Value Investor Eveillard gebührt großer Respekt

Eine starke Performance des Publikumsfonds und lange Haltezeiten der Investments zeichnet Value Investor Eveillard aus.


Warum gebührt Value Investor Eveillard besonderer Respekt?


Er gehört zu den Ausnahmen in der Finanzwelt. Laut seiner Erfahrung sind nur 5% der von Angst und Gier getriebenen Finanzwelt richtige Value Investoren. Value Investor Eveillard gehört nicht nur fachlich zu den Besten seiner Zunft, sondern beweist es auch durch eine starke Performance seines Publikumsfonds.

Sein Publikumsfonds entwickelte sich mit rund 15,7% p.a. in seiner 26 jährigen Führung. Absolut bedeutet es eine Performance von 4395 % (zum Vergleich die Nettorendite des MSCI World war 1514% (11,29%p.a.)). Warum gebührt ihm besonderer Respekt:
Er hatte die typischen Probleme eines Fondsmanagers.
Er führte einen Publikumsfond, das heißt der Anleger kann jederzeit die Anteile des Fonds kaufen und verkaufen. Im Gegenzug bedeutet es aber auch, dass der Anleger sein Geld abzieht, wenn es nicht gut an den Börsen läuft. Gerade in diesem Moment braucht der Value Investor Geld, um dies gewinnbringend und mit hohen Einstandsrenditen einzusetzen.

“Ich persönlich habe immer gesagt, dass ich lieber die Hälfte unserer Anleger verlieren würde als die Hälfte ihres Geldes.“

Ende der 90 er Jahre hat er tatsächlich mehr als die Hälfte der Anleger verloren. Während der Technologieblase sind die gierigen Anleger auf den rasanten Zug aufgesprungen und haben es später in der Krise bereut.

Durch den Kapitalabzug wird der Value Investor teilweise gezwungen, Verluste zu realisieren. Um das zu vermeiden, arbeitete Investor Eveillard auch mit einer gewissen Cashquote - dazu später mehr.
Was zeichnet Value Investor Jean-Marie Eveillard noch aus?


Was zeichnet den Value Investor Eveillard aus?




Jean-Marie Eveillard hatte einen sehr langen Anlagehorizont. Er wollte Beteiligung mindestens fünf bis zehn Jahre halten und dementsprechend hat er auch mit Hilfe einer sehr langfristigen Perspektive seine Entscheidung getroffen.
Darüber hinaus zeigte er eine gewisse Disziplin bein Einkauf von Unternehmensanteilen. Er forderte immer einen sehr geringen Preis und eine möglichst hohe Gewinnrendite.

Bewertrungsmetriken von Eveillard



Quelle: Eveillard (2016): Value Investing. Mein Weg, meine Erfolge, meine Fehler. S. 65.


Auch für außergewöhnliche Unternehmen zahlt Value Investor Eveillard nur das 12-fache des Betriebsergebnisses. Die Lieblingsbewertungsmetrik von Jean-Marie Eveillard ist EV / EBIT , denn die EBIT  enthält kein Zins- und Steuerergebnis, deshalb kann man die Unternehmen auch über die Landesgrenzen hinweg gut vergleichen und bewerten. Die Eigenheiten des Zins- und Steuerumfeldes jedes Landes spielt bei der Bewertung dementsprechend keine Rolle. Der Unternehmenswert zu Betriebsergebnis- Multiplikator berücksichtigt über den Unternehmenswert auch die Verschuldungssituation des Unternehmens, denn der Unternehmenswert setzt sich zusammen aus Marktkapitalisierung zuzüglich Verschuldung und abzüglich Cash.

   
Das Cash im Portfolio ist für Eveillard eine Restgröße wie auch für viele andere Value Investoren. Entweder gibt es genügend Anlagemöglichkeiten, dann haben in der Regel die Value Investoren wenig Liquidität oder es gibt wenige Anlagemöglichkeiten, welche auch die strengen Preiskriterien erfüllen, dann bleibt die Cash-Quote hoch.



Quelle: Eveillard (2016): Value Investing. Mein Weg, meine Erfolge, meine Fehler. S. 71.

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