Nestlé & Unilever können im Streit mit den Handelsketten von fit lernen

Sauberkeit als Erfolgsmodell - Wie ging es für fit nach der Wende weiter?

Vor der Wende


Fit wurde erstmals 1955 als Markennamen "fit flüssig" vom VEB Fettchemie Karl-Marx-Stadt angemeldet. Zunächst war an freie Marktwirtschaft nicht zu denken, deshalb zeigt sich das wirkliche Erfolgspotenzial erst später in der freien sozialen Marktwirtschaft.


Nach der Wende


Nach der Wende kam fit in starke Turbulenzen, weil die westdeutschen Handelsketten das Produkt nicht listeten. Doch auch hier half Erfindergeist, fit verkaufte die Produkte auf den Parkflächen vor den Einkaufszentren und das mit großem Erfolg. Es gelang den Unternehmen die finanzielle Existenz zu sichern, doch gut ging es dem ehemaligen VEB weiterhin nicht. Erst als 1993 der promovierte Chemiker Dr. Wolfgang Groß das fit-Werk übernahm, ging es mit dem Unternehmen mit Ideenreichtum bergauf.




Was können Unilever & Nestlé lernen?



Unilever & Nestlé bekommen zunehmend Druck von den Handelsketten. Anfang August hat Kaufland die Produkte von Unilever aus den Regalen geschmissen. Die Marken Langnese, Lipton, Dove und Knorr sind nach den gescheiterten Einkaufsverhandlungen nicht mehr für Kaufland-Kunden erhältlich.
Die Kunden fragen diese Produkte nach und sind teilweise auch gerne bereit höhere Preise zu akzeptieren. Evtl. sollten die Konzern kreativ sein und sich ein Beispiel an fit nehmen. Der Produktverkauf über LKWs, durch Automaten oder durch Onlineversand ist auch kurzfristig möglich und reduziert die Macht der Handelsketten.

Die Fortsetzung der Erfolgsstory fit dank Dr. Groß


Mit der Übernahme wurden große bedeutsame Investitionen getätigt. Erstmals errichtete man eine automatische Spülmittelabfüllanlage und eine Produktionsstätte für Waschmaschinentabs aus Pulver.

Bis zur Jahrtausendwende wuchs das Unternehmen kontinuierlich und stieg zu Deutschlands Nr. 3 im Spülmittel-Markt auf. Das ermöglichte eine Übernahme der Marken "Rei, Rei in der Tube" und "Sanso" von Procter & Gamble.

In den folgenden Jahren brachte fit immer neue Produkte auf den Markt, wie fit Pure Power, einen Alleskönner für WC, Küche und Bad. Auch Trends, wie Spülmittel mit Lavendel Ylang-Ylang Duft, verpasste das Unternehmen nicht.

Im Jahr 2009 übernahm fit die Marke "Kuschelweich" und erwarb die Lizenz für "Sunil"- Großpackungen von Unilever. Die Überschwemmung der Neiße im August 2010 traf das Unternehmen schwer. Das komplette Firmengelände wurde überflutet und die gelagerten Produkte damit unbrauchbar. 

2011 bekam Dr. Wolfgang Groß den Titel  "Unternehmer des Jahres" von der Sächsischen Zeitung verliehen.  Die Marke fit zählte im Jahr 2013 zu Deutschlands 10 stärksten Wachstumsmarken. Nach vielen Auszeichnungen der einzelnen Produkte mit "Produkt des Jahres", als auch des Unternehmers mit "Unternehmer des Jahres" erweiterte sich der Konzern um die Marke GARD im Jahr 2015. Damit stieg fit nun auch in den Bereich der Haarpflege ein. 


Der Unternehmer Dr. Wolfgang Groß


Dr. Wolfgang Groß ist ein großartiger Unternehmer, dem es gelang mit der ostdeutschen Marke fit gegen die übermächtigen internationalen Konzerne zu bestehen. Seit der Übernahme des Unternehmens im Jahr 1993 verdreizehnfachte er den Umsatz. 
"Man braucht viel Kraft, um als Unternehmen im Markt zu bestehen. Genauer gesagt: Innovationskraft." Dr. Wolfgang Groß

Bis heute führt der Inhaber Dr. Wolfgang Groß die fit GmbH weiter auf Erfolgskurs.

Unternehmenskennzahlen  von fit


Der Konzern erzielte im Jahr 2016 einen Umsatz von 163 Mio. € und erwirtschaftet daraus einen Jahresüberschuss nach Steuern von 5,2 Mio. €. Die Eigenkapitalquote der fit GmbH liegt bei 44%.

Quellen: 
https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=T6IRF4NrLiI (Stand: 11.09.2018)
https://www.fit.de/fit-gmbh/unternehmen/geschichte/ (Stand: 11.09.2018)
https://www.fit.de/fit-gmbh/unternehmen/fakten-zahlen/ (Stand: 11.09.2018)
https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet (Stand: 11.09.2018)

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