Warum Familienunternehmen bevorzugen?

Familienunternehmen: Warum bevorzugt der Königsinvestor Familienunternehmen als Investment?

Familienunternehmen agieren unabhängiger und langfristiger,
Familienunternehmen denken in Generationen.
(Quelle: www.ttr.tirol.at/)

Langfristiges Denken der Familienunternehmen:


Familienunternehmen eilen nicht von Quartalsgewinn zu Quartalsgewinn, sondern denken sogar von Generation zu Generation. Sie verfolgen eine langfristige Strategie und nehmen dafür Investitionen in Kauf, welche sich nicht sofort auszahlen oder sinnvoll erscheinen, sondern sich erst in mehreren Jahren als Erfolg erweisen. Sie sind zufrieden mit einem auskömmlichen Gewinn und investieren bei außergewöhnlich guter Ertragsentwicklung die übrigen Mittel in die Forschung und Entwicklung sowie in dem Ausbau der Vertriebsstruktur oder Produktivität der Fertigung und somit in die nachhaltige Zukunft des Unternehmens.
Wie kann langfristiges Denken in Familienunternehmen in der Praxis aussehen? Eine Antwort gibt der Unternehmer Robert Bosch:
"Immer hab ich nach dem Grundsatz gehandelt, lieber Geld verlieren als Vertrauen. Die Unantastbarkeit meiner Versprechungen, der Glaube an den Wert meiner Ware und an mein Wort, standen mir höher als ein vorübergehender Gewinn."

Unabhängigkeit der Unternehmen mit Familieneinfluss:


Das finanzielle Fundament eines Familienunternehmens ist meistens auf Unabhängigkeit ausgerichtet. Die meisten Familienunternehmen haben sehr solide Bilanzen mit geringer Verschuldung und bauen eine vernünftige Nettoliquidität auf. Das heißt der Kassenbestand oder die liquiden Mittel (Kasse zuzüglich schnell liquidierbare Vermögen wie Anleihen) übersteigen die Schulden.    
„Alles, was wir tun, wird aus dem laufenden Geschäft finanziert. Und wir würden uns auch bei einer größeren Übernahme sehr schwer tun, dafür einen Kredit aufzunehmen“ Ein Zitat von Hans Riegel veranschaulicht diese Denkweise zum Thema Fremdkapital

In Krisenzeiten kann das Unternehmen dadurch seine Marktposition stärken und durch sinnvolle Akquisitionen zum guten Preis ausweiten. Dieses Verhalten lässt das Unternehmen über mehrere Dekaden florieren.  
Insgesamt handeln gute (Familien-)unternehmen nach dem Prinzip: 
„Heute leiten, morgen gewinnen.“ so Charlie Munger.


Spürbare Ineffizienz in der Preisbildung 

(Warum ein Abschlag zwischen Stamm- und Vorzugsaktie?):



Von großen Familienunternehmen wie Fuchs Petrolub, BMW und Henkel gibt es meistens zwei Aktiengattungen: Stamm- und Vorzugsaktien. Diese Aktiengattungen unterscheiden sich im Stimmrecht, im Handelsvolumen, in der Indexzugehörigkeit und in einer kleinen Mehrdividende aber nicht im dazugehörigen Anteil am Eigenkapital, somit auch nicht am Anteil des Gewinns je Aktie, also im wichtigsten Element für die Bewertung!!!
Die Vorzugsaktien haben meistens eine höhere absolute Dividende, jedoch kein Stimmrecht. Generell ist das Stimmrecht bei einem Unternehmen, welches von einem Mehrheitsaktionär kontrolliert wird, fast wertlos, da man bei einer Abstimmung meist unterliegt.

Der Wert eines Unternehmens kann durch die Diskontierung von den künftigen Erträgen sowie Cashflows auf den gegenwärtigen Zeitpunkt ermittelt werden. Also bieten die Aktien mit dem geringeren Einstiegspreis im Vergleich zu der zukünftigen Ertragskraft eine langfristig höhere Rendite und man sollte als langfristiger Investor keine Zeit damit verschwenden, sich Gedanken über die Indexzugehörigkeit und Bekanntheit der Aktiengattung zu machen. Die logische Schlussfolgerung ist, die Aktiengattung mit geringeren Preis (meist auch höhere Dividendenrendite) zu bevorzugen und eine Transaktion sehr pfleglich oder mit Limit ausführen.


Von der Macht der großen Familien profitieren.


Durch Lobbyarbeit nehmen Familien und deren Unternehmen Einfluss auf politische Entscheidungen mit dem Ziel, die besten Rahmenbedingungen für ihre Anschauung und Tätigkeiten zu schaffen. Sie sind intrinsisch motiviert ihre Position und Macht zu sichern und auszubauen. Das ist nicht immer schön und manchmal auch nicht im Sinne der Demokratie, jedoch gehört es zu unserem Alltag dazu. Als erfolgreiche Investoren können und sollten wir da nicht wegschauen.
Also: Wie können wir von dem Einfluss der Familien wie zum Beispiel Quandt, Porsche, Schaeffler, Otto und Henkel profitieren? Ganz einfach: Indem wir ihr Unternehmen analysieren und bei einem vernünftigen Preis investieren. Dann haben wir leider auch die Politik auf unserer Seite.

Lesen sie auch die Nachteile der Familienunternehmen.

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