Deutscher Mittelständler will IBM und Microsoft angreifen - Wer traut sich sowas?

Die Großen bekommen Konkurrenz - Weidmüller mischt unter den Tech-Giganten SAP, IBM und Microsoft mit 


Die IT-Branche wird ständig in allen Bereichen von vielen Neuerungen beeinflusst. Diese stellen für viele Unternehmen eine Chance dar, für andere wiederum können sie zu einem großen Risiko werden. Gerade die großen Konzerne, wie SAP, IBM, Microsoft oder auch Alphabet dürfen keine Marktveränderung verpassen, sonst kann sich das erfolgreiche Geschäftsmodell schnell in das Gegenteil umwandeln.

Zusammenfassung / Lessons Learned des Beitrags
  • Weidmüller ist ein Hersteller und Entwickler von Verbindungstechnik, Elektronik und Automatisierung
  • die Übertragung und Analyse von Signalen und Daten bietet Potenzial
  • Neue Tools stärken die Produktion in Deutschland, weil durch neue Analyse- Möglichkeiten Maschinen besser ausgelastet werden können. 

Viele kleine Unternehmen sehen in Marktveränderungen mehrheitlich eine Chance statt eines Hindernisses. So auch Weidmüller, ein mittelständischer Hersteller und Entwickler von Verbindungstechnik, Elektronik und Automatisierung. Das Unternehmen beschäftigt sich mit Kommunikation zwischen Maschinen, also mit der Zukunft Industrie 4.0. 
„Unser Geschäft ist die Übertragung von Energie, Signalen und Daten.“ Vorstandsprecher Jörg Timmerman

Doch Weidmüller denkt bereits über dieses Geschäftskonzept hinaus und entwickelt eine Analysesoftware, um die kommunizierten Daten auszuwerten. Damit geht das Unternehmen einen großen Schritt in Richtung Industrie 4.0.
Dieses Engagement wird belohnt, mit weiteren Unternehmen der IT-Branche bildet Weidmüller in Ostwestfalen das sogenannte "Klemmen-Valley" und wird am 06.06.2018 mit dem German Innovation Award 2018 ausgezeichnet.

Neben der Kommunikation und Analyse der Daten sollen die Maschinen untereinander Lernen und die Produktion intelligenter machen. Weidmüller hat große Ziele und arbeitet stark daran diese in die Realität umzusetzen.



Die Projekte bringen nicht nur das Unternehmen an sich weiter, sondern auch viele deutsche Mittelständler die durch das neue Analysetool ihre Maschinen besser auslasten können. Die Produkte mit einer höheren Qualität sorgen zudem für eine gehobene Kundenzufriedenheit.
Schaffte es Weidmüller die Zukunftspläne tatsächlich umsetzen ist das Marktpotenzial gigantisch, aber natürlich werden die Global Player im IT-Markt, wie SAP, nicht tatenlos zusehen.

Unternehmenskennzahlen Weidmüller Holding AG&Co. KG


Der Konzern erzielte im Wirtschaftsjahr 2016 einen Umsatz von 680 Mio. € und lag damit leicht unter dem Umsatz des Vorjahres in Höhe von 696 Mio. €. Aus dem Umsatz erwirtschaftete der Konzern im Jahr 2016 einen Jahresüberschuss von 19,3 Mio €, ein deutlicher Rückgang zu 43,26 Mio. € im Jahr 2015. 


Das Eigenkapital des Konzerns lag bei 303 Mio. €, damit kommt man auf eine Eigenkapitalquote von 55,4 %. Durch das hohe Eigenkapital im Unternehmen kann sehr stark in die neuen Geschäftsfelder auch mit Risiko investiert werden. Insgesamt waren in dem Unternehmen 2016 durchschnittlich 4.326 Mitarbeiter beschäftigt.

Quellen: 
https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet (Stand: 07.11.2018)
https://www.weidmueller.de/84786/127759/Presse/Videos/Unser-Unternehmen/Unternehmensvideos/cw_index_v2.aspx (Stand: 07.11.2018)
https://www.weidmueller.de/de/unternehmen/unser-unternehmen (Stand: 07.11.2018)
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/familienunternehmer/weidmueller-wie-ein-ostwestfaelischer-mittelstaendler-microsoft-ibm-und-sap-ausstechen-will/23273452.html?ticket=ST-533930-yZvcpTC5o6pWPQWj9HSz-ap6 (Stand: 07.11.2018)

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