führte auch zu einer zusätzlichen Steuerbelastung, die den Erfolg vom langfristigen investieren reduziert. Nach dem Motto:

"Es war, als hätten sie Fahrkarten für eine Zugfahrt gekauft, wären aber lange vor dem Zielbahnhof ausgestiegen, weil sie gar nicht wussten, wohin der Zug fahren würde."

Quelle:Mary Buffett & David Clark (2015): So liest Warren Buffett Untrnehmenszahlen. S. 24.

Was war die Quintessenz aus der Fehleranalyse des Lehrmeisters Benjamin Graham?

Unternehmen mit Burggraben

Es war der Heilige Gral des Investierens. Warren Buffett wollte Unternehmen finden, welche eine ausgezeichnete Rentabilität und Wirtschaftlichkeit haben. Diese Unternehmen sollten ihre Marktstellung durch einen Wettbewerbsvorteil sichern und ausbauen können. Wenn Warren Buffett geduldig auf eine Möglichkeit wartete, ein Unternehmen mit enormen Wettbewerbsvorteil zum günstigen Preis kaufen zu können, musste er nach Erwerb des Qualitätsunternehmens nur noch warten bis das Unternehmen am Markt richtig bewertet wird und es sein langfristiges Potential entfaltet. Durch diesen Ansatz konnte er herausragende Renditen erzielen, wie im Fall Coca-Cola und American Express, welche wir in dem Artikel Aktien-Anleihe Prinzip geschildert haben. 

Was sind die Vorteile von Investitionen in Qualitätsunternehmen zum günstigen Preis?


  • die Verbreiterung der Wettbewerbsvorteile führt zu besserer Wirtschaftlichkeit und der stetigen Steigerung von Gewinn-, Free Cashflow und Dividenden
  • Minimierung des Insolvenzrisikos
  • Risikominimierung, weil man Qualitätsunternehmen zu einem günstigen Preis kauft
  • Gewinnpotenzial steigt, auf Grund des niedrigen Preises im Vergleich zur zukünftigen Ertragskraft
  • Kapitalertragssteuer in die Zukunft verschoben

Gelernt hat Warren Buffett, dass die Zeit ihn steinreich macht, wenn er in Unternehmen mit dauerhaften Wettbwerbsvorteil investiert. Darüber sollten wir nachdenken!

Quelle:Mary Buffett & David Clark (2015): So liest Warren Buffett Untrnehmenszahlen. S. 23-26.



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6 Gemeinsamkeiten erfolgreicher Investoren. Montier Studie Teil 2

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PSA jetzt zweitgrößter Automobilkonzern in Europa

PSA ein Mitglied der Henokiens, jetzt eines der einflussreichsten Unternehmen Europas

groupe-psa.com

Mit der Übernahme von Opel ist die PSA-Gruppe nun der zweitgrößte Automobilkonzern und damit einer der wichtigsten Unternehmen in Europa. Insgesamt arbeiten im Konzern jetzt ca. 230.000 Angestellte, damit wird ein Umsatz von ca. 70 Mrd. € erreicht. Zu der Gruppe gehören weiterhin das Mutterunternehmen Peugeot und Tochterunternehmen, wie Citroën und Dongfeng. 

Die Unternehmerfamilie Peugeot zeigt sich eher weniger in der Öffentlichkeit. Über die Mitglieder ist eher wenig bekannt. Momentan ist Robert Peugeot der Hauptanteilseigner der Peugeot-Holding und Chairman von PSA seit 2003. Er zählt zu den reichsten Franzosen mit einem Privatvermögen von 4,84 Mrd. €. Die Familienholding hält momentan einen Anteil von 13,7% an PSA. Damit ist sie größter Anteilseigner zusammen mit dem französischen Staat und Dongfeng Motor. Leider hat die Unternehmerfamilie infolge der langen Krise der PSA an Einfluss verloren. Das war der Preis der Rettung des über 200 Jahre alten Unternehmens in der schnelllebigen Automobilwelt durch den chinesischen Autokonzern Dongfeng. Nur durch Zusammenschlüsse  können die Automobilhersteller den Wettbewerbsdruck reduzieren. Der größte Automobilkonzern in Europa bleibt weiterhin Volkswagen.

Investmentpotenzial der PSA


Das zyklische Unternehmen ist momentan mit einen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9,5 bewertet. Nach der Wachstumsformel von Benjamin Graham muss das Unternehmen bei so einer Bewertung jährlich um 0,5% im Gewinn wachsen. Wenn dieses Wachstums über einen Zeitraum von 7-10 Jahren gehalten oder übertroffen werden kann, könnte PSA ein plausibles Investment sein. Entscheiden Sie selbst, ob das für dieses Unternehmen auch hinsichtlich autonomes Fahren und neue Antriebe realistisch ist.

Lesen Sie auch die Unternehmensgeschichte von Opel, einem deutsche Traditionsunternehmen.

Interessant ist auch der Club der Henokiens. Lebens Sie "Die Hénokiens - Club der traditionsreichsten Familienunternehmen" für mehr Informationen. Quelle:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/psa-schliesst-uebernehmen-von-opel-ab-a-1160823.html (Stand: 1.8)
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/peugeot-familie-gruenes-licht-fuer-dongfeng-einstieg/9497742.html (Stand: 1.8)
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/frankreich-die-letzte-schlacht-von-thierry-peugeot-12777273.html (Stand: 1.8)
http://www.henokiens.com/content.php?id=5&lg=en (Stand: 1.8)

Die Möllergroup - Ein 287-jähriges erfolgreiches Familienunternehmen

Der lange Weg der Möllergroup zum Global Player

moellergroup.com

Die Möllergroup ist ein deutsches Mitglied der Henokiens mit einer 287 Jahre andauernden Unternehmensgeschichte. Das Unternehmen wurde ausschließlich von der Familie geführt und wuchs auf 2300 Angestellte mit mehreren internationalen Standorten. Natürlich gab es in einer so langen Familiengeschichte viele positive, aber auch negative Ereignisse.

Anfänge 


Johann Theodor Möller heiratete 1730 in ein bestehendes Kupferunternehmen ein. Ihm gelang es, innerhalb von 30 Jahren 8 Betriebe zu errichten oder zu kaufen. Der letzte erworbene Betrieb lag in Bielefeld und wurde bekannt unter dem Namen "Kupferhammer". Dieser Betrieb bestand bis 1827, wurde daraufhin von Theodor Adolf Möller in eine Gerberei umgewandelt. Dieser übertrug das Unternehmen an seinen Sohn Friedrich Möller.

Die Söhne von Friedrich, Karl und Theodor, errichteten eine Maschinenfabrik gegen den Willen des Vaters, deshalb kam es nie zu einer Verbindung der beiden Firmen.
K.&Th. Möller ging 1930 in der Wirtschaftskrise in die Insolvenz. Nur die kleine Gerberei überstand die Krise.Theodor Möller war im preußischen Reichstag vertreten und wurde vom Kaiser mit dem erblichen Adel geehrt. Die Unternehmerfamilie durfte sich nun "von Möller" nennen.

Fertigung von Kunststoffteilen 


Man beschloss das Leder der Gerberei weiterzuverarbeiten zu Gummikeilriemen, damit war Möller der erste Hersteller von Kunststoffteilen für Fahrzeuge. Das Familiendenken war im Unternehmen schon sehr stark ausgeprägt. Der Vater von Dr. Peter von Möller starb im Krieg, somit war sein Sohn der direkte Nachfolger im Unternehmen. Mit 16 Jahren wurde Dr. Peter von Möller als Nachfolger des Unternehmens vorgestellt und leitet bis heute das Unternehmen erfolgreich. Der Großvater starb 1961 woraufhin Dr. Peter von Möller die alleinige Führung übernahm.



Internationalisierung 

"In neue Märkte eindringen und Chancen zu erkennen fällt Familienunternehmen leichter als anderen Unternehmen, da eine gewisse Kontinuität vorhanden ist." Dr. Peter von Möller
Die direkte Internationalisierung der Möllergroup begann in Frankreich als zweitgrößten europäischen Markt. Daraufhin folgten schnelle Erweiterungen nach Spanien, Wales, Brasilien und eine Kooperation in Japan. Ein weiterer großer Schritt ist die Erweiterung in Richtung der USA und China.
"Wir werden das 300-jährige Jubiläum mit Sicherheit als Familienunternehmen 2030 erreichen." Dr. Peter von Möller
Quellen: 
http://www.moellergroup.com/de/moellergroup/unternehmensgruppe/historie/
http://www.nw.de/lokal/bielefeld/brackwede/brackwede/20325989_Unternehmer-Peter-von-Moeller-wird-80.html
http://www.moellergroup.com/de/moellergroup/unternehmensgruppe/unternehmen/



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Familienunternehmen mit deutlichen Vorteilen, aber auch Nachteilen

Bei börsennotierten Familienunternehmen gibt es Vorteile, aber auch Nachteile!


Die Vorteile haben wir in der Rubrik: Warum Familienunternehmen bevorzugen? erläutert.
Nun sollten wir uns einmal den eventuell Nachteilen widmen.
Nachteile von Familienunternehmen

Nutzung der Macht im Konzern zur persönlichen Bereicherung


In der Regel hat die Familie des Unternehmens großen Einfluss auf das Management und / oder ist noch im Vorstand tätig. Da dieses Gremium alle wichtigen Entscheidungen trifft, kann es im Worst Case auch für die eigene Bereicherung sorgen. Über Beraterverträge (auch mündlich möglich) können die Gründer oder andere Familienangehörige vom Unternehmen bezahlt werden, ohne eine wirkliche Gegenleistung zu erbringen.
Des Weiteren können Familienangehörige Immobilien der Gesellschaft bewohnen und Personal der Aktiengesellschaft (zur Rasenpflege, Transport usw.) beauftragen oder Autos fahren ohne dafür marktübliche Preise zu bezahlen, solange der Wirtschaftsprüfer und die Aufsichtsbehörden es zulassen.

Familienstreiks können Unternehmen in Gefahr bringen


Familienstreiks insbesondere ums Erbe können sehr lange andauern und das Betriebsklima erheblich negativ beeinflussen. Insgesamt können so Streiks dem Image schaden und eine Geschäftsentwicklung und Strategiefindung der Firma beeinträchtigen. Einige Unternehmen kann es auch in die Insolvenz führen, wenn dadurch noch Finanzierungsprobleme folgen.

Einige bekannte Beispiele und deren Folgen haben wir thematisiert:

Machtkampf in Deutschlands größtem Fleischkonzern 

Der wahre Grund für die Aufspaltung der Metro Group

Familie strebt nach Macht und verlässt den Kompetenzbereich der Firma


Familien werden in der Regel reich und wohlhabend, weil sie ein Geschäft besonders gut können und den Wettbewerber in ihrer Disziplin ausstechen können. Viele Familienunternehmen konzentrieren sich auf ihren Kompetenzbereich und verlassen ihn ungern -wie das auch bei guten Investoren der Fall ist. Jedoch gibt es auch vereinzelt Familien, die nach immer mehr Macht streben und in neue Geschäftsfelder eindringen. Die Gefahr ist groß, dass die Unternehmung nicht erfolgreich ist, da die Expertise und Erfahrungen fehlen oder nur unter hohen Kosten eingekauft werden müssen.

eingeschränkte Kapitalmarktkommunikation und Transparenz


Unternehmen in Familienbesitz ohne großen Kapitalbedarf beschränken sich leider in ihren Publikationen auf Daten und Zusammenhänge, welche vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind. Sie veranstalten selten Kapitalmarkttage und geben auch keine zusätzlichen Informationen zu Marktstellung, Wettbewerbern usw. Diese Informationen können aber für die Einschätzung des Marktes bedeutend sein und so kann es sehr lange dauern bis ein unterbewertetes Unternehmen zum Inneren Wert zurückkehrt.


Gefahr eines Squeeze- out zu schlechten Konditionen für die Kleinaktionäre


Bei Unternehmen mit einem Ankeraktionär, welcher durch ständige Zukäufe auf einen Anteil von 90-95% zugeht, besteht die Gefahr, dass dieser Ankeraktionär einen Squeeze-out durchführt. Bei einen Squeeze-out wird das Unternehmen von der Börse genommen und ein Ausschluss der Kleinaktionäre durchgeführt. Die Gründe liegen auf der Hand: Durch einen Börsen-Abgang verringern sich Verwaltungs-, Publikations und Rechtsaufwand. Darüber hinaus wird der Ankeraktionär einen Squeeze-out anstreben, wenn er das Unternehmen für signifikant unterbewertet hält oder die Kurse auf Grund einer Krise kurzfristig nach unten gehen. Die anderen Aktionäre erhalten einen Aufschlag auf den Marktkurs. Dieser kann aber weit vom Inneren Wert entfernt sein und der Kleinanleger verfehlt  seine gewünschte Rendite.

Fazit


Das langfristige Denken und nachhaltige Handeln von Familienunternehmen überzeugt weiterhin. Dazu kommt die Preisentwicklung einer Aktiengattung zu Gunsten des fundamentalen Investors . Dennoch sollte man die Nachteile beobachten und dadurch eine Value Trap vermeiden.

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6 Gemeinsamkeiten erfolgreicher Investoren. Montier Studie Teil 2

Laut James Montier weisen erfolgreiche Investoren 6 Gemeinsamkeiten auf! 


Laut der Studie sind Gemeinsamkeiten von erfolgreichen Investoren:


1. Hohe Portfoliokonzentration

2. Konzentration auf das Wesentliche, nicht auf den Marktlärm

3. Bereitschaft Cash zu halten

4. langfristiger Zeithorizont

5. Überstehen von schlechten Jahren

6. Bereitschaft den Fonds zu schließen


An diesen Merkmalen möchten wir unsere Investments orientieren und stellen Ihnen deshalb diese Merkmale ausführlicher vor. Im ersten Teil des Beitrags 6 Merkmale erfolgreiche Investoren sind wir schon auf die hohe Portfoliokonzentration, die Konzentration auf das Wesentliche, nicht auf den Marktlärm und Bereitschaft Cash zu halten, eingegangen.

Jetzt wollen wir die weiteren Merkmale besprechen. Insbesondere das letzte Merkmal Bereitschaft den Fonds zu schließen, trennt die Spreu vom Weizen. Dieses Merkmal ist leider gegenwärtig sehr selten, denn die Fondsmanager leben von den Gebühren und signalisieren durch das ständige Anwerben von Kapital eine Art Gier, welche nicht im Sinne des Kleinanlegers ist. Denn mit zu viel Kapital reduziert sich die Anzahl der Unternehmen, welche für ein Investment wegen der Handelbarkeit an der Börse in Frage kommen. Insbesondere bei Small Caps findet man noch Bewertungsanomalien, welche erfolgreiche Investoren intelligent nutzen.

4. langfristiger Zeithorizont

langfristiger Zeithorizont ist wichtig

Der langfristige Zeithorizont bei Investments ist sehr wichtig, denn man kann keine Kurse vorhersagen und kann auch so nie sagen, wann die Kurse von den Unternehmen zu ihren Inneren Wert zurückkehren werden. Wenn man im Verhältnis zur zukünftigen Ertragskraft eines Unternehmens günstig Aktien kauft, gibt es laut Value Investor James Montier zwei Möglichkeiten der Rückzahlung:
1. die Kurse steigen zum Inneren Wert

2. die Unternehmen schütten Dividenden aus, welche über einen langen Zeitraum auch einen hohen Ertrag für den Investor bringen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch der steuerliche Vorteil beim langfristigen Investieren. Der langfristige Investor erhält einen Aufschub der Steuerpflicht, also fast ein zinsfreies Darlehen vom Staat und das Fälligkeitsdatum "Verkaufsdatum" bestimmt der Investor selbst.

In der Studie von James Montier lag die durchschnittliche Haltedauer bei über fünf Jahren. Die längste Frist beträgt sogar 17 Jahre. Das kann man wirklich langfristiges Anlegen nennen und nicht kurzfristiges Spekulieren, wie es ein Großteil der Börsenteilnehmer gegenwärtig praktiziert, denn laut Studie lag die durchschnittliche Haltedauer bei nur elf Monaten.

Es wird also eifrig spekuliert und gewettet auf den Kursanstieg, bloß nicht mit nennenswertem Erfolg, denn die reichsten Personen der Welt sind laut dem Forbes Ranking 2017 alles Unternehmer, welche ihre Beteiligungen sehr langfristig ausrichten, wie Bill Gates dank Microsoft, Warren Buffett mit Berkshire, Jeff Berzos mit Amazon.com und der Spanier Amancio Ortega mit Zara und dem Mutterkonzern Inditex.




5. Überstehen von schlechten Jahren


Eine Studie von Tweedy Browne bestätigt, dass eine Gruppe von Investoren mit hervorragenden Ergebnissen über einen langen Zeithorizont in der Regel in 30 bis 40 % des betrachteten Zeitraums schlechter als die Marktindizes abschneiden. Woran liegt das?
Im Marktzyklus kommt es immer wieder zu Übertreibungen, wo die Gier die Oberhand gewinnt (wie beispielsweise in der Dotcom-Blase) und die Kurse in unglaubliche Höhen treibt, welche mit fundamentalen Unternehmensbewertungen nicht mehr zu rechtfertigen sind. Da bleiben erfolgreiche Investoren bei ihren bewährten Anlagestil und gehen nicht zum kurzfristigen Spekulieren über, was in diesem Moment erfolgreich erscheint. Sie folgen weiterhin der Definition des Investierens von Benjamin Graham:

"Ein Investment liegt immer dann vor, wenn nach einer gründlichen Analyse in erster Linie Sicherheit und erst im Anschluss daran eine zufriedenstellende Rendite steht."

Der französische Investor Jean-Marie Eveillard hat es mal in einer Blasenphase auf den Punkt gebracht:

"Ich würde lieber die Hälfte meiner Aktionäre verlieren als die Hälfte des Geldes meiner Aktionäre."

Quelle. Montier(2010): Die Psychologie der Börse, S.458.


6. Bereitschaft den Fonds zu schließen


Da die Vergütung der Fondsmanager meist von dem Volumen des verwalteten Kapitals abhängt, ist das ein ungewöhnlich ethisches Verhalten den Fonds für neue Anlegergelder zu schließen. Die Fondsmanager sind sich über die Grenzen des Anlegens von großen Kapitalbeträgen (wie Handelbarkeit und Flexibilität) bewusst. Auch Value Investor Warren Buffett sieht kleine Beträge als Vorteil:


“Es ist ein riesiger Vorteil, nicht viel Geld zu haben. Ich denke ich könnte eine Rendite von 50% pro Jahr erzielen, wenn ich 1 Mio. Dollar anlegen würde. Nein, ich weiß dass ich es könnte, ich kann es garantieren.”

Quelle: http://simple-value-investing.de/blog/warren-buffett-50-rendite-pa-mit-small-caps

Fazit


Der perfekte Anleger mit den 6 Merkmalen ist Berkshire Hathaway mit den Value Investoren Warren Buffett und Charlie Munger. Warum?

1. Hohe Portfoliokonzentration: 

Das Aktienportfolio ist sehr konzentriert, denn die größten fünf Positionen sind Kraft Heinz, Wells Fargo, Apple, Coca Cola und American Express. Die Gewichtung dieser Positionen beträgt über 60 Prozent des Aktienportfolios.

2. Konzentration auf das Wesentliche, nicht auf den Marktlärm

Ganz im Sinne von Warren Buffett:  “Solange unsere Investments in jedem Jahr 15% Prozent zulegen, mache ich mir um Quartalszahlen keine Sorgen.“

3. Bereitschaft Cash zu halten

Dank des hohen Cashbestands in der Bilanz und den andauernden Versicherungsfloat (Versicherungsbeiträge, welche erst später oder gar nicht an Geschädigte ausgezahlt werden müssen) können sich Warren Buffett und Charlie Munger auf die guten Deals während der nächsten Krisenphase freuen.

4. langfristiger Zeithorizont

Der langfristige Zeithorizont wird besonderes bei den Aktienpositionen Coca Cola und American Express deutlich, welche seit Ende der 1980er und Mitte der 1990er Jahre wichtiger Bestandteil des Portfolios von Berkshire Hathaway sind.

5. Überstehen von schlechten Jahren

Wenn Berkshire Hathaway weit hinter der Marktentwicklung zurückbleibt, wie damals in der Dotcom-Blase, liegt meistens der Fehler bei den anderen Marktteilnehmern. Berkshire Hathaway behält den konservativen Investmentstil bei und sichert so das Kapital der Firma langfristig.

6. Bereitschaft den Fonds zu schließen

Diese Bereitschaft hat Warren Buffett mit der Schließung seiner Buffett Partnership und der Übernahme von Berkshire Hathaway bewiesen. Durch die Übernahme wurde kein neues Geld mehr eingeworben und mit beständig, vorhandenen Kapital investiert. Doch seine sehr gute Leistung über Jahrzehnte führte dazu, dass er mittlerweile auch sehr viel Kapital investieren muss und somit seinen Investmenthorizont einschränkt.


Das wirkliche gute Buch "Die Psychologie der Börse" findet ihr hier:



Quelle: 
Montier(2010): Die Psychologie der Börse, S.447- 459.
Greenblatt(2011): Die Börsen-Zauberformel: Wie Sie den Markt mit Leichtigkeit, S. 11.
http://www.dataroma.com/m/holdings.php?m=brk (abgerufen 24.07.2017)

Die Hénokiens - Club der traditionsreichsten Familienunternehmen

Die Hénokiens - Ein Zusammenschluss der ältesten Familienunternehmen der Welt.

Henokiens Bild
henokiens.com

Der traditionsreichste Club von Familienunternehmen in Japan und Europa ist Hénokiens, ein Zusammenschluss von erfolgreichen Familienunternehmen mit extrem langer Tradition. Der Club zeichnet sich durch sehr strenge Aufnahmeregeln aus und begrenzt somit die Anzahl der Mitglieder auf ein Minimum. Es entsteht ein ausgewählter Rahmen von wertvollen Familienunternehmen in allen Bereichen.

Aufnahmekriterien


Um in den Club der Familienunternehmen aufgenommen zu werden, muss das Unternehmen über 200 Jahre alt sein und dauerhaft im Mehrheitsbesitz der Familie gelegen haben. Zudem darf das Unternehmen über die ganze Unternehmensgeschichte nur von der Unternehmerfamilie geführt werden. Das trifft weltweit nur auf geschätzt 200 Unternehmen zu, von denen bereits 47 Mitglieder bei den Hénokiens sind. Damit ist die Gruppe einer der einflussreichsten Zusammenschlüsse von Unternehmen in Europa und Japan.

Mitgliedsunternehmen  der Hénokiens


Das Hoshi-Hotel ist das älteste Familienunternehmen der Welt und bereits seit 46 Generation in Familienbesitz. Das japanische Hotel in Awazu wurde 717 von Garyo Hoshi als Herberge gegründet und wird heute von Zengor Hoshi geführt. Hoshi ist eines der Gründungsmitglieder des Hénokiens-Clans und sieht die Gruppe als Möglichkeit, die lange Tradition aufrechtzuerhalten und die Geschichte von Familienunternehmen zu würdigen. 

Das bekannteste Mitglied der Gruppe ist Peugeot mit einer Unternehmensgeschichte von über 300 Jahren. Bevor das Unternehmen zu dem bekannten Automobilhersteller wurde, fertigten die Gründerväter Kleidungsstücke. Heute vereint das Familienunternehmen unter dem Dach der PSA weitere Automarken, wie Opel und Citroën.



Deutsche Familienunternehmen im Kreis der Hénokiens


Auch namhafte deutsche Unternehmen sind im erlesenen Kreis der Hénokiens vertreten. Hier ist besonders die Schnapsbrennerei Schwarze und Schlichte GmbH & Co. KG zu erwähnen. Das 1664 gegründete Unternehmen zählt zu den ältesten Unternehmen Deutschlands und vertreibt neben vielen eigenen Marken, wie "Vodka Three Sixty" auch internationale Marken, wie "Licor 43" in Deutschland. 
Auch die Möllergroup GmbH, ein Automobilzulieferer mit 2300 Angestellten, JD Neuhaus, ein Produzent von Hebewerkzeugen und Anker Gebr. Schoeller GmbH + Co. KG, ein Hersteller von Teppichböden zählen zu den deutschen Mitgliedern.


Quellen: 
https://kurier.at/wirtschaft/die-aeltesten-firmen-der-welt/270.412.493 (Stand: 23.07.17)
http://www.moellergroup.com/de/moellergroup/unternehmensgruppe/unternehmen/ (Stand: 23.07.17)
https://www.jdngroup.com/de/unternehmen/jdn-im-ueberblick/daten-fakten.html (Stand: 23.07.17)
https://anker.eu/anker/unternehmen/ (Stand: 23.07.17)
http://www.henokiens.com/content.php?id=5&lg=en (Stand: 23.07.17)

Montier: 6 Merkmale erfolgreicher Investoren

Laut James Montier haben erfolgreiche Investoren 6 Gemeinsamkeiten! Welche?


James Montier hat in einer Studie Gemeinsamkeiten von erfolgreichen Investoren analysiert und erkannt. Die Ergebnisse hat der Value Investor in 6 Merkmalen zusammengefasst.


1. Hohe Portfoliokonzentration

2. Konzentration auf das Wesentliche, nicht auf den Marktlärm

3. Bereitschaft Cash zu halten

4. langfristiger Zeithorizont

5. Überstehen von schlechten Jahren

6. Bereitschaft den Fonds zu schließen


An diesen Merkmalen möchten wir unsere Investments orientieren und stellen Ihnen deshalb diese Merkmale ausführlicher vor.



1. Hohe Portfoliokonzentration


Erfolgreiche Value Investoren besitzen ein Portfolio mit wenigen Titeln. Die Studie kam auf rund 35 Unternehmen im Schnitt. Die Gründe liegen auf der Hand: Der erfolgreiche Investor braucht einen starken Grund, um eine Aktie zu kaufen und besteht auf die Sicherheitsmarge. Er ist immer auf der Suche nach der besten Anlagemöglichkeit für das Geld seiner Kunden und sieht Risiken nicht in Volatilität des Kurses oder in der Differenz zur Vergleichsgruppe sondern in der Geschäftsentwicklung der Unternehmen und deren Bilanz. Der Einstieg erfolgt erst, wenn er von den Unternehmen überzeugt ist. Dazu meint Joel Greenblatt:

"Allen professionellen Researchanalysten und Vermögensverwaltern fällt es schwer, zutreffende Gewinnschätzungen für einzelne Unternehmen aufzustellen. Richtige Schätzungen für 20 oder 30 Unternehmen auf einmal sind noch viel schwieriger - und Ihnen dürfte es nicht leichter fallen als den Profis. [...] Beschränken Sie Ihre Investitionen auf eine kleine Anzahl "guter" Unternehmen, die zu Spottpreisen zu haben sind. Für Anleger, die in der Lage sind, den normalen Gewinn auf mehrere Jahre hinaus zu schätzen und Unternehmen einen Wert zuzumessen, ist der Kauf weniger Schnäppchenaktien der beste Weg. Als Faustregel können Sie sich merken, dass 5 bis 8 Aktien aus verschiedenen Branchen gefahrlos 80 Prozent Ihres Portfolios stellen können. - wenn Sie ernsthaft, gute Forschung betreiben und die Unternehmen verstehen, die Sie kaufen."
Quelle: Greenblatt(2011): Die Börsen-Zauberformel: Wie Sie den Markt mit Leichtigkeit, S. 11.

2. Konzentration auf das Wesentliche, nicht auf den Marktlärm



Lärm im Kopf
Gute Anleger beschäftigen sich nicht mit der Vorhersage der nächsten Quartalszahlen, sondern versuchen die Bewertung, die Treiber des Geschäftsmodells und die Risiken zu verstehen. Seine Meinung von Prognosen schildert Charlie Munger so:
"Ich lasse mir keine Prognosen erstellen, denn ich mag mich nicht so gerne auf meinen Schreibtisch übergeben"

3. Bereitschaft Cash zu halten


Gute Value Investoren wollen gute Anlagemöglichkeiten finden und warten geduldig auf die gewünschte Einstandsrendite, denn Cash is King! Ein hoher Kassenbestand ist ein Signal für fehlende Anlagemöglichkeiten. Ganz im Sinne vom Warren Buffett:
“ Kasse zu halten ist unbequem, aber nicht so unbequem, wie etwas Dummes zu tun.“
Fortsetzung folgt mit der Erläuterung der weiteren Merkmale wie langfristiger Zeithorizont, Überstehen von schlechten Jahren und Bereitschaft den Fonds zu schließen.

Das wirkliche gute Buch "Die Psychologie der Börse" findet ihr hier:



Quelle: 
Montier(2010): Die Psychologie der Börse, S.447- 459.
Greenblatt(2011): Die Börsen-Zauberformel: Wie Sie den Markt mit Leichtigkeit, S. 11.

Was haben wir von Familienunternehmern gelernt?

Familienunternehmer - Rückblick im ersten Halbjahr 2017

Sortiert nach Themen: 

Unternehmenswert 

„Sie müssen unterscheiden, was ein Unternehmen wert ist und was man auf der hohen Kante hat. Den Wert will ich nicht versilbern.“ Claus Hipp 
"Wir sind ein börsennotiertes Unternehmen mit dem Charakter einer Familiengesellschaft." Jungheinrich AG
„Hermle wird zwar Federn lassen müssen, aus der bevorstehenden Konsolidierung der Branche aber als Sieger hervorgehen.“ Stefan Maichl über Hermles Position in der Krise
Familienunternehmen zeichnen sich durch einen Wert aus, der sich nicht kurzfristig abschätzen lässt. Durch eine langfristige Denkweise und eine gute Bonität zeigt sich der wirkliche Wert des Unternehmens erst in der Zukunft.

Nachfolge 

"Mir war bewusst, dass ich als 29-Jähriger den Vorstand eines börsennotierten Unternehmens vor allem deshalb übernehme, weil ich der Sohn bin. Es galt, mich zu beweisen. Das sorgte für Bodenhaftung." Per Ledermann Nachfolger der Edding AG
„Es kann nur ein Externer die operative Verantwortung haben.“ Wolfgang Porsche über Konflikte in der Porsche Familie
"Als ich anfing, dachte ich, ich müsste überall mit drinstecken, unter jeden Stein gucken. Mit der Zeit lernt man, dass man fürs Unternehmen wertvoller ist, wenn man sich nicht zu tief ins Operative begibt, sondern nur da, wo es nötig ist, hilft. Die Mitarbeiter wissen, dass ich eine offene Tür habe." Per Ledermann Nachfolger der Edding AG

Übernahme und Expansion

„Wir sind davon überzeugt, dass auch chinesische Kunden großes Interesse an der Qualität und den günstigen Preisen haben, die wir ihnen bieten können" Christopher Schwaiger, Landesgeschäftsführer China Aldi
"Ich sehe viele neue Chancen. Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass wir an der einen oder anderen Stelle mehr Freiheitsgrade bekommen." Karl-Thomas Neumann Opel-Chef nach der Übernahme durch PSA
„Eine Firma kann sich nicht globaler Player nennen, wenn sie keine starke Position in den USA hat“ Ernst Tanner - Lindt Chef

Marktentwicklung 

„Zu viele Menschen glauben ihren eigenen Pressemitteilungen. Messt Erfolg nicht an Berichterstattung, sondern ökonomischem Einfluss. […] Betreibt ein Start-up wie eine Bäckerei: Backt am Morgen, verkauft über den Tag und zählt die Einnahmen in der Nacht! […] Fürchtet euch nicht davor, im Dreck zu leben. […] Geht zu McKinsey, wenn ihr gescheitert seid. Warum vorher? Jetzt seid ihr jung. Ihr solltet glücklich sein. Gott hat euch das Internet gegeben!“ Oliver Samwer Chef, Geschäftsführer Rocket Internet



Einstellung und Verantwortung 

„Stolz ist ein ganz dummes Wort. Stolz bringt Hochmut mit sich, Überheblichkeit. Ich reagiere allergisch auf das Wort Stolz.“ Erich Sixt, Chef der Autovermietung Sixt
„In jeder Schweißnaht, jedem präzise gebogenen Blech, jeder parametrischen Planung, in Gehäusen, in der Medizintechnik und in der Kunst steckt unser Anspruch, mit Metall Erlebnisse zu schaffen“ Uwe Arnold, Chef der Arnold AG über die Unternehmenseinstellung
"Das war aus Verantwortung für die Stadt Hamburg." Klaus-Michael Kühne nach der Übernahme und Rettung von Hapag Loyd

Unternehmensgeschichte  




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Wir blicken auf ein sehr interessantes und lehrreiches erstes Halbjahr 2017 zurück. Seit zehn Monaten konnten wir durch unsere Recherchen viel über die Einstellungen und Denkweisen von Unternehmern und Investoren lernen. Durch die Einblicke in erfolgreiche Familienunternehmen die schon seid mehreren Generationen bestehen, konnten wir die Sichtweise eines Familienunternehmers auf ein Investment veranschaulichen. Die Kombination aus Unternehmer und Investoren bietet das größte Potenzial für erfolgreiches Investieren.

Bild Koenigsinvestor.de

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Quellen: 
https://www.trumpf.com/de_DE/unternehmen/trumpf-gruppe/meilensteine-in-der-trumpf-geschichte/epoche-2013-heute/ (Stand: 27.06.2017)
http://www.zeit.de/2016/30/kuehne-nagel-geschichte-nazi-zeit
https://www.hermle.de/de/investor_relations/zahlen_fakten/unternehmenskennzahlen
https://www.arnold.de/de/ueber-uns#zahlen (Stand: 14.05)