Frank Fischer: mehr spekulieren mit Gold, weniger investieren in Aktien

Frank Fischer feiert das 10 jährige Jubiläum und spekuliert am Jahresanfang mit Gold


Fischer ist eigentlich ein ehrenwerter Value Investor und orientiert sich an der Vorgehensweise von Warren Buffett. Mit seiner Strategie hat er in den letzten 10 Jahren eine hervorragende Rendite von knapp 11% p.a. erzielt.  Nun hat er aber offenbar den Weg des Spekulanten eingeschlagen und eine Gold-Position aufgebaut. Warum wollen wir wissen! Sind die Aktienbewertungen zu hoch? Oder sind die Zinsen zu niedrig? Haben wir eine Hyperinflation? Woran liegt es?  Das erklärt uns Frank Fischer in seinem Interview mit Andreas Franik.






Gold-Position als taktische Maßnahme


Es wirkt so, als wäre die Gold-Position eine kurzfristige, taktische Maßnahme (evtl. auch Marketingmaßnahme). Deshalb ist auch der Titel des Videos “mehr Gold, weniger Aktien“ nur provokativ und letztlich auch falsch gewählt. Der Value Investor Frank Fischer besinnt sich doch auf die Grundsätze des Investierens und will einen Wert des Investments anhand von zukünftigen Gewinnen und Cashflows berechnen. Das geht bei Gold nicht!
Gold ist der Inbegriff der Spekulation. Man setzt darauf, dass später jemand kommt und mehr für Gold bezahlt als man selbst.

Das sahen auch Börsenlegenden wie Kostolany so:

"Sachwerte werfen keine Rendite ab. Deshalb eignen sie sich als Anlagewerte nicht, es sei denn, man befindet sich in einer Hyperinflation. Das Gleiche gilt auch für Anlagen in Rohstoffe. Selbst bei Aktien mit ihren insbesondere heute nur geringen Dividenden erzielt der Anleger bei der Wiederanlage der Erträge durch den Zinseszinseffekt automatisch einen Wertzuwachs. Für Anleihen gilt dies ohnehin. Während bei der Aktie die Aktiengesellschaft und bei der Anleihe der Emittent (Staat oder Unternehmen) mit dem Geld arbeiten, liegt es in Sachwerten brach. Deshalb kann man mit Sachwerten allenfalls spekulieren."

Kostolany(2015): Die Kunst, über Geld nachzudenken, S. 65.

Warren Buffetts Zitat von der Sinnhaftigkeit des Gold-Investments darf natürlich auch nicht fehlen, weil es die Aktion von Frank Fischer aus einer anderen Perspektive beschreibt:

" Es [Gold] wird aus dem Boden geholt, in Afrika oder irgendwo sonst. Dann schmelzen wir es wieder ein, graben ein neues Loch, und vergraben das Gold wieder und bezahlen Leute, um das Gold zu bewachen. Es ergibt keinen Sinn. Jeder, der uns vom Mars aus beobachtet, würde nur den Kopf schütteln."
Quelle: www.goldreporter.de



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