Trumpf: ein fas­zi­nie­rendes Familienunternehmen und seine Geschichte - Teil 1

Die Unternehmensgeschichte von Trumpf in den Jahren 1923-1960

Die Anfänge 

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Im Jahr 1923 begann die lange Unternehmensgeschichte des Familienunternehmens Trumpf in Stuttgart. Christian Trumpf erwarb mit zwei Partnern eine mechanische Werkstatt der Julius Geiger GmbH, in der zuerst biegsame Wellen für Zahnärzte und Druckereien gefertigt wurden. Aufgrund des motorischen Antriebs wurde die Welle für die Industrie zur Bearbeitung von Metall und Holz relevant. 

Durch das starke Wachstum musste das Unternehmen bereits 1933 nach Weilimdorf umziehen. Die Julius Geiger GmbH beschäftigte zu der Zeit bereits 70 Mitarbeiter. 1934 entwickelte Trumpf die erste motorbetriebene Handschere, aus der sich ein breites Produktprogramm ergab.


Zweiter Weltkrieg und Folgen


1937 wurde die Julius Geiger GmbH offiziell in TRUMPF & Co. umbenannt. Die Grenze der 100 Mitarbeiter wurde 1939 überschritten. Auch während des Zweiten Weltkriegs behielt Trumpf sein Produktprogramm bei. Die Firmengebäude blieben unbeschädigt.

Der nächste Fortschritt folgte mit der Entwicklung einer stationären Aushauschere 1947. Damit setzte Trumpf auf stationäre Maschinen und ging von kleinen mobilen Maschinen weg. In den Folgejahren zeigte sich, dass Christian Trumpf damit die richtige Entscheidung traf. 1950 übersprang das Unternehmen die 1 Mio. Umsatzgrenze  und beschäftigte 145 Mitarbeiter. Berthold Leibinger begann eine Ausbildung im Unternehmen seines Patenonkels Christian Trumpf.

Internationalisierung 


Die Aushauscheren waren auch international sehr begehrt. Die Firma Trumpf stellte sich auf verschiedenen Messen vor und vertrieb ihre Maschinen erfolgreich. Das Wachstum erforderte einen neuen Produktionsstandort. Hugo Schwarz wurde Gesellschafter und Geschäftsführer und verstärkte das Unternehmen. 

1955 eröffnete Trumpf ein neues Werk in Hettingen auf der schwäbischen Alb. 
Berthold Leibinger verbesserte in seiner Diplomarbeit den Schneidprozess bei Aushauscheren und trat 1958 eine Stelle beim damals größten Werkzeugmaschinenhersteller Cincinnati Milling Machine Company in den USA an. Nach seiner Auslandserfahrung übernahm er das Unternehmen von Christian Trumpf.
"Für mich und das damals noch kleine Unternehmen, in dem ich dann angestellt war, bedeutete das einen entscheidenden Schritt." Berthold Leibinger 
Die NC-Steuerung, erfunden von Trumpf, legte 1957 die Grundsteine für die numerisch gesteuerte Vorschubbewegung und reformierte die Maschinenbauindustrie. Dadurch ist eine Bearbeitung von Blechen nicht mehr manuell nötig. 

Quellen: 
https://www.trumpf.com/de_DE/unternehmen/trumpf-gruppe/meilensteine-in-der-trumpf-geschichte/epoche-1950-1959/
https://www.trumpf.com/de_DE/unternehmen/trumpf-gruppe/unternehmensprofil/


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