Machtkampf in Deutschlands größten Fleischkonzern

Einigung zwischen den beiden Konfliktparteien bei Tönnies

Kuh, Schaf und Schwein
Quelle: Tönnis.com
Der Streit zwischen Clemens Tönnies und Robert Tönnies scheint vorerst beigelegt. Aber wie lange halten die getroffenen Kompromisse? Kann es zu einer langanhaltenden Lösung in dem lange anhaltenden Streit kommen?

Ausgangspunkt


Robert Tönnies (Sohn des Gründers) übergab seinem Onkel Clemens Tönnies 5 % am Unternehmen, da dieser nach dem Tod von Bernd Tönnies (Gründer des Unternehmens) 1994 den Fleischkonzern weiterführte. Damit hält Clemens Tönnies die Mehrheit von 55% am Unternehmen. Robert Tönnies war 1994 noch nicht in der Lage das Unternehmen zu führen. Zudem bekam Clemens Tönnies das doppelte Stimmrecht in der Gesellschaftsversammlung. 

Streitgrund


Robert Tönnies versucht den damals geschlossenen Vertrag wieder aufzuheben, um die Mehrheit am Unternehmen zurückzubekommen. Er argumentiert mit arglistiger Täuschung und führt verschiedenste Verfahren gegen seinen Onkel. Die Verfahren haben meistens keinen direkten Bezug zum Unternehmen, sondern gehen auch auf persönliche Stufe. Teilweise erhebt Robert Vorwürfe der Steuerhinterziehung gegen Clemens Tönnies. Es konnte jedoch bisher nichts nachgewiesen werden.

Kompromiss


Clemens Tönnies hält 50 % am Unternehmen und bringt seinen privaten Beteiligungen an der Zur-Mühlen-Gruppe (Böklunder) in den Tönnies Konzern ein. Zudem beteiligt er seinen Sohn Maximilian Tönnies am Unternehmen. Sein Ziel ist es eine neue Generation ins Unternehmen zu bringen, die nicht vom Streit belastet ist. Die Familien stehen sich also mit gleicher Beteiligung im Tönnies Konzern gegenüber. Streitpunkte sollten im Beirat des Unternehmens geregelt werden.

Fazit


Es ist sehr unwahrscheinlich das diese Regelungen einen langanhaltenden Frieden zwischen den Familien zur Folge haben wird. Die Gemüter sind sehr stark erhitzt auch auf Grund der vielen Vorwürfe gegen Clemens Tönnies. Es wird zu weiteren Streitigkeiten zwischen den beiden Parteien kommen. Die Frage ist nur, wie gut diese untereinander gelöst werden können und wie sie das Unternehmen beeinflussen. 

Quelle:
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/toennies-familienfrieden-auf-dem-schlachthof/19698526.html (Stand: 23.4)
https://www.welt.de/wirtschaft/article138191294/Toennies-und-doppeltes-Stimmrecht-an-falscher-Stelle.html (Stand: 23.4)
http://www.toennies.de/ueber-toennies.html (Stand 23.4)
http://www.noz.de/deutschland-welt/wirtschaft/artikel/693747/tonnies-umsatz-stagniert-schlachtzahlen-gesteigert (Stand:23.4)


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