Wie kommt es zu hohen Unternehmensbewertungen der Start-ups?

Die Erfolgsgeschichte von Start-Ups, die Jungunternehmen scheinen so wertvoll wie nie zuvor.

Junge Unternehmen, die nur wenige Jahre alt sind, werden bereits mit Milliardensummen bewertet. Wie ist das möglich und welche Unternehmen sind die wertvollsten Start-Ups der Welt? 

Die Gründungen von Start-Ups nahmen in den letzten Jahren sehr stark zu aufgrund der sich stark ändernden IT-Branche. Durch immer neue Entwicklungen im Bereich Online-Handel, Online-Plattformen oder Smartphones, sowie Apps gründen sich immer neue Unternehmen mit neuen Geschäftsideen. 
Wenn die Geschäftsideen Potenzial haben schnellen die Bewertungen der Unternehmen sehr stark in die Höhe, so kommt es zu mehrstelligen Milliardenbeträgen für Unternehmen, die noch nicht mal 5 Jahre alt sind. 

Bild Koenigsinvestor.deEin sehr bekanntes Beispiel ist die Snap Inc. der Betreiber von Snapchat. Das Unternehmen wurde 2011 gegründet und liegt mit einem Unternehmenswert von 17,8 Milliarden Dollar auf Platz 8 der wertvollsten Start-Ups der Welt. Die einfache Idee Fotos zu verschicken, die sich nach wenigen Sekunden wieder löschen, scheint so viel wert zu sein.

Das wertvollste Start-Up der Welt ist Uber mit einer Bewertung von 68 Milliarden Dollar (entspricht rund 1,2x der BMW - Marktbewertung). Das Unternehmen, was auf einen Klick ein privates Taxi bestellt weitet seine Tätigkeiten weiter aus. Es wird geplant, das Uber seine Geschäftstätigkeit um Transformation von Gütern und Services erweitert. Außerdem forscht Uber an selbstfahrenden Autos.

Die Unternehmen Snap und Uber müssen Ihren gigantischen Preis erstmal durch zukünftige Gewinne und Free Cashflows rechtfertigen, sonst kann es zu einem bösen Erwachen kommen.


Quellen:
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/snap-airbnb-uber-das-sind-die-wertvollsten-start-ups-der-welt/19414470.html
https://www.snapchat.com/l/de-de/

Junge Deutsche greifen zu Aktien. SUPER! Was sollten Sie beachten?

Das Deutsche Aktieninstitut vermeldet: Junge Leute greifen zu Aktien. Super! Nur was müssen Sie berücksichtigen?


Die Aktienanlage ist besonders für junge Leute wichtig.


Die Zahl der jungen Aktienanleger im Alter von 14 und 39 Jahren steigt um 4,7 % auf 1,95 Millionen laut einem Bericht des Deutschen Aktieninstituts. Das ist ein kleiner Anstieg aber immerhin. Damit konnte die Zahl der jungen und dynamischen Aktienanleger in den letzten vier Jahren deutlich um 23 % zulegen. Junge Leute kaufen endlich wieder Aktien! 


junge Aktienanleger zwischen 14 und 39 Jahren


Mit einem Blick in die Zukunft versteht man erst die richtige Bedeutung des Anstiegs. Gerade die junge Generation wird den demographischen Wandel mit den Auswirkungen auf das Rentensystem zu spüren bekommen. Es wird nur eine geringe oder keine Rente möglich sein, gerade deswegen ist ein Vermögensaufbau und eine Altersvorsorge in eigener Regie sehr wichtig. Ein Kauf von Unternehmensanteilen, also Aktien, kann den Lebensstandard sichern und evtl. verbessern. Die Dividenden der Unternehmen können die Rente (und Gehalt / Lohn) aufbessern und machen Sie unabhängiger.

Nicht der Investitionszeitpunkt ist entscheidend sondern die Zeit!


Der DAX ist schon gut gelaufen und steht mittlerweile über 11800 Punkten, dennoch ist eine Investition in Aktien sinnvoll, weil wie schon John Templeton meinte nicht der Zeitpunkt der Investition wichtig ist sondern der Zeitraum.

"Die beste Zeit für die Geldanlage ist dann, wenn man Geld hat. Die Geschichte deutet nämlich darauf hin, dass nicht der Zeitpunkt zählt, sondern die Zeit."
Quelle: Jenks &Neumüller (2008):  Die 500 geistreichsten, bissigsten und gelehrtesten Zitate zum Thema Geld

Wenn Sie unter 40 Jahre alt sind, können Sie schätzungsweise noch über 25 Jahre Aktien kaufen, halten und nur wenn nötig verkaufen. Betrachtet man die DAX Entwicklung über die letzten 25 Jahre, konnte man eine Rendite von rund  8,3 % im Jahr erzielen. Durch den Zinseszins-Effekt entstehen über diesen Zeitraum erhebliche Summen.

Warren Buffett hat die Aktienentwicklung auf den Dow Jones analysiert und kam zu dem Entschluss, dass auch das letzte Jahrhundert sehr erfolgreich war:

"In America, gains from winning investments have always far more than offset the losses from clunkers.  During the 20th Century, the Dow Jones Industrial Average – an index fund of sorts – soared from 66 to 11,497, with its component companies all the while paying ever-increasing dividends."

Quelle: Buffett (2016): SHAREHOLDER LETTERS 2015, S. 23f

Mittlerweile steht der Dow Jones bei über  20500 Punkten und damit Nahe am Allzeithoch. Aber eins dürfen wir nicht verschweigen, es geht auch mal bergab mit der Kursentwicklung, wie in der Eurokrise. Dann bekommen auch viele junge Aktienbesitzer Angst, verkaufen zu schlechten Kursen und realisieren Verluste, wie man anhand des Rückgangs der Anzahl der jungen Aktienbesitzer zwischen 2012 und 2013 sehen kann. In Krisenzeiten darf man nicht ängstlich werden, sondern sollte seine Vermögenswerte behalten oder im besten Fall antizyklisch reagieren und weiter investieren! Das ist schwer, stimmt! Was könnte da helfen?



Der Vertrag eines Investors von Benjamin Graham hilft, wenn es bergab geht und es wird mal bergab gehen!


Benjamin Graham hat diesen Vertrag eines Investors schon vor über Jahrzehnten für die Krisenphasen entworfen. Er befindet sich im wirklich empfehlenswerten Buch Intelligent Investieren  (2016, S. 245). Wenn Sie diesen kurzen Vertrag studieren und sich folgende Textbausteine zu Herzen nehmen, können Sie über Jahre sehr gute Geschäfte an der Börse machen. 

"Ich, Königsinvestor, bestätige hiermit, dass ich ein Investor bin, der versucht, noch viele Jahre Geld anzusparen. [...] Außerdem erkläre ich verbindlich, niemals eine Aktie zu kaufen, nur weil der Kurs gestiegen ist, und niemals eine Aktie zu verkaufen, nur weil der Kurs gefallen ist."
Empfehlenswert ist natürlich auch, wenn Sie diesen Vertrag eines Investors unter Zeugen unterzeichnen und sich den Vertrag vor allem in schweren Zeiten, wenn die Kurse nach unten gehen, über den Schreibtisch hängen.


Quelle:

http://boerse.ard.de/aktien/dai-aktionaere-werden-juenger100.html (abgerufen 15.02.2017)
https://www.dai.de/files/dai_usercontent/dokumente/studien/2017-02-14%20DAI%20Aktionaerszahlen%202016%20Web.pdf (abgerufen 15.02.2017)

Der wahre Grund für die Aufspaltung der Metro Group

Erich Kellerhals und sein Kampf um die Macht im Media-Saturn Konzern

Seit vielen Jahren läuft im Metro-Konzern ein Machtkampf um das Sagen bei Mediamarkt und Saturn. Erich Kellerhals der Mitbegründer von Mediamarkt streitet sich mit der Metro Group um Entscheidungsgewalten. Bei der Zusammenlegung von Mediamarkt und Saturn verkaufte Kellerhals einen Großteil seiner Anteile an Kaufhof. Die Metro-Group kaufte später Kaufhof auf, wodurch die Hauptanteile an Media-Saturn Holding an die Metro AG gingen. Die Konstellation im Unternehmen ging so lange gut, wie Mediamarkt und Saturn kontinuierlich wuchsen und Gewinne abwarfen. Erste Konflikte gab es, erst als der Konzern nicht mehr so stark wuchs und Metro die Aufhebung des Vetorechts von Kellerhals forderte. Kellerhals klagt an das bei Media-Saturn keine klare Führung mehr zu erkennen ist und es so mehr Rückschritt als Fortschritt im Unternehmen gibt. Die Metro-Group soll laut Kellerhals den Bereich Media-Saturn nur noch verwalten und so im Konkurrenzkampf mit den Onlinegegnern weiter verlieren. Kellerhals hält eine Beteiligung von ca. 22 % an der Media-Saturn Holding. Die anderen 78 % Beteiligung liegen bei der Metro AG. Jedoch ist Kellerhals mit einem Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen ausgestattet. Von der Entscheidungsgewalt liegt also die Gewichtung bei 50 % zu 50 % zwischen Kellerhals und der Metro AG.
Bild Koenigsinvestor.de"Ich kämpfe um mein Lebenswerk“ von Erich Kellerhals
Um nun die Streitigkeiten von der Metro Group abzuwenden, gründet der Konzern ein eigenes Unternehmen unter dem Namen Ceconomy nur mit Mediamarkt und Saturn. Die Beteiligungsverhältnisse bleiben aber identisch. Kellerhals behält sich jedoch eine Klage gegen diese Entscheidung der Metro Group vor. Die dauerhaften Streitigkeiten haben Auswirkungen auf die Konkurrenzpolitik des Unternehmens. Es sind neue starke Gegner, wie Amazon in den Markt getreten und der Media-Saturn Konzern wirkt wie gelähmt, da er dieser neuen Macht kaum etwas entgegensetzt.



Hier zum vorherigen Beitrag zur Metro.Aufspaltung:

http://www.koenigsinvestor.de/2017/02/aufspaltung-von-metro-in-2-konzerne.html

Quellen: 
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/media-saturn-gruender-kellerhals-prueft-klage-gegen-metro-aufspaltung/19357376.html (Stand:14.2)
https://www.welt.de/wirtschaft/article161857931/Media-Markt-Scheidung-lohnt-sich-zuerst-fuer-die-Chefs.html (Stand: 14.2)
http://www.crn.de/server-clients/artikel-109934.html (Stand: 14.2)
http://www.zeit.de/2014/04/media-markt-erich-kellerhals-metro/seite-2 (Stand: 14.2)

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Mit einer Frage gab Warren Buffett den Anstoß, dass Bill Gates Microsoft zum Weltkonzern entwickelte. Welche das war?

Eine lange Freundschaft zwischen Warren Buffett und Bill Gates beeinflusste die Erfolgsstory von Microsoft.


Mittlerweile sind Warren Buffett und Bill Gates von Microsoft über 25 Jahre befreundet. Ihre Freundschaft ist sehr eng, sie telefonieren regelmäßig und treten auch gemeinsam bei der Berkshire Hathaway Hauptversammlung auf.

Wo stand Microsoft vor 25 Jahren?


Microsoft aus Albuquerque war damals schon börsennotiert und erwirtschaftete laut Geschäftsberichten einen Umsatz von rund 3 Mrd. US-Dollar und einen Nettogewinn von etwa 700 Mio. US-Dollar. Das Unternehmen besaß damals schone eine ordentliche Nettoliquidität.

Was fragte Warren Buffett damals den Jungunternehmer Bill Gates?

Bill Gates verriet die geheime Frage zur Feier der 25-jährigen Freundschaft in der Columbia Universität:
„Hey, Microsoft ist ein kleines Unternehmen, IBM diese große Firma; warum kannst du das besser? Warum können sie dich in diesen Software-Wettbewerbs-Spielchen, die ihr da spielt, nicht schlagen?'“
Diese Frage krempelte die Denkweise von Bill Gates um. Er entfernte sich etwas von dem Ziel, die Software so gut wie möglich zu entwickeln und konzentrierte sich mehr auf den Wettbewerb am Markt. Er dachte darüber nach, wie man die vorhandenen Wettbewerbsvorteile ausbauen könne. Das sollte der Grundstein für die Erfindung vom Windows Betriebssystem sein, eine Bedieneroberfläche, welche auch nicht so technikaffine Menschen beherrschen konnten. 

Warren Buffett sieht schon länger den Schlüssel für eine erfolgreiche Firma in der ständigen Verbreiterung des Burggrabens:
“We think in terms of that moat and the ability to keep its width and its impossibility of being crossed as the primary criterion of a great business. And we tell our managers we want the moat widened every year.”


Frei übersetzt bedeutet es:
„Wir sehen im Burggraben und der Fähigkeit seiner Verbreiterung sowie der Unmöglichkeit seiner Überschreitung das oberste Kriterium für ein großartiges Unternehmen. Und wir sagen unseren Managern, dass wir den Burggraben jedes Jahr weiter ausgebaut haben möchten."
Quelle: Warren Buffett auf der Berkshire Hathaway Hauptversammlung im Jahr 2000

Man darf sich als Unternehmenslenker nicht auf den Wettbewerbsvorteil ausruhen, sondern muss auch Innovationen vorantreiben, wie bei Microsoft damals das Windows-Betriebssystem, welche womöglich zu einer Verbreiterung des Burggrabens führte und das Unternehmen auf ein ganz neues Level hob - wie der Fall Microsoft zeigte. 
Bill Gates und Warren Buffett veränderten Microsoft.


Wo steht Microsoft heute?


Der Technologiekonzern Microsoft ist mit Windows und Office aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken. Das Unternehmen generiert rund 85 Mrd. US-Dollar Umsatz und einen Gewinn von 16,5 Mrd. USD-Dollar. Gewinn und Umsatz haben damit in einer Bandbreite vom 22-30- fachen zugelegt. Auch die Nettoliquidität ist auf einen gigantischen Berg angewachsen. Damit zählt Microsoft zu einem guten Beispiel für die kontinuierliche Verbreitung des Burggrabens und Warren Buffett soll es indirekt beeinflusst haben - was für ein Zufall ;-)

Quelle:
www.businessinsider.de/diese-kleine-frage-von-warren-buffet-hat-bill-gates-komplett-zum-umdenken-bei-microsoft-bewegt-2017-2 (abgerufen 11.02.2017)


Aufspaltung von Metro in 2 Konzerne

Ein Food-Konzern und ein Elektronik-Konzern entstehen aus der Metro-Group

Eines der größten deutschen Familienunternehmen die Metro AG spaltet seine Geschäftsteile in 2 neue Konzerne auf. Einmal der Lebensmittelbereich, unter dem Metro die Metro-Großmärkte und die Real-Supermärkte vereint und den Elektronik-Bereich zudem in Zukunft Media Markt und Saturn gehören werden. Der Elektronikbereich bekommt den Name "Ceconomy", der Lebensmittelbereich besteht weiter unter dem Namen Metro.

Gründe für die Aufspaltung des einst größten Handelskonzerns Deutschland sind einerseits unterschiedliche Strategien der einzelnen Geschäftszweige, andererseits das Zusammenschrumpfen des Konzerns in den letzten Jahren.
Metro verkaufte die Warenhauskette Galeria Kaufhof und musste das Auslandsgeschäft von Real abgeben. Damit war der Verlust des Status des größten Handelskonzerns Deutschlands verbunden, sowie die Position im Dax.
Bild Koenigsinvestor.de
Die beiden neuen Unternehmen werden im M-Dax notiert sein und die Aktionäre werden Aktien im Zuteilungsverhältnis von 1:1 erhalten.
Der "neue" Metro-Konzern, also der Lebensmittelbereich plant in Zukunft einen Umsatz von ca. 37 Mrd. €. Der neu gegründete Konzern Ceconomy, also der Elektronikbereich erwirtschaftet ungefähr einen Umsatz von 22 Mrd. €.

Der gesamte alte Konzern erwirtschaftet im Jahr 2016 einen Umsatz von 58,5 Mrd. € mit rund 230.000 Mitarbeitern.

Quelle:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/metro-aktionaere-stimmen-fuer-aufspaltung-a-1133440.html
https://www.metrogroup.de/verantwortung/mitarbeiter
http://www.finanzen.net/termine/METRO

Höheres Risiko ist gleich höhere Rendite! Stimmt nicht, warum?

Größeres Risiko ist gleich höhere Rendite! Falsch!


Eine weitverbreitete Denkweise ist, dass höheres Risiko zuverlässig höhere Renditen bringt. Das stimmt so nicht! Obwohl es in einigen Schulen und Universitäten mit Hilfe dieses Risiko- Rendite Charts gelehrt wird: 

Das herkömmliche Risko-Rendite-Chart enthält einen Fehler.



Quelle: Howard Marks (2015): Memo Risk Revisted Again, S.8.

Was sagt die Grafik aus? Höhere Risiken führen automatisch zu höheren Renditen. Es besteht eine positive Korrelation zwischen Risiken und Renditen. Geht man größere Risiken ein, bekommt man auch höhere Renditen. Wenn das stimmt, warum macht es nicht jeder? Das kann ja nicht stimmen.


Warum bringen höhere Risiken nicht zuverlässig höhere Renditen?


Dazu ein Beispiel: Wenn Sie auf einer Landstraße sehr schnell in eine enge Kurve fahren, gehen Sie generell sehr hohes Risiko mit zwei möglichen Resultaten:
Sie kommen aus der engen Kurve mit quietschenden Reifen heraus und fahren ihre Bestzeit auf der Strecke oder sie werden für die hohe Geschwindigkeit bestraft und das Auto trägt sie aus der Kurve. Sie fliegen förmlich aus der Kurve  und kommen von der Straße ab. Ihr Auto erleidet einen Totalschaden (und hoffentlich bleiben die Insassen unverletzt.) 
Das bedeutet, je höher das Risiko umso größer ist auch die Bandbreite der Ergebnisse, welche man teilweise nicht beeinflussen kann. Für Investoren ist die Bandbreite der erwarteten Renditen ausschlaggebend für die Investitionsentscheidung. Die erwarteten Renditen können bei einem riskanten Investment deutlich in den negativen Bereich (auch Totalverlust) fallen, was bei dem normalen Rendite-Risiko-Chart nicht vorgesehen ist.   Howard Marks sagte einmal:
“In brief, if riskier investments could be counted on to produce higher returns, they wouldn´t be riskier.”

Quelle: Howard Marks (2015): Memo Risk Revisted Again, S.8.

Frei übersetzt bedeutet es: 
„Würden riskantere Investments zuverlässig höhere Renditen bringen, dann wären Sie nicht riskanter!“ 



Und diese Feststellung nutzt er, um das Rendite-Risiko-Chart weiter zu entwickeln. In einem interessanten Video von Howard Marks mit dem Titel „Risk Revisited Again“ können Sie seine Denkweise nochmal  nachvollziehen. 

neues Risiko-Rendite-Chart mit Bandbreiten der erwarteten Ergebnisse



Quelle: Howard Marks (2015): Memo Risk Revisted Again, S.8.

Die neue Rendite- Risiko-Grafik zeigt deutlich, dass die Bandbreite der Renditen bei hohem Risiko deutlich größer wird. Es besteht eine enorme Unsicherheit über die zukünftigen Ergebnisse riskanter Investments. Bei riskanten Anlagen sind negative Renditen und sogar ein Totalverlust möglich. Das entspricht der Realität und ist auch ein wichtiger Punkt bei jeder Investmententscheidung. Value Investoren scheuen in der Regel riskante Investments mit hohem Preis, weil sie folgende Botschaft von Benjamin Graham verinnerlicht haben: 
"Wenn die Verluste minimiert werden, erzeugen durchschnittliche Gewinne überdurchschnittliche Ergebnisse"
Quelle: Cunningham(2005):  Value-Investing - simplified: simplified S.20


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Die Entwicklung von Sixt zur größten Autovermietung Deutschlands

Die Errichtung eines Großkonzerns durch Verleih von Mietwagen

Martin Sixt gründete 1912 in München mit 3 Fahrzeugen die erste Autovermietung. 1927 gibt er das Unternehmen an seinem Neffen Hans Sixt weiter. Die Firmenflotte wir komplett auf Mercedes-Benz umgestellt.
Im 2. Weltkrieg zog die deutsche Wehrmacht alle Fahrzeuge der Firma Sixt zu Kriegszwecken ein, dies bedeutete vorerst das Ende für das Unternehmen. 

Doch bereits 1951 gründet Hans Sixt die Firma Auto-Sixt und bereits nach wenigen Jahren eröffnen erste Filialen an Flughäfen in Frankfurt und München. Zudem steigt Sixt in den Geschäftszweig Leasing ein.
1967 startet aufgrund der hohen Nachfrage das Full-Service-Leasing-Programm von Sixt.
1969 übernahm der heutige Vorstandsvorsitzende Erich Sixt die Leitung des Unternehmens und vermietete nun auch Lkws.
Bereits 1986 geht Sixt an die Börse und wandelt das Unternehmen in die Sixt SE um neue Wachstumschancen wahrzunehmen.
1991 beginnt die internationale Expansion von Sixt durch Vergabe von Lizenzen. Durch den Einstieg in den direkten Autohandel 2003 erschließt sich Sixt ein neues Geschäftsfeld. Diese Marktposition wird gestärkt durch die Onlineplattform autohaus24.de auf der Kunden Neufahrzeuge online kaufen können. 
2009 steigen Konstantin und Alexander Sixt in das Unternehmen ein und übernehmen Aufgaben in der Konzernleitung.
Mit dem Expansionschritt in die USA 2011 soll ein weiterer großer Markt erschlossen werden. Durch das Joint Venture Drive Now mit BMW 2011, soll die Marktposition in der Vermietung von Fahrzeugen weiter gestärkt werden.
2016 wird Drive Now international und ist auch in den Städten Brüssel, Kopenhagen, London, Mailand und Stockholm verfügbar. 
Bild Koenigsinvestor.de
2015 erwirtschaftete Sixt einen Umsatz von 2,18 Mrd. € mit einer Firmenflotte von 172.400 Fahrzeugen und über 5.000 Angestellten.

Auf die Frage ob Erich Sixt stolz auf die Unternehmensgeschichte ist, antwortete er:
„Stolz ist ein ganz dummes Wort. Stolz bringt Hochmut mit sich, Überheblichkeit. Ich reagiere allergisch auf das Wort Stolz.“
Quelle: 
https://about.sixt.com/websites/sixt_cc/German/0/ueber-uns.html (Stand: 3.2)
http://www.spiegel.de/spiegel/erich-sixt-im-interview-a-1098914.html (Stand: 3.2)
http://www.wiwo.de/unternehmen/mittelstand/erich-sixt-wer-nur-traditionen-fortfuehrt-wird-nicht-ueberleben/13608980.html (Stand: 3.2)

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