Krones AG - Eine Investition wert?

Anlagenbau für Getränkeindustrie und Herstellung für flüssige Nahrungsmittel - wachsendes Geschäft für die Krones AG


Der Sommer 2018 brachte uns neue Rekordtemperaturen über einen langen Zeitraum und damit eine Getränkeknappheit an Erfrischungsgetränken. Das hatte große Auswirkungen auf die Getränkeindustrie in Deutschland. Die Kalkulationen der Getränkeproduktion mussten überprüft werden und nach den entscheidenden Einflussfaktor Temperatur ausgerichtet werden.

Indirekt profitiert davon die Krones AG, ein Anlagenbauer im Bereich Getränkeherstellung und Abfüllung von flüssigen Nahrungsmitteln. Das börsennotierte Unternehmen aus Neutraublingen in Bayern konnte durch eine starke finanzielle Position in den letzten Jahren viele Unternehmen übernehmen und sein Produktspektrum stark erweitern. Der Konzern wurde untergliedert in Prozesstechnik, Abfüll- und Verpackungstechnik, Intralogistik, Life-Cycle Service und Digitalisierung. Die verschiedenen Präsenzbereiche ermöglichen es ein Rundum-Angebot für die Getränkeindustrie zu bieten.

Zusammenfassung / Lessons Learned des Beitrags
  • Die Krones AG agiert in einem Markt mit großen Wachstumspotenzialen
  • Der Bau einer Fabrik in Ungarn zieht sich in die Länge und hemmt das Wachstum des Konzerns
  • Eine Steigerung der Profitabilität wird in den nächsten 1-2 Jahren in Aussicht gestellt
  • Nach Grahams-Wachstumsformel ist die Krones AG bei einem Wachstum von über 3% p.a. unterbewertet
Die unterschiedlichen Bereiche werden durch eigene Marken separat vertreten.





Unternehmenskennzahlen Krones AG 2017


Die Krones AG erzielte im Wirtschaftsjahr 2017 einen Umsatz von 3.691,4 Mio. €, das entspricht einem Wachstum von 8,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Der EBITDA stieg in 2017 um 6,0% auf 340,2 Mio. € und das Konzernergebnis um 10,7 % auf 187 Mio. €. 

Zu beachten ist der hohe negative Free Cash-Flow von 150,7 Mio. €, der hauptsächlich durch den Bau einer neuen Fabrik in Ungarn verursacht wurde. Dieser konnte jedoch durch eine hohe Nettoliquidität (368,9 Mio. €) im Jahr 2016 beglichen werden, die zum 31.12.2017 auf 157,4 Mio € sank.  

Bei dem Unternehmen arbeiteten zum 31.12.2017 weltweit 15.299 Mitarbeiter. 


Im Geschäftsbericht 2017 gab der Vorstand als Ziel ein Umsatzwachstum von 6,0% aus.
Konnte es in den ersten 9 Monaten 2018 erreicht werden?

Investitionspotenzial Krones AG 2018


Die Krones AG konnte in den ersten 9 Monaten des Wirtschaftsjahres 2018 sein Ziel erreichen, der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 %. Trotzdem korrigiert der Vorstand sein Wachstumsziel nach unten auf 4-6% Wachstum im Jahr 2018. Grund ist die Verschiebung der Großprojekte in Ungarn und negative Währungseffekte. 

Das Konzernergebnis büßte im Vergleich zum 3. Quartal des Vorjahres 13,3% auf 99,4 Mio € ein. Eine Besserung der Profitabilität wird in 1-2 Jahren nach der Fertigstellung des Großprojektes in Ungarn erwartet. 

Das Unternehmen wird momentan zu einem KGV von 15 gehandelt. Nach der Graham- Wachstumsformel kann die Krones AG bei einem jährlichen Wachstum von 3 % über die nächsten 7-10 Jahre ihre momentane Bewertung rechtfertigen. 

Quellen: 
https://www.krones.com/de/unternehmen/investor-relations/quartalsmitteilung-q3-2018.php (Stand: 11.11.18)
https://www.krones.com/de/unternehmen/investor-relations/geschaeftsbericht-konzern-2017.php (Stand: 11.11.18)
https://www.finanzen.net/aktien/krones-Aktie (Stand: 11.11.18)
https://www.krones.com/de/unternehmen.php (Stand: 11.11.18)


Das könnte Sie auch interessieren:

Welches Konzept schöpft enorme Werte? Beispiele von gemeinsam geteilten Skaleneffekten!

Graham hat aus dem Crash gelernt und das Verlustrisiko reduziert

Templeton: Warum erzielen viele Privatinvestoren schlechte Renditen?

Munger: mit Cash zum Reichtum, aber wie und in welchem Maße?

Panik, Kursverfall: richtig gut für Warren Buffett und die Berkshire Aktionäre

Buffett entwickelte den heiligen Gral des Investierens. Warum?


Ihnen gefällt dieser Königsinvestor- Artikel?

Teilen Sie Ihn einfach mit Ihren befreundeten Investoren und/oder Unternehmern!

Keine Kommentare:

Kommentar posten