Thalia und Mayersch schließen sich zusammen um Amazon die Stirn zu bieten

Die beiden Familienunternehmen Thalia und Mayersche schließen sich zusammen. Können Sie Amazon die Stirn bieten?


Die beiden Familienunternehmen Thalia und Mayersche schließen sich zusammen. Thalia die Nummer 1 im deutschen Buchmarkt mit 300 Läden ist deutlich größer als Mayersche mit 55 Läden. Was sind die Beweggründe trotzdem eine Fusion anzustreben?

Zusammenfassung / Lessons Learned des Beitrag
  • Die Fusion von Mayersche dient hauptsächlich dem Kampf gegen das übermächtige Amazon
  • Die Unternehmen wollen dem rückläufigen Marktvolumen begegnen und ihre Stärken kombinieren
  • Der entstehende Konzern ist der "bedeutendste familiengeführte Sortimentsbuchhändler in Europa"

Kampf gegen Amazon




Hauptgrund für die Fusion der beiden deutschen Familienunternehmen ist der Gigant Amazon, der mit seiner enormen Onlinepräsenz den Bücher-Einzelhandel unterdrückt.
Die beiden Unternehmen sehen eine große Chance darin ein Fusion zu wagen und so den "bedeutendste familiengeführten Sortimentsbuchhändler in Europa" zu erschaffen.



Thalia gewinnt durch den Zusammenschluss einen neuen Vertriebsweg, da Mayersche nicht nur die eigenen Buchhandlungen betreibt, sondern über den Shop-in-Shop-Anbieter Best-of-Books in über 1.000 SB-Warenhäusern, Verbrauchermärkten, Supermärkten und Drogerien vertreten ist.

Der Thalia-Mehrheitsgesellschafter Manuel Herder sieht in dem Zusammenschluss
"ein Zeichen des Aufbruchs gegen die Marktmacht globaler Online-Händler und für die innerstädtische Lesekultur". 

Wiederum der Inhaber der Mayerschen Buchhandlungen Hartmut Falter betonte die strategische Bedeutung
"Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, weil wir uns strategisch auf die Zukunft einstellen wollen".

Rückläufige Verkaufszahlen


Neben Amazon müssen sich die beiden Unternehmen auf das Problem des rückläufigen Marktvolumens konzentrieren. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre verlor die Branche nach Daten des Börsenvereins des Buchhandels 6,4 Mio. Kunden. In den letzten 10 Jahren ging die Anzahl der verkauften Bücher um 37 Mio. auf 367 Mio. zurück. Das entspricht bereits einem Rückgang von 9,16% und bisher ist kein Ende dieser Tendenz in Sicht.

Thalia ist weiterhin offen für Zusammenschlüsse und Kooperationen. Das große Ziel des Konzerns ist es das Filialnetz weiter zu verdichten.

"Wenn wir einen Buchladen in einer Region eröffnen, wo wir bisher nicht stationär vertreten waren, steigt dort auch der Online-Umsatz" Thalia-Chef Busch

Unternehmenskennzahlen 


Die Thalia Bücher GmbH mit Sitz in Hagen erzielte im Geschäftsjahr 2016/17 einen Umsatz von 382,81 Mio. € (Steigerung um 4,1 % zum Vorjahr) und erwirtschaftete daraus einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 9,79 Mio. € (Rückgang um 436,9 % zum Vorjahr). Insgesamt beschäftigte das Unternehmen im Jahresdurchschnitt 601 Mitarbeiter. 

Die Mayersche Buchhandlung KG ist nicht verpflichtet ihre Geschäftszahlen offenzulegen. Der Bruttoumsatz im Jahr 2017 lag laut Statista bei 155 Mio. €.

Gesellschafterstruktur des neuen Buchgiganten


Der Thalia-Gesellschafterkreis bestehend aus den Familien Herder, Kreke, Busch und Göritz wird um die Inhaberfamilie der Mayerschen Buchhandlungen Familie Falter erweitert. Mehrheitsgesellschafter bleibt die Familie Herder. 

Der Zusammenschluss muss vom Bundeskartellamt genehmigt werden.

Quellen: 
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Grossfusion-im-Buchhandel-gegen-Amazon-Thalia-und-Mayersche-gehen-zusammen-4271233.html (Stand: 13.01.19)
https://www.youtube.com/watch?v=YEjnRGThcEk (Stand: 13.01.19)
https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet (Stand: 13.01.19)
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/206338/umfrage/bruttoumsatz-der-mayerschen-buchhandlung/ (Stand: 13.01.19)


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