Warren Buffett hat das 1.000 Dollar Konzept mit Erfolg angewendet und weiterentwickelt.

Opa Ernest Buffett hat den Grundsatz entwickelt


Ohne tiefere Betrachtung denkt man oft, Warren Buffett hat diese enorme Leistung bei Berkshire Hathaway alleine vollbracht. Aber mit nichten! 
Das 1000 Dollar Konzept hat Warren Buffett nur weiterentwickelt


Warren Buffett beobachtet und lernt unglaublich schnell von intelligenten Personen, wie Benjamin Graham, Charlie Munger und Opa Ernest Buffett. 

Das 1.000 Dollar Konzept stammt von seinem Opa väterlicherseits - Ernest Buffett. Der Vater von Howard Buffett war ein erfolgreicher Lebensmittelunternehmer und hat durch seine Erfahrungen gute Grundsätze entwickelt.

Was ist das 1.000 Dollar Konzept?


Zum zehnten Hochzeitstag schenkte er seinem Sohn 1.000 Dollar (heute rund 17.500 Dollar) und erklärte in einem Brief, dass dieses Geld in einem Bankschließfach als Reserve für Notfälle gebunkert werden solle. Genauer schrieb er:

“Du magst denken, dass das investiert gehört und dir Einnahmen bringen sollte - vergiss es“


“Für eine Reihe von Jahren war es mir ein Anliegen, eine Reserve zu halten, sollte ein Ergebnis auftreten, bei dem ich schnell Geld brauche, ohne das Kapital zu zerstören, das ich im meinem Geschäft habe.
Es gab ein paar Gelegenheiten, bei denen ich es sehr bequem fand, auf diese Ersparnisse zurückzugreifen.“

Das 1000 Dollar Konzept dient zur Reserve in der Krise. Es hilft, das bestehende Geschäft oder die bestehenden Positionen nicht angreifen zu müssen. Ein Verkauf in der Krise ist teilweise dumm, wenn man auf Aktien mit kleinen Gewinnen oder hohen Dividenden sitzt. Um diese aber zu realisieren, muss man evtl. noch Steuern und hohe Handelsgebühren dafür bezahlen.

Wie hat Warren Buffett das 1.000 Dollar Konzept weiterentwickelt?


“Bei Berkshire haben wir das 1000 Dollar Konzept ein bisschen weiterentwickelt und versprochen, immer mindestens 10 Mrd. Dollar Cash zu halten.“

Buffett hat eine ganz andere Ausgangslage. Er hat große Versicherungen im Hintergrund und bei Schäden der Versicherungsnehmer muss er blitzschnell zahlen können. Für dieses Worst Case Szenario braucht er knapp 10 Mrd. Dollar liquide.

Ist Cash auch sinnvoll in der niedrigen Zinsphase?


“Cash ist im Moment ein schreckliches Investment und wird es auch auf absehbare Zeit bleiben“, so Warren Buffett im Jahr 2011.
“Wir halten es nur deshalb, weil wir buchstäblich zu jeder Zeit für alle widrigen Ereignisse gewappnet sein wollen. Und derzeit streben wir nicht an, mehr Cash zu halten, als nötig, um wirklich sicher zu sein, dass wir alles bewältigen werden, was kommen kann.“

Was kann da kommen? Wir wissen es nicht. Kein Mensch kann das mit Bestimmtheit sagen. Wir können uns nur vorbereiten. Warren Buffett und das Team von Berkshire Hathaway bereiten sich mit knapp 100 Mrd. USD in Cash und kurzlaufenden, schnell liquidierbaren Investments vor.

Vergleicht man diesen Betrag mit dem Aktienportfolio in Höhe von 200 Mrd. USD sind in der Krise erheblich Zukäufe möglich, ohne die stille Reserve von 10 Mrd. USD auflösen zu müssen.
Dazu kommt noch der regelmäßige Versicherungsfloat. Unterm Strich ist Berkshire enorm für die nächste Krise gerüstet und wird diese Krise nutzen, um starke Unternehmen zu hervorragenden Einstiegsrenditen zu erwerben. Wie das Prinzip dahinter funktioniert, wird im Artikel “Überrenditen dank Cash“ erklärt.
Warren, dein Opa Ernest Buffett ist sicher stolz auf dich!

Quelle auf Seite 22 & 23:


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