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Risikominimierung durch 4 fundamentale Faktoren

Erfolgreiche Value Investoren vermeiden das Risiko


Die erfolgreichen Investoren wie Warren Buffett, Mohnish Pabrai und Rob Vinall - die den Markt regelmäßig schlagen- haben eine Gemeinsamkeit: Die Risikominimierung.
Die Vermeidung von Risiko erfolgt nicht durch Absicherungen oder andere Wetten, sondern durch den fundamentalen Investmentprozess.
Fallen durch Risikovermeidung umgehen


Zusammenfassung / Lessons Learned des Beitrags


  • Wege zur Risikominimierung 1. attraktiver Preis auf die zukünftigen Gewinne und Free Cashflows des operativen Geschäfts mit Sicherheitsmarge
    2. Geschäftsmodell mit Wettbewerbsvorteil (erkennbar durch hohe Renditen und Margen)
    3. Starkes Management mit Investitionen in die Zukunft
    4. krisenfeste Bilanz.  Durch einen hohen Eigenkapitalanteil und starke Nettoliquidität kann ein Unternehmen jede Krise zum Ausbau der Marktposition nutzen
  •  Das Risiko eines dauerhaften Kapitalverlustes ist durch gründliche Analyse von Geschäftsmodell, Management, Bilanz und Preis reduzierbar


Im Kern dreht es sich um folgende Punkte zur Risikominimierung:

Wer kontrolliert die Rohstoffpreise? Cargill - eine unbekannte Weltmacht.

In fast jedem Lebensmittel steckt ein Rohstoff von Cargill. Warum ist der Konzern so unbekannt?

pixapay.com

Cargill zählt zu einem der größten Familienunternehmen der Welt. Insgesamt erwirtschaftete der Konzern in 2018 einen Umsatz von 115 Mrd. $ und liegt damit deutlich über dem Umsatz des Lebensmittelkonzerns Nestle mit umgerechnet 93 Mrd. $. Trotzdem ist der Konzern weltweit, jedoch gerade in Deutschland, kaum bekannt.


Zusammenfassung / Lessons Learned des Beitrags


  • Das Familienunternehmen Cargill hat einen enormen Einfluss auf internationale Rohstoffpreise für Lebensmittel
  • Der Konzern bietet eine geschlossene Lieferkette von Belieferung der Bauern mit Futter bis zur Verarbeitung des Rohstoffes für die Lebensmittelkonzerne
  • Der entscheidende Vorteil des Agrarspezialisten liegt im Wissen über internationale Absatzmöglichkeiten
  • Cargill agiert außerhalb der Öffentlichkeit und erwirtschaftet damit einen Umsatz von 115 Mrd. $ und einen Gewinn von 3,2 Mrd. $. Eines der größten unbekannten Familienunternehmen der Welt. 

Cargill produziert und handelt mit Rohstoffen. Das Familienunternehmen ist z.B. der größte Geflügelproduzent in Thailand und kontrolliert zusammen mit den 3 Agrarunternehmen ADM, Bunge und Louis Dreyfus 90 % des weltweiten Getreidemarkts. Der Einfluss auf internationale Preis durch Cargill ist somit immens. Neben der Produktion von Lebensmitteln verfügt das Unternehmen über eine beachtliche Flotte von Transportschiffen. Die Produkte werden weltweit vertrieben, jedoch taucht der Name Cargill dabei kaum auf und bleibt im Hintergrund. 

Cargill deckt, von der Versorgung der Landwirte mit Tierfutter bis zu der Verarbeitung der Zutaten für Lebensmittelkonzerne, die gesamte Lieferkette ab. 

Unternehmerfamilie hinter dem Konzern


Hat Deutschland die besten Familienunternehmen? Studie CS Family 1000

deutsche Familienunternehmen performen stark



Die Studie der CS wurde dieses Jahr wieder veröffentlicht und bestätigt erneut das Ergebnis vom letzten Jahr: Familienunternehmen performen langfristig besser.

Was sind die Ergebnisse der CS Family 1000 Studie?


In allen Regionen können Familienunternehmen laut der CS Family 1000 Studie outperformen. In Japan liegt die Überrendite bei unglaublichen 7,43 Prozent pro Jahr seit 2006, gefolgt von Europa mit 4,74 Prozent und den USA mit 3 Prozent.
Familienunternehmen denken von Generation zu Generation.

Familienunternehmen denken in der Regel von Generation zu Generation. Das macht sie aber nicht altmodisch oder behäbig. Nein, Familienunternehmen sind auch klein und dynamisch. Am besten schneiden auch die kleinen Familienunternehmen ab. Hier liegt die Überrendite bei 7,6 Prozent pro Jahr. Wir müssen Ihnen nicht erzählen, dass die Überrendite durch den Zinseszins langfristig einen enormen Effekt hat und die absoluten Zahlen fast unrealistisch und abgehoben wirken, aber erstrebenswert sind.


Was sind Familienunternehmen nach CS?


Ein Familienunternehmen muss eines der beiden folgenden Kriterien erfüllen:

- Die direkte Beteiligung von Gründern oder Nachkommen beträgt mindestens 20 Prozent.

- Die Stimmrechte der Gründer oder Nachkommen betragen mindestens 20 Prozent.

Daneben mussten die Unternehmen zum Zeitpunkt der Studie einen Marktwert von 250 Mio. EUR aufweisen.

Einige deutsche Unternehmen erfüllen diese Kriterien, wie die Rational AG, Sixt, Grenke, CTS Eventim, Henkel und Sartorius. Diese Unternehmen und noch viele weitere sind für Deutschland ins Rennen gegangen.


Hat Deutschland die besten Familienunternehmen innerhalb Europas?


An der Studie haben 226 Unternehmen aus Europa teilgenommen, wovon 42 Unternehmen aus Deutschland kamen. Nur Frankreich ist mit knapp 45 Unternehmen öfters vertreten gewesen.

Langfristig bessere Performance durch richtige Vergütungsanreize fürs Management erzielen

Die Vergütungsanreize beeinflussen die langfristige Unternehmensentwicklung



Vergütungsmodelle sind ein ganz wichtiger Bestandteil von ausführlichen Unternehmensanalysen, weil diese auch Rückschlüsse auf die Unternehmenskultur zulassen. Werfen wir einmal einen Blick auf die Finanzbranche: Mitarbeiter von der Deutschen Bank kassieren kräftig Provisionen und Boni, obwohl das Unternehmen nicht profitabel ist und konzentrieren sich dadurch nur auf ihr eigenes Wohlergehen. Der Kunde ist nur Mittel zum Zweck. Fehlen noch 2 oder 3 Kreditabschlüsse bis zum Jahresbonus wird selbst einer alten Oma noch ein Kredit schmackhaft gemacht, obwohl die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass sie diesen vollständig aus eigener Kraft tilgen kann.

Es gibt auch nur wenige Ausnahmen in der Finanzbranche. Eine davon: Die schwedische Svenska Handelsbanken glänzt durch Kundenfreundlichkeit. Der Kunde steht im Mittelpunkt und erhält die beste Beratung, weil kein Mitarbeiter den Provisionen hinterher rennt, sondern die Kundenbedürfnisse sieht. Kein Mitarbeiter erhält Boni oder Provisionen, sondern er wird am Unternehmen bis zum Rentenalter beteiligt. Dadurch ist der Mitarbeiter auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens konzentriert und betrachtet so spezifische Bankenmetriken wie Kreditausfallraten, Eigenkapitalrenditen und Kapitalausstattungen. Weitere Vorteile von Arbeitnehmerbeteiligungen haben wir für Sie zusammengestellt. Langfristige Beteiligungen sind der beste Weg alle Mitarbeiter eines Unternehmens auf die richtigen Werttreiber zu fokussieren.

Ford denkt um und greift an - Möbeldesigner James Hackett als neuer CEO

Ford schwenkt zum Überholvorgang aus - Gelingt es gegen die starke Konkurrenz?


Im Vaterland des Autos - Deutschland -  beginnt die Aufholjagd. In direkter Konkurrenz mit VW, Skoda, Seat und Renault beginnt Ford Marktanteile zu gewinnen. Seit 2015 konnte der Anteil an abgesetzten Fahrzeugen von 7,3 auf 7,7 Prozent gehoben werden. Was sagt das aus? Kann Ford nicht nur beim Preis, sondern auch bei den Funktionen und im Design mit der starken Konkurrenz mithalten?
Ford Familie


Neues Management auf Wunsch der Familie



Bill Ford, der Urenkel des Gründers Henry Ford, berief James Hackett am 22. Mai 2017 zum neuen CEO des weltweit sechstgrößten Automobilherstellers und entließ den jahrelangen CEO Mark Fields. Trotz der Rekordjahre 2015 und 2016, missfiel dem Aufsichtsratschef Ford die Initiativlosigkeit des alten Vorstands. Es gab kaum neue Ideen für innovative Modelle mit Zukunftschancen. Die Familie Ford dachte nachhaltig und freute sich nicht sehr über die kurzfristigen Erfolge.

Die Investoren trauten dem amerikanischen Autokonzern auch nicht viel zu. Während der Dow Jones von 2015 bis 2017 um 29% zulegte, verlor die Ford-Aktie 33% ihres Werts. Bill Ford entschloss sich deshalb zu ungewöhnlichen Mitteln und setzte James Hackett, den ehemaligen CEO des Möbelherstellers Steelcase, als neuen Vorstandsvorsitzenden ein. Seine Managmentphilosophie "Design Thinking" soll Ford in der Zukunft mit selbstfahrenden und batteriebetriebenen Automobilen Erfolg bringen.

In Folge der Umstrukturierung wurden 11 der 17 Vorstandspositionen im Jahr 2017 neu besetzt.

Wie sieht die Zukunft von Ford aus?



Familienunternehmen performen besser

Familienunternehmen performen mit bis zu 4% p.a. besser



Einige Studien haben sich mit der Performance von Familienunternehmen beschäftigt. Wir möchten Ihnen heute zwei Studien vorstellen. Die neuste Studie wurde von Credit Suisse veröffentlicht. In dieser Studie wurde die Performance von 1000 familiengeführten Unternehmen ausgewertet. Nach der Definition sind alle Unternehmen mit einer Gründerfamilienbeteiligung von mindestens 20 Prozent als Familienunternehmen zu werten. Das Resultat ist eindeutig. Die Überrendite liegt bei 3,9 Prozent seit 2006. Insgesamt konnte eine Outperformance in jeder Region oder Branche gegenüber Vergleichsunternehmen erzielt werden. Europäische Familienunternehmen konnten sich mit der längsten durchschnittlichen Geschichte (82 Jahre) hervorheben.




Die zweite etwas ältere Studie wurde von Stiftung Familienunternehmen erstellt. Dennoch ist die Studie sehr spannend, da sie die Zeit über den neuen Markt von 1998 bis 2008 betrachtet. Die durchschnittliche Rendite von deutschen Familienunternehmen liegt bei 10,2 %. Familienunternehmen sind Unternehmen, bei denen die Gründerfamilie mindestens 25 Prozent des Stimmrechts hält und /oder im Vorstand oder Aufsichtsrat vertreten ist. Nicht Familienunternehmen konnten in der Periode nur eine jährliche Rendite von 7,7 Prozent erzielen. Die Überrendite lag bei guten 2,44 Prozent. Eine Vorstellung der absoluten Performancedifferenz bekommt man, wenn man sich den Zinseszinseffekt vor Augen führt.
Familienunternehmen sind besser


Warum erzielen Familienunternehmen langfristig Überrenditen?


Im Grundsatz denken Familienunternehmen von Generation zu Generation und hetzen nicht wie die Mehrheit der börsennotierten Unternehmen von Quartal zu Quartal. Also ist es auch nicht nötig, kleine kurzfristige, nicht nachhaltige Effizienzsteigerungen durchzuführen. Laut den Studien können gute Familienunternehmen auch an folgenden Parametern erkannt werden:


- hohe Forschungs- und Entwicklungsausgaben
- hohe Investitionen in langfristige Projekte
- langfristig höheres Wachstum und höhere Profitabilität
- hohe Return on Assets und Return on Equity
- keine kurzfristigen Effizienzsteigerungen
- konservative Ausblicke und Ausrichtung
- finanzielle Stabilität durch starke Bilanz zum Teil mit NetCash


Zusammengefasst:

Familienunternehmen performen langfristig besser, vor allem in Krisenphasen!



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Quellen:

https://www.fuw.ch/article/die-familie-ist-entscheidend/ (abgerufen: 08.10.2017)
https://www.fuw.ch/article/familienunternehmen-haben-die-nase-vorn/ (abgerufen: 08.10.2017)
https://www.credit-suisse.com/corporate/de/articles/media-releases/family-owned-businesses--comfortably-outperforming-their-peers-i-201709.html (abgerufen: 08.10.2017)
http://www.familienunternehmen.de/media/public/pdf/publikationen-studien/studien/Studie_Stiftung_Familienunternehmen_Boersennotierte_Familienunternehmen.pdf (abgerufen: 08.10.2017)


Erfolgsrezept: Unternehmer im Familienunternehmen am Beispiel Rational AG und Edding

Edding und Rational AG: Unternehmertum als Erfolgskonzept


Jedes Geschäftsmodell kann durch disruptive Ideen und Technologie an immensen Wert verlieren oder sogar zerstört werden. Wie schützt man sich als Unternehmen vor dem negativen Einfluss? Und wie sorgt man dafür, dass das Familienunternehmen noch weitere Dekaden besteht und floriert?
Familienunternehmen über Dekaden  floriert

Aus unserer Sicht hat man nur eine Chance,  nämlich dann wenn man Innovationsbereitschaft und Unternehmertum in der Firmenkultur verankert und dafür sorgt, dass auch normale Arbeiter wie Unternehmer und Innovatoren denken. Die Familienunternehmen Edding und Rational AG haben das Unternehmertum in ihre Firmenphilosophie integriert und wie?

„U.i.U.®-Prinzip“ (Unternehmer im Unternehmen) von der Rational AG


Das RATIONAL U.i.U.®-Prinzip bedeutet: Jeder Mitarbeiter arbeitet in seinem Bereich wie ein selbstständiger Unternehmer.
Das führt zu effizienten Arbeitsmethoden, ständigen Weiterentwicklungen der Arbeitsprozesse und besseren Entscheidungen, welche auch der Mitarbeiter verantwortet.

Die Führungskräfte von Rational verstehen sich als Erste unter Gleichen, ermöglichen es jedem Mitarbeiter, auf Augenhöhe zu agieren und frei seine Meinung zu äußern.
Das sorgt für ein besonderes Arbeitsklima. Genau deshalb sind auch 94% der Mitarbeiter stolz für das Unternehmen zu arbeiten. Das schafft die Grundlage zur bestmöglichen  Weiterentwicklung der Mitarbeiter und der Firma.




"eddi-preneurship" das Unternehmertum von edding


Ob in der Universität, in der Bibliothek, im Büro oder auf Tagungen: Wenn man Wichtiges markieren oder visualisieren möchte, wird nach einem edding gefragt. Jedoch nimmt die Nachfrage in der zunehmenden digitalen Welt ab.
Das macht es natürlich sehr wichtig für edding neue Produkte wie legamaster e-board (interaktives Touchboard-System mit Multitouch-Funktion) zu lancieren und so auch das edding Geschäft zu kannibalisieren. Was hilft dabei?

Die "eddi-preneurship" dieser eigene Begriff ist abgewandelt vom amerikanischen "entrepreneurship", welches für Unternehmertum steht. 
"eddi-preneurship" signalisiert den Mut, Dinge anders zu machen. Ein Beispiel:
Als Edding startete,  hatte das Unternehmen keinen eigenen Vertrieb, sondern nutzte die Vertriebswege der gegenwärtigen Wettbewerber. Eine gute Weitsicht und eine eigene Denkweise verhalf dazu, die eigene Marke zu kreieren und hilft jetzt auch neue Geschäftsfelder wie zum Beispiel Nagellack zu erobern.

Co Gründer Volker Detlef Ledermann zum Thema Mitarbeiterorientierung und Betriebsklima: 
"Eine gewisse Offenheit, ja fast eine gewisse Freundschaft, sind sehr wesentlich. Das hilft im Umgang miteinander. Meinungen setzen sich bei uns nicht mit Befehlskraft, sondern mit Überzeugungskraft durch."
Quelle: http://www.edding.com/de/unternehmen/marke/55-jahre/freude-bei-der-arbeit/  (abgerufen 09.07.17)

Fazit zum Unternehmer im Familienunternehmen 


Als Investor sollte man das Geschäftsmodell, Perspektiven und Bewertungen betrachten. Jedoch auch vermehrt auf die Unternehmenskultur insbesondere auf die Innovation und das Unternehmertum Wert legen.


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Quelle

https://www.rational-online.com/de_de/Unternehmen/%C3%9Cber_uns/Unternehmensphilosophie (abgerufen 09.07.17)
http://www.edding.com/de/karriere/willkommen/ (abgerufen 09.07.17)
http://www.edding.com/de/unternehmen/marke/55-jahre/familienunternehmen/ (abgerufen 09.07.17)
http://www.legamaster.com/de/produkte/produkt/interaktive-produkte/e-board-interaktive-whiteboards/e-board-touch-87-hybrid-8713797069885/ (abgerufen 09.07.17)
http://www.edding.com/de/unternehmen/marke/55-jahre/freude-bei-der-arbeit/  (abgerufen 09.07.17)

Das Wunder von den Alb - Die Berthold Hermle AG

Der Umgang der Unternehmens Hermle AG mit der Branchenkrise

Logo Hermle
hermle.de

2008 gab es weltweite eine große Krise in der Maschinenbauindustrie. Aber wie geht ein Familienunternehmen mit so einer Situation um? 

Dieser Frage wollen wir am Beispiel des deutschen Familienunternehmens Hermle AG nachgehen. 

Während der Krise 


Seit Kriegsende gab es keinen größeren Umsatzeinbruch bei Hermle als im Jahr 2009. Die Umsätze brachen um 55% ein und die Aufträge gingen um 60% zurück. Doch Hermle entliß keine Mitarbeiter sondern stellte noch neue Lehrlinge ein. Wie ist das möglich? 
„Traditionell hohe Margen, extreme Flexibilität, kostengünstige Konzentration auf einen Produktionsstandort“ Maschinenbauanalyst Stefan Maichl LB Baden-Württenberg 
Seit Beginn der Krise führte Hermle immer mal nach Bedarf eine Kurzarbeitswoche ein. In dieser Woche hatten die Angestellten jedoch nicht frei, sondern besuchten Lehrgänge und Fortbildungen. Das Unternehmen wollte sich für die Zukunft gut aufstellen. Doch wie konnte sich Hermle bei diesen Einbußen solche Investitionen eigentlich leisten? 

Ein Schlüssel dazu ist die hohe Eigenkapitalquote von über 75 % und die Nettoliqudität. Zudem machte das Unternehmen auch während der Krisenzeit Gewinn. Somit konnten alle Investitionen aus dem Cash-Flow gestemmt werden.

Auch neue Maschinen wurden auf dem Markt gebracht, denn es gibt auch eine Zeit nach der Krise und Hermle Vorstand Dietmar Hermle versuchte damit seine Kunden zu binden.
„Hermle wird zwar Federn lassen müssen, aus der bevorstehenden Konsolidierung der Branche aber als Sieger hervorgehen.“ Stefan Maichl
Hermle ging verantwortungsvoll mit dem Geld um. Die Chefs besaßen keinen eigenen Fuhrpark, sondern fuhren mit ihren Privatautos. Bei Geschäftsreisen wurden günstige Flüge genommen und in billigen Hotels eingecheckt. Das Unternehmen sparte überall außer an den Mitarbeitern und Maschinen.


Nach der Krise


Die Hermle AG entwickelte sich deutlich besser als die Konkurrenten. Die Strategie während der Krise ging auf und Hermle kam stärker aus der Krise zurück. 

2015 erwirtschaftete Hermle einen Umsatz von ca. 360 Mio. € und beschäftigt ca. 1000 Mitarbeiter.

Quelle: 
http://www.wiwo.de/unternehmen/maschinenbau-mittelstaendler-hermle-das-wunder-von-der-alb-seite-3/5298550-3.html
https://www.hermle.de/de/investor_relations/zahlen_fakten/unternehmenskennzahlen
https://www.maschinewerkzeug.de/maschinen/uebersicht/artikel/interview-hermle-1131636.html

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Rückzug der Familie Porsche und Piëch

Eigentümerfamilie will nicht mehr ins VW-Managment

Bild Porsche
 Quelle: porsche.com
Die Porsche Holding hält momentan 52 % der Anteile am Volkswagenkonzern und bestimmt damit die Richtung des Unternehmens. Die Familie will sich jedoch aus dem operativen Geschäft des Autobauers raushalten. Ferdinand Piëch soll der Letzte aus der Familie gewesen sein der bei Volkswagen Karriere machte.
Die Familien Porsche und Piëch wollen sich auf die Rolle des Eigentümers und Überwachers beschränken. Falls sich jedoch trotzdem ein Nachkomme der Familie anschickt, eine Führungsposition zu übernehmen, wäre dies nur mit 100 % Zustimmung aller Familienmitglieder der beiden Familien möglich. Das wäre eine Ausnahmesituation, da sich die Familien seit längeren zerstreiten und es zu verschiedenen Konflikten kommt.

„Es kann nur ein Externer die operative Verantwortung haben.“ Wolfgang Porsche

Der Verkauf der Anteile von Ferdinand Piëch an der Porsche Holding ist eine Reaktion auf einen solchen Streit, der aus dem Rücktritt von Piëch aus dem Aufsichtsrat von Volkswagen zurückzuführen ist. Insgesamt veräußert Ferdinand Piëch 14,7 % von seinen insgesamt 15 % an der Holding. Die größten Anteile gehen an seinen Bruder Hans Michel Piëch, der damit 25,1 % an der Familienholding hält und somit eine Sperrminorität inne hat. Der Sinn dahinter ist, dass die Piëch-Familie nicht von der Porsche-Familie überstimmt werden kann.
Hans Michel Piëch ist der neue starke Mann hinter Volkswagen. Man darf gespannt sein, wie er mit dieser Verantwortung umgeht.

Lesen Sie auch Daniell Porsche - die nächste Generation des Porsche/Piëch-Clans über den Konflikt in der Familie.

Hier finden Sie eine kleine Auswahl von Produkten der Marke Volkswagen:



Quelle:
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/hans-michel-piech-neuer-starker-mann-in-der-familie/19626684.html (Stand: 9.4)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/hans-michel-piech-wird-groesster-einzelaktionaer-der-vw-mutter-a-1142242.html (Stand: 9.4)

Mars schluckt den Rest des Wrigleys Kaugummi von Buffett.

Das Familienunternehmen Mars schluckt den Rest des Kaugummi-Herstellers von Warren Buffett.
Familienunternehmen Mars schluckt den Rest von Kaugummi-Hersteller Wrigley von Buffett.
Mars und Buffett (Quelle:ft.com)

M&M, Mars, Snickers, Bounty, Twix, MilkyWay, Orbit sowie Wrigley sind in fast jeder Tankstelle oder Supermarkt-Kasse anzutreffen und gehören zu dem Produktportfolio des Konsumgüterherstellers Mars. Als das Familienunternehmen im Oktober 2008 bei Berkshire Hathaway an die Tür klopfte um Partner zur Finanzierung der Übernahme von Wrigley zu suchen, machte Warren Buffett vermutlich Freudensprünge. Denn für Warren Buffett betreibt der Kaugummi-Hersteller ein Geschäft ganz nach seinem Geschmack wie es die Zitate verdeutlichen:
"Unser Ansatz ist, von der Unveränderung zu profitieren und nicht von der Veränderung. Genau wie mit Wrigley Kaugummis, die verändern sich nicht und ich glaube nicht, dass Kaugummis negativ vom Internet betroffen sein werden. Das ist die Art Geschäft, die ich mag."
 Quelle: dividenden-sammler.de

Im Original:
"Our approach is very much profiting from lack of change rather than from change. With Wrigley chewing gum, it`s the lack of change that appeals to me. I don`t think it is going to be hurt by the Internet. That`s the kind of business I like."
Quelle:Bloch (2015): My Warren Buffett Bible



Letzte Woche trennte sich Warren Buffett wahrscheinlich schweren Herzens von der Minderheitsbeteiligung (rund 19,4 Prozent) an Wrigley. Nun will die Muttergesellschaft Mars die Geschäfte von Wrigley in Chicago bündeln.

Die Wurzel des Familienunternehmens aus Tacoma, Washington reichen über ein Jahrhundert zurück. Im Jahr 1911 stellte Frank C. Mars seine erste Süßwaren her. Sein Nachfolger Forrest E. Mars expandierte nach Europa und implementierte die "Five Principles of Mars", welche die Geschäfte von Mars bis heute unter dem Motto:
"Es ist unser Unternehmensziel, Lebensmittel in einer Art und Weise herzustellen und zu vertreiben, die einen gegenseitigen Nutzen für all unsere Partner bedeutet." nachhaltig prägen.

Das Unternehmen Mars hält sich sehr bedeckt, wie der Spruch eines Branchenkenners symbolisiert: "Wir wissen mehr über den roten Planeten als über den gleichnamigen Schokohersteller." Auch deshalb wird die Erfolgsstory des Unternehmens mit unzähligen Marken wie Mars, Snickers, M&M, Twix, MilkyWay, Uncle Bens, Orbit, Wrigley, Whiskas, Pedigree unvermindert weitergehen.

Wie kommt der original Geschmack von Wrigley Kaugummis an?



C&A: warum nicht nur eine Modeerscheinung?

C&A: Ein Beispiel für die Unternehmensnachfolge über Generationen


"Die Familie stand sich im Geschäft zu sehr auf den Füßen" so Wolfgang Porsche und beschreibt damit ein Problem, welches den Porsche und VW-Konzern trennte.

 Wie macht es das Familienunternehmen C&A über Generationen?

Prinzip:

Bei diesem Familienunternehmen werden die Unternehmensanteile nicht vererbt, sondern man kann sich erst Anteile als Familienmitglied kaufen, wenn man im Unternehmen Erfahrungen gesammelt hat und eine Führungsaufgabe bestreitet. Dieser Idee geht der Familienclan Brenninkmeijer schon über 175 Jahre, also schon 6 Generationen, nach und mittlerweile ist die Familie auf über 1700 Personen angewachsen. Durch die Restriktion, das auch der Vater eine Führungsposition inne haben musste, hat sich der Anteilseignerkreis auf 68 Personen reduziert, was natürlich auch zu Streitigkeiten innerhalb der großen Familie führt.
Das C&A Logo wurde von der Familie deutlich beeinflusst.
Das Familienunternehmen
(Quelle: www.c-and-a.com/)

Vorteile:

  • Nur fachkundige Mitglieder, die auch selbst im Unternehmen tätig sind, befinden sich im Anteilseignerkreis. 
  • Durch den Anteilserwerb entsteht eine intrinsische Motivation, den Wert des Unternehmens zu steigern. 
  • Die Eigentümergruppe bleibt im Einklang durch die strengen Regeln, wie Anteile verteilt werden. 
  • Die Entwicklung im Unternehmen ist unabhängig von ihrer Stellung im Anteilseignerkreis. 
  • Es besteht eine strenge Trennung zwischen der C&A-Führungsebene und dem Anteilseignerkreis. Anteilseigner können bei C&A durch deren Vorgesetzte (die keine Anteile besitzen) entlassen werden. 
  • Um in die Managmentebene zu gelangen, muss man ein 10-jähriges Training absolvieren. 
  • Durch den schwierigen Eintritt in den Anteilseignerkreis bekommen nur die Besten eine Chance Anteile zu erwerben, dadurch wird das Wachstum und der Fortschritt im Unternehmen gesichert. 
  • Eine wertvolle Tradition zeichnet C&A aus. 




Nachteile:
  • Kein frisches Blut mit anderer (externer) Perspektive kommt ins Unternehmen. 
  • Der Anteilseignerkreis schrumpft durch die strenge Ausbildung. 
  • Unstimmigkeiten in der Familie können auftreten, z.B. Anzahl der Anteile, die gekauft werden können.
  • Eine Offenheit gegenüber anderen Religionen fehlt, nur Personen die dem katholischen Glauben zugewandt sind, dürfen in den Anteilseignerkreis.

Fazit:

Der C&A-Clan verfolgt ein besonderes System der Unternehmensnachfolge, welches sich über 6. Generationen erfolgreich bewährt hat. Es wird sichergestellt, dass nur gut ausgebildete fachkundige Familienmitglieder in den Anteilseignerkreis aufgenommen werden. Durch die strengen Regeln werden unnötige Diskussionen innerhalb der Familie verhindert. Die Fachkompetenz und die Motivation der Anteilseigner sichern dabei den Fortschritt im Unternehmen über einen langen Zeitraum.

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Quellen:

http://m.manager-magazin.de/magazin/artikel/a-1027466.html#spRedirectedFrom=www

http://www.zeit.de/2016/30/c-und-a-eigentuemer-maurice-brenninkmeijer-familie

Wolfgang Porsche

Wolfgang Porsche - Enkel des Porsche/Volkswagen Gründers Ferdinand Porsche und Chef der Porsche Holding:


" Die Familie stand sich im Geschäft zu sehr auf den Füßen"
Anmerkung: In der Generation nach Ferdinand Porsche waren sehr viele Familienmitglieder in den Unternehmen Porsche und Volkswagen beschäftigt, wodurch es öfter zu Streitigkeiten und Machtkämpfen kam. Daraus resultierte schlussendlich auch die Trennung von Volkswagen und Porsche in zwei eigenständige Unternehmen.