Buffett: Meistens erwischt einen es am schwächsten Punkt.

Für Warren Buffett sind die größten Schwachstellen Alkohol und Schulden. 

“Eine Sache - die interessant ist und über die die Menschen nicht genug nachdenken- werden Sie bei den meisten Unternehmen und den meisten Menschen feststellen: Meistens erwischt einen das Leben am schwächsten Punkt. Die nach meiner Erfahrung größten Schwachpunkte: Ich habe mehr Menschen gesehen, die wegen Alkohol und Hebeln gescheitert sind - wobei Hebel geliehenes Geld sind.“ so Value-Investor Warren Buffett
Alkohol und Schulden sind die größten Schwachstellen.Quelle:
Mary Buffett & David Clark (2015): So liest Warren Buffett Unternehmenszahlen. S.81

Quickchecks zur Vermeidung der Schwachstelle Schulden


Wie kann man vermeiden, dass die Schulden eine Investition empfindlich treffen?



Um die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, dass Ihr Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gerät oder das Ihr Unternehmen doch nicht so qualitativ hoch ist wie es am Anfang der Investition definiert wurde, können Sie einige kleinere Quickchecks durchführen. Anhand dieser lässt sich die finanzielle Stabilität der Investition ablesen und bei Investitionen stetig Monitoren.


Ein erstes Indiz für eine außergewöhnliche Schuldenlast bei einem normalen Unternehmen (keinen Finanzdienstleister) ist der Vergleich von Eigenkapital zu Schulden. Übersteigen die Schulden das Eigenkapital (bereinigt um eigene Aktien in der Bilanz, welche das Eigenkapital reduzieren), ist Vorsicht geboten.

Machen die Nettofinanzverbindlichkeiten mehr als das Vierfache des Cashflows oder des Betriebsergebnis aus, können diese Schulden nicht umgehend getilgt werden. Die Folge: Man verliert Flexibilität in bestimmten Situationen bzw. in Krisen, wo eine finanzielle Stabilität benötigt wird, um die Marktstellung auszubauen.

Darüber hinaus sollte man die jährlichen Zinsaufwendungen mit dem Betriebsergebnis vergleichen. Sehr gute Unternehmen benötigen weniger als 15 % des Betriebsergebnisses um ihre Zinsaufwendungen zu bezahlen. Beim gegenwärtigen Zinsniveau ist auch eine Normalisierung der Aufwendungen sinnvoll.



Hier gilt natürlich immer die Regel: Umso kleiner der Anteil für die Fremdkapitalgeber am Betriebsergebnis, umso mehr bleibt für den Eigentümer. Mit diesen drei Tests können Sie natürlich eine Insolvenz des jeweiligen Investments nicht zu 100 % ausschließen, sondern nur das Risiko wesentlich reduzieren. Sie sollten in regelmäßigen Abständen oder mindestens einmal im Jahr bei Veröffentlichung des Geschäftsberichts diese Kennziffern anschauen und die finanzielle Stabilität des Investments neu validieren. Jetzt zusammengefasst:

Wie kann man die finanzielle Stabilität
eines Investment in 3 Schritten prüfen?


Mit drei Quickchecks kann man die hervorragende finanzielle Stabilität eines Investments beweisen.

- Erstens: Sind die Schulden nicht größer als das Eigenkapital?
- Zweitens: Benötigt das Unternehmen nicht mehr als das Vierfache des Betriebsergebnisses oder Cashflows zur Tilgung der gesamten Nettoverbindlichkeiten?
- Drittens: Gibt das Unternehmen nicht mehr als 15 % des operativen Ergebnisses für seine Zinsaufwendungen aus?
Unternehmen mit einem Wettbewerbsvorteil schneiden meistens bei den Tests sehr gut ab, weil sie es nicht nötig haben, allein für die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit haufenweise Schulden für die Modernisierung von Anlagen und Equipments aufzunehmen.

Quelle: 
Mary Buffett & David Clark (2015): So liest Warren Buffett Unternehmenszahlen. S.65
Mary Buffett & David Clark (2015): So liest Warren Buffett Unternehmenszahlen. S.81
Mary Buffett & David Clark (2015): So liest Warren Buffett Unternehmenszahlen. S.107
Mary Buffett & David Clark (2015): So liest Warren Buffett Unternehmenszahlen. S.140-142

Lindt&Sprüngli im Kampf gegen Mars und Hershey

Der Schweizer Schokoladenkonzern Lindt&Sprüngli baute seinen Einfluss im amerikanischen Markt stärker aus

Logo Lindt
www.lindt.de
Lindt&Sprüngli übernahm 2014 einen der größten US-amerikanischen Schokoladenhersteller "Russell Stover Candies" und baut damit seinen Einfluss im Weltmarkt weiter aus. Das Schweizer Traditionsunternehmen zahlt für das Familienunternehmen "Russell Stover Candies" einen Preis von 1,4 Milliarden US-Dollar umgerechnet ungefähr 1 Milliarde Euro. Der Wert dieser Übernahme liegt für den Vorstand der Lindt&Sprüngli AG, jedoch wesentlich höher.
„Eine Firma kann sich nicht globaler Player nennen, wenn sie keine starke Position in den USA hat“ Ernst Tanner - Lindt Chef
Durch die Übernahme konnte Lindt&Sprüngli seinen Umsatz im nordamerikanischen Markt auf 1,5 Milliarde US-Dollar steigern und gehört damit zu den größten Anbietern hinter Hershey und Mars.

"Russell Stover Candies" wurde hauptsächlich durch "Forest Gump" sehr bekannt, der im gleichnamigen Film die Pralinen isst und dabei die berühmten Worte:
„Meine Mama hat immer gesagt, das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen“
„Man weiß nie, was man kriegt“ spricht. 
Das Unternehmen beschäftigte zum Zeitpunkt der Übernahme 2700 Angestellte bei einem jährlichen Umsatz von 500 Millionen US-Dollar und besaß bedeutsame Marken, wie z.B. Whitman.

Doch auch außerhalb des amerikanischen Markt läuft es für Lindt&Sprüngli sehr gut. Das Unternehmen wächst weiter und kann seine Jahresergebnisse von Jahr zu Jahr verbessern. 2016 stieg der Umsatz um 6,8 % auf 3,9 Milliarden Schweizer Franken. Der Reingewinn konnte um 10 % auf 420 Millionen Schweizer Franken gesteigert werden.

Damit ist Lindt der führende Anbieter im Premiumsegment weltweit.

Das Schweizer Unternehmen mit starker Marktposition ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von fast 40 bewertet und benötigt grob eine jährliche Wachstumsrate von rund 16% im Gewinn über die nächsten 7-10 Jahre um den Kurs rechtfertigen.

Lesen Sie auch "Hans Riegel leitete mit 90 Jahren noch den Süßwaren-Konzern Haribo".


Quellen: 
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/forrest-gump-pralinen-lindt-kauft-russell-stover/10192964.html (Stand: 28.5)
http://www.lindt.ch/de/die-welt-von-lindt/die-geschichte-von-lindt/schweizer-schokoladepioniere/ (Stand: 28.5)
http://www.wiwo.de/unternehmen/handel/lindt-und-spruengli-schokoladenhersteller-waechst-weiter/19482894.html (Stand: 28.5)
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/firmenuebernahme-lindt-und-spruengli-kauft-us-familienunternehmen/10196214.html (Stand: 28.5)
https://www.bloomberg.com/quote/LISN:VX

Das Aktien-Anleihe-Prinzip: Buffetts Weg zum Reichtum​

Warren Buffett kassiert von seinen Investments in Coca Cola und American Express mittlerweile jährlich eine Dividendenrendite auf dem Einstiegskurs von 43,7 % und 14,7%. Das Aktien-Anleihe-Prinzip hat Buffett zu enormen Reichtum geführt.
In der nächsten Krise oder bei einer Normalisierung der Aktienkurse kann er wieder die Möglichkeit nutzen und Unternehmen im Sinne des Aktien-Anleihe-Prinzips kaufen, welche ihn auf Dauer noch reicher werden lassen.

Was ist das Aktien-Anleihe-Prinzip?


Eine Aktien-Anleihe ist ein starkes Unternehmen mit dauerhaften Wettbewerbsvorteil, welches eine gute Vorhersagbarkeit der Gewinne aufweist, dass die Wertsteigerung des Unternehmens und deren Aktien eine Form von einer Aktien-Anleihe mit steigenden Zinskupon ist.
Kurz gesagt: die Aktie des Unternehmens mit einem Wettbewerbsvorteil ist die Anleihe und der Vorsteuergewinn oder Gewinn je Aktie ist der Kupon. Mit dem Vorteil, dass der Kupon, also der Gewinn je Aktie, von Jahr zu Jahr wächst und damit den Wert der Aktien-Anleihe von Jahr zu Jahr erhöht.

Buffett beobachtet qualitativ hochwertige Unternehmen und schlägt zu, wenn seine Einstiegsrendite und die erwarteten jährlichen Gewinnsteigerungen über Jahre ein sehr ansprechendes Paket für ihn darstellen.
Genauso hat Buffett damals Coca Cola und American Express zu einem sehr guten Einstiegskurs kaufen können mit der Erwartung, dass diese Unternehmen den Gewinn je Aktie um mindestens fünf 10 oder 15% pro Jahr steigern können.

Quelle:
Mary Buffett & David Clark (2015): So liest Warren Buffett Untrnehmenszahlen. S. 177-186.

Beispiel des Aktien-Anleihe-Prinzips an Coca Cola


Der durchschnittliche Einstiegskurs von Warren Buffett lag bei 6,5 US- Dollar (bereinigt um Aktiensplit 3,2475 US-Dollar je Aktie) Ende der 1980er- Jahre.  Das amerikanische Markenunternehmen machte damals einen Nachsteuergewinn je Aktie von 0,46 US-Dollar, dass entspricht einer Einstiegrendite  von 7,1 %. Buffett sah die Historie und konnte davon ausgehen, dass der Gewinn sich um rund 15 % jährlich steigern konnte.
Heute liegt der Gewinn je Aktie bei 1,91 US-Dollar im Geschäftsjahr 2016 und beschert Buffett jetzt jährlich eine Gewinnrendite von 58,8 % auf den bereinigten Einstiegskurs (Aktiensplit 1/2). Als Dividende bekommt Berkshire Hathaway rund 43,7 % des Einstiegskurses ausgeschüttet, also hat Coca Cola innerhalb von 3 Jahren den Einstiegskurs an Buffett zurück gezahlt.

Ganz nach dem Motto von Charlie Munger:

"Viel Geld verdient man nicht mit Kaufen und Verkaufen ... aber mit Warten"
im Orginal:
"the big money is not in the buying and selling... but in the waiting."


Beispiel des Aktien-Anleihe-Prinzips anhand von "American Express"


Für rund 8,48 US-Dollar je Aktie konnte Warren Buffett Anteile an dem Zahlungsdienst American Express erwerben. Der Nachsteuergewinn lag damals bei 1,54 US-Dollar und versprach eine Gewinnrendite  von 18,2 %. Heute wirft American Express eine Nachsteuergewinnrendite von 59,3 % auf den Einstiegspreis ab, denn der Gewinn je Anteil lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 5,03 US-Dollar. Wahnsinn! Auch die Dividendenrendite auf den Einstiegskurs ist mit rund 14,7 % sehenswert.

Was sind die Voraussetzung für die richtige Anwendung des Aktien-Anleihe-Prinzips?


Man sollte probieren, ein Unternehmen richtig zu verstehen, die Geschäftsberichte lesen und die branchenüblichen Dynamiken erkennen, bis man ein Gefühl dafür entwickeln kann, wie das Unternehmen in einem Horizont von 10 bis 15 Jahren florieren wird.
Und wenn man ein Unternehmen aus den Perspektiven einschätzen kann, sollte man noch auf den richtigen Preis, also eine möglichst hohe Gewinnrendite, warten.
Man sollte beim Kaufen und Verkaufen Ruhe bewahren und keine unnötigen Trades durchführen. Auch ist es wichtig sich immer die Frage zu stellen: Was können Unternehmen und Management noch in Zukunft leisten? Wie wird das Unternehmen mit dauerhaften Wettbewerbsvorteil noch florieren?




Warum führt das Aktien-Anleihe-Prinzip zu außergewöhnlichen Renditen?

Aktien mit außergewöhnlichen Renditen nach Jahren

Durch dieses sehr langfristige Investieren profitiert man ganz stark von Aktienrückkäufen, Dividendensteigerungen und den Aufschub der Kapitalertragssteuer eines Investments (aufgeschobene Steuerpflicht).

Kauft das Unternehmen über einen langen Zeitraum seine eigenen Aktien zurück, bekommt man einen größeren Gewinnanteil bei gleichbleibenden Aktienbesitz. Das Unternehmen muss, um die Dividende gleich zu behalten, einen geringeren Betrag ausschütten. Der größere einbehaltene Gewinn wird im operativen Geschäft eingesetzt. Fängt dann das Unternehmen an, die Dividenden zu steigern, bekommt man noch zusätzlich Rendite für das eingesetzte Kapital.

Investment von Coca Cola und American Express

Quelle: Berkshire Hathaway (2017): Anual Report 2016, S. 19.

Hinsichtlich der Kursentwicklung konnte Warren Buffett bei Coca Cola Company einen Gewinn von 1176 %, also absolut 15,3 Mrd. US-Dollar  und bei Amercian Express einen Gewinn von 773 %, also absolut 9,94 Mrd. US-Dollar  bis zum Jahresende 2016 ansammeln.
Diese Gewinne werden natürlich auch noch von den steuerlichen Aufschub der Kapitalertragssteuer unterstützt, denn solange man die Position nicht verkauft, fallen auch keine Steuern an. Diese Ersparnis kann auch die Gewinne in gigantische Höhen führen, wie das Beispiel Warren Buffetts zeigt. Was gibt's schöneres als die Anhäufung eines der größten Privatvermögen und das Finanzamt bekommt erstmal keinen Cent. ;-)


Weitere Bewertungsansätze finden Sie auf der Seite Unternehmensbewertung.

Quellen:
Mary Buffett & David Clark (2015): So liest Warren Buffett Untrnehmenszahlen. S. 177-186.
https://www.bloomberg.com/quote/KO:US
http://www.berkshirehathaway.com/2016ar/2016ar.pdf
https://www.bloomberg.com/quote/AXP:US

Wie das BAföG zurückzahlen? Zinseszins + Cost Average Effekt helfen!

Wie ein Darlehen wie das BAföG zurückzahlen?


Wir durften schon feststellen, dass einige unserer Leser selbst noch studieren oder erst vor kurzem das Studium abgeschlossen haben, deshalb thematisieren wir mal die Rückzahlung eines Darlehens wie das BAföG.

Was ist das BAföG und wie hoch sind die Schulden maximal?


Die Studierenden an Universitäten und Hochschulen bekommen BAföG zur Hälfte als Zuschuss vom Staat für ihre Qualifikation und zur Hälfte als zinsfreies Darlehen. Also sitzen einige Absolventen nach dem Studium auf einem großen Berg von Schulden. Diese Schulden kommen in der Regel vom zinsfreien Darlehen des BAföGs. Die BAföG Rückzahlungsobergrenze liegt bei 10.000 €.

Wie kann man das 10.000 € Darlehen zurückzahlen?


Und hier kommt der Zinseszinseffekt ins Spiel. Das BAföG ist so organisiert, dass man die Gesamtsumme erst nach einem Zeitraum von 5 Jahren nach dem Ende der Förderungsdauer tilgen muss. Also muss man das Darlehen als Bachelor nach rund 8 Jahren und als Master nach rund 10 Jahren zurückzahlen. Die Tilgung erfolgt einmalig oder in vierteljährlichen Raten von 315 €, was einer monatlichen Rate von 105 € entspricht, über bis zu 20 Jahre. Über den Förderzeitraum von 8 bis 10 Jahren könnte man monatlich einen gewissen Betrag zurücklegen, was einige versuchen. Viele Studierende und Absolventen streben nach dem schnellen Abbau des Studienkredits, um Flexibilität zu gewinnen.





Jedoch was mit dem Geld machen bei den niedrigen Zinsen?


Mit einem monatlichen Sparplan kann das Geld sinnvoll investiert werden und die Rückzahlung des BAföG Darlehens erleichtern. Wir fragten uns, wieviel ein Student von den BAföG investieren müsste, um das BAföG am Ende der Zeit vollständig tilgen zu können - mit einer einmaligen Zahlung! Wenn wir den Zinseszinseffekt und die üblichen Kapitalmarktrenditen für uns nutzen, entsteht aus kleinen monatlichen Beträgen nach 10 Jahren eine große Summe.


Wieviel Geld sollte man monatlich zurücklegen, um das Darlehen zu zahlen? 
Sparschein für Bafög füllen


Stellen Sie sich folgenden Fall vor: Sie kaufen ein kostengünstiges DAX ETF (voll replizierend). Die langjährige Rendite vom DAX können Sie im Renditedreieck vom deutschen Aktieninstitut einsehen.
Der DAX konnte in den letzten 50 Jahren eine jährliche Rendite von 8,3 %  erzielen. Bei dieser Rendite muss man monatlich 54,27 € (vorschüssig)  über 10 Jahre zurücklegen, um ein Darlehen von 10.000 € zu tilgen.

Die 54,27 € entsprechen rund 7,38 % des monatlichen BAföG Höchstsatzes von 735 € und der eingezahlte Betrag liegt über 10 Jahre bei rund 6512€. Angenommen man hat etwas Glück beim Einstiegszeitsraum und man bekommt eine höhere Rendite von etwa 12 %, so müsste die monatliche Sparsumme nur 44,59 € betragen, was 6,06 % des Bafög Höchstsatzes entspräche, um das BAföG vollständig tilgen zu können.
Erfährt man leider nur eine geringere Rendite über die 10 Jahre von 6,4 % (US- Kapitalmarktrendite seit 1900) , muss die monatliche Einsparrendite bei 59,97 Euro liegen, um die 10.000 € am Ende der Periode zu erhalten. Dementsprechend kann auch ein voll replizierender Dow Jones ETF oder S&P 500 ETF attraktiv sein.

Wo liegt der Vorteil des monatlichen Sparens? Der Cost Average Effekt


Der Cost Average Effekt entsteht, wenn man  mit einem gleich bleibenden Betrag (beispielsweise 54,27 €) bei fallenden Kursen mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger Anteile erwerben kann. Bei einem langfristigen Sparplan auf ein kostengünstiges ETF oder einen guten
Fonds mit dem Value Investing-Ansatz ist der Durchschnittspreis günstiger als bei einem einzelnen Kauf. Denn, wie schon Peter Lynch meinte:
"Für jemanden, der regelmäßig investiert und einen langen Atem hat, ist es positiv, wenn die Kurse zeitweise sinken."

Quellen:
https://www.xn--bafg-7qa.de/de/darlehensrueckzahlung-383.php
https://www.xn--bafg-7qa.de/de/welche-bedarfssaetze-sieht-das-bafoeg-vor--375.php
https://www.dai.de/de/das-bieten-wir/studien-und-statistiken/renditedreieck.html


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Das Wunder von den Alb - Die Berthold Hermle AG

Der Umgang der Unternehmens Hermle AG mit der Branchenkrise

Logo Hermle
hermle.de

2008 gab es weltweite eine große Krise in der Maschinenbauindustrie. Aber wie geht ein Familienunternehmen mit so einer Situation um? 

Dieser Frage wollen wir am Beispiel des deutschen Familienunternehmens Hermle AG nachgehen. 

Während der Krise 


Seit Kriegsende gab es keinen größeren Umsatzeinbruch bei Hermle als im Jahr 2009. Die Umsätze brachen um 55% ein und die Aufträge gingen um 60% zurück. Doch Hermle entliß keine Mitarbeiter sondern stellte noch neue Lehrlinge ein. Wie ist das möglich? 
„Traditionell hohe Margen, extreme Flexibilität, kostengünstige Konzentration auf einen Produktionsstandort“ Maschinenbauanalyst Stefan Maichl LB Baden-Württenberg 
Seit Beginn der Krise führte Hermle immer mal nach Bedarf eine Kurzarbeitswoche ein. In dieser Woche hatten die Angestellten jedoch nicht frei, sondern besuchten Lehrgänge und Fortbildungen. Das Unternehmen wollte sich für die Zukunft gut aufstellen. Doch wie konnte sich Hermle bei diesen Einbußen solche Investitionen eigentlich leisten? 

Ein Schlüssel dazu ist die hohe Eigenkapitalquote von über 75 % und die Nettoliqudität. Zudem machte das Unternehmen auch während der Krisenzeit Gewinn. Somit konnten alle Investitionen aus dem Cash-Flow gestemmt werden.

Auch neue Maschinen wurden auf dem Markt gebracht, denn es gibt auch eine Zeit nach der Krise und Hermle Vorstand Dietmar Hermle versuchte damit seine Kunden zu binden.
„Hermle wird zwar Federn lassen müssen, aus der bevorstehenden Konsolidierung der Branche aber als Sieger hervorgehen.“ Stefan Maichl
Hermle ging verantwortungsvoll mit dem Geld um. Die Chefs besaßen keinen eigenen Fuhrpark, sondern fuhren mit ihren Privatautos. Bei Geschäftsreisen wurden günstige Flüge genommen und in billigen Hotels eingecheckt. Das Unternehmen sparte überall außer an den Mitarbeitern und Maschinen.


Nach der Krise


Die Hermle AG entwickelte sich deutlich besser als die Konkurrenten. Die Strategie während der Krise ging auf und Hermle kam stärker aus der Krise zurück. 

2015 erwirtschaftete Hermle einen Umsatz von ca. 360 Mio. € und beschäftigt ca. 1000 Mitarbeiter.

Quelle: 
http://www.wiwo.de/unternehmen/maschinenbau-mittelstaendler-hermle-das-wunder-von-der-alb-seite-3/5298550-3.html
https://www.hermle.de/de/investor_relations/zahlen_fakten/unternehmenskennzahlen
https://www.maschinewerkzeug.de/maschinen/uebersicht/artikel/interview-hermle-1131636.html

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Kostolany: Gold, Kunst und Möbel sind Spekulationsobjekte.

Warum sind Sachwerte (wie Gold usw. ) Spekulationsobjekte?


Laut dem Börsenaltmeister Kostolany:
"Sachwerte werfen keine Rendite ab. Deshalb eignen sie sich als Anlagewerte nicht, es sei denn, man befindet sich in einer Hyperinflation. Das Gleiche gilt auch für Anlagen in Rohstoffe. Selbst bei Aktien mit ihren insbesondere heute nur geringen Dividenden erzielt der Anleger bei der Wiederanlage der Erträge durch den Zinseszinseffekt automatisch einen Wertzuwachs. Für Anleihen gilt dies ohnehin. Während bei der Aktie die Aktiengesellschaft und bei der Anleihe der Emittent (Staat oder Unternehmen) mit dem Geld arbeiten, liegt es in Sachwerten brach. Deshalb kann man mit Sachwerten allenfalls spekulieren."

Goldbarren sind unproduktiv.
Kostolany(2015): Die Kunst, über Geld nachzudenken, S. 65.


Gerade bei Gold spekuliert man darauf, dass irgendwann mal jemand kommt, der mehr bezahlt für das Gold als man selbst gezahlt hat - eine klassische Definition von Spekulation. In der Zwischenzeit liegt es brach und erwirtschaftet keinen Cashflow und Gewinn, dementsprechend zahlt es auch keine Dividende. Gold kann auch nicht zur Aufbesserung des Gehalts oder der Rente dienen. Wir haben uns schon in zwei Artikeln der Problematik genähert:

Gold, Öl, Zins: Spekulation oder Investition?

Warren Buffett: macht ein Gold-Investment Sinn?

Lesenswert!


Wie kann man mit Sachwerten spekulieren?


"Man muss die große Aufwärtsbewegung erkennen, rechtzeitig einsteigen, davon profitieren und anschließend wieder aussteigen. Doch leider ist das fast unmöglich, Preisbewegungen so genau vorauszusagen. Das Hauptproblem ist das Timing. An der Börse kommt immer alles anderes und erst später so, wie man denkt", so der Altmeister Kostolany
Kostolany(2015): Die Kunst, über Geld nachzudenken, S. 65.


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Arnold AG - Ursprung von weltbekannten Kunstwerken

Arnold AG ein Allrounder in der Metallverarbeitung

Arnold ist Metallverarbeiter aus Leidenschaft. Im Unternehmen dreht sich alles um den Werkstoff Metall in allen möglichen Kombinationen. Ein genaues Kerngeschäft lässt sich dabei nicht abgrenzen. Arnold fertigt nicht nur für Maschinenbauer oder Unternehmen der Medizintechnik, sondern auch für Hotels, Künstler, Schiffsbauer oder Flughäfen. Gerade Einrichtungsgegenstände aus Metall sind ein Spezialgebiet von Arnold. In Flughäfen installiert das Unternehmen Werbeanzeigen und ganze Schaltersysteme. 
„Bei uns muss jeder wissen, wie Metall riecht“ Uwe Arnold
Ballon Flower Kunst
"ballon flower" jeffkoons.com

Bekannt wurde das Unternehmen durch die Fertigung von Kunstwerken international bekannter Künstler, wie Jeff Koons und Damien Hirst. Alles begann noch vor der Jahrtausendwende mit dem Auftrag von Jeff Koons die erste "Balloon Flower" zu fertigen. Das Kunstwerk wird teilweise über 10 Millionen US-Dollar gehandelt.


Bis heute hat Arnold mehr als 130 Skulpturen für Jeff Koons gefertigt.

„In jeder Schweißnaht, jedem präzise gebogenen Blech, jeder parametrischen Planung, in Gehäusen, in der Medizintechnik und in der Kunst steckt unser Anspruch, mit Metall Erlebnisse zu schaffen“ Uwe Arnold

Wie behauptet sich Arnold in der Industrie? 

Arnold AG Logo
jobportal-friedrichsdorf.de
Metallverarbeitung ist ein stark umkämpfter Markt mit vielen Konkurrenten. Arnold versucht im Alltagsgeschäft hauptsächlich durch die Fertigung von komplexen Teilen, gerne auch in kleiner Stückzahl zu glänzen. Hierzu bietet das Unternehmen in der Unternehmenszentrale in Friedrichsdorf bei Frankfurt Workshops für ihre Kunden. Ziel ist es die Kunden direkt vom Unternehmen und der Arbeit zu überzeugen. 

An großen internationalen Ausschreibungen nimmt Arnold jedoch nicht Teil, da meist nur Dokumente im Internet hochgeladen werden und die Expertise nicht persönlich vermittelt werden kann.

Im Geschäftsjahr 2016 erzielt die Arnold AG einen Umsatz von 45 Mio. € und beschäftigt 350 Mitarbeiter.

Quellen: 
https://www.arnold.de/de/ueber-uns#zahlen (Stand: 14.05)
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/mittelstaendler-arnold-ag-bei-uns-muss-jeder-wissen-wie-metall-riecht-14726754.html (Stand: 14.05)
http://www.jeffkoons.com/artwork/celebration/balloon-flower (Stand: 14.05)

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Munger: Ich lasse mir keine Prognosen erstellen!


Charlie Munger spricht sich deutlich gegen Prognosen aus! Warum?

Erst letztes Wochenende fand das Berkshire Hathaway Annual Meeting statt. Haben sich die Value Investoren Warren Buffett und Charlie Munger zu einer Gewinnschätzung hinreißen lassen? Nein, aber warum nicht?
"Ich lasse mir keine Prognosen erstellen, denn ich mag mich nicht so gerne auf meinen Schreibtisch übergeben"


Die Prognose von Gewinnen ist mit Vorsicht zu genießen, denn wir dürfen nicht vergessen, dass das Management sich gerne bei der Prognose auf adjustierte Gewinne (bereinigte Gewinne) konzentriert, welche das Management, wenn es im operativen Geschäft doch nicht so läuft, fast problemlos manipulieren kann.

Wie kann man adjustierte Gewinne und Gewinnmetriken manipulieren?


Prognosen sind wie WürfelnStellt man eine Gewinnprognose und es geschieht wie nicht ganz unwahrscheinlich bei den umfangreichen Facetten der heutigen Geschäftswelt etwas Unvorhersehbares, fühlen sich einige Manager genötigt, die Zahlen künstlich ihren Prognosen anzunähern. Dazu dienen zum Beispiel die Restrukturierungskosten. Es ist nicht unüblich das einige Unternehmen über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren Restrukturierungskosten in unterschiedlicher Höhe präsentieren. Doch sind Restrukturierungskosten nicht einmalige Kosten? Ja, Restrukturierungskosten fallen einmalig an, um das Unternehmen neu zu ordnen und für die Zukunft profitabler zu gestalten. In der Praxis wird der Posten ab und zu genutzt, um die Gewinne zu schönen und die operative Lage positiv darzustellen.


Gehen wir mal davon aus:  Sie sind ein CEO in der IT-Branche. In dieser Position sind Sie sich der Schnelllebigkeit der Technologien bewusst und sie sind dadurch gezwungen, ständig Konkurrenten mit neuen Technologien zu übernehmen, um ihre Marktposition beizubehalten und weiterhin ein attraktiver Ansprechpartner für Ihre Kunden zu bleiben. Würden Sie dann die Implementierungskosten der neuen Unternehmen als Restrukturierungskosten bezeichnen? Oder einfach als operative Kosten, um konkurrenzfähig zu bleiben? Ähnlich ist es bei sehr großen Unternehmen bei denen ständig kleinere Abteilungen verändert und restrukturiert werden, diese Kosten sind ebenso nicht bereinigungswürdig, da es zum Alltag eines großen Konzerns gehört.
Hier entsteht natürlich ein ordentlicher Spielraum zur Manipulation der Geschäftszahlen, auch mit dem Zweck, den Markt nicht zu enttäuschen und die Prognosen zu treffen. Dementsprechend sollte man auch die prognostizierten Kurs-Gewinn-Verhältnisse mit gesunden Menschenverstand checken oder noch besser meiden.

Jungheinrich ein "hanseatisch-schwäbisches" Familienunternehmen (2/2)

Entwicklung eines der größten Lagertechnikanbieter weltweit Teil 2

Börsengang von Jungheinrich


Die 90er Jahre beginnen für das Unternehmen mit Erreichung eines weiteren Meilensteins. Am 30.9.1990 wurde das Unternehmen in eine AG umgewandelt und ging an die Börse. Durch den Mauerfall entstand für Jungheinrich ein komplett neuer Markt in Ostdeutschland und Osteuropa. Es wurder Auslandsfilialen in Tschechien, Ungarn, Polen, Slowenien und Slovakei gegründet.

Durch die Übernahme der britischen Boss-Gruppe mit der deutschen Traditionsmarke Steinbock 1994 führt Jungheinrich seine Wachstumsstrategie weiter fort und gewinnt in Europa weiter an Einfluss. Es folgt die Gründung einer Auslandsfiliale in Portugal.
.
Im technischen Bereich entwickelte Jungheinrich 1995 den weltweit ersten Schubmaststapler mit zentralen Steuerungshebel. 1998 wurden die Bereiche Technik und Vertrieb getrennt, wodurch ein markenunabhängiger Produktionsverbund, also ein Plattformsystem für alle Marken des Konzerns, entstand.1999 feierte das Unternehmen den 100. Geburtstag des Firmengründers Dr. Friedrich Jungheinrich.

Globalisierung der Jungheinrich AG


Zu Beginn des neues Jahrtausends begann sich Jungheinrich sofort global aufzustellen. Im Jahr 2000 wurden Auslandsfilialen in der Türkei, Griechenland, USA und Singapur eröffnet. Der Konzern begibt sich bei seiner Vertriebsstrategie weg von mehreren Marken zu einer einheitlichen Marke "Jungheinrich" und vertreibt diese im Direktvertrieb. 

In den folgenden Jahren  werden weitere Auslandsfilialen in Brasilien, Russland, Lettland, Litauen, Finnland und China eröffnet. 2005 präsentiert Jungheinrich den ersten Gabelstapler mit drehbaren Führerhaus der Welt.

2006 wurde ein neues Werk in Qingpu, China gebaut. Das Portfolio des Unternehmens wurde 2010 um „Warehouse-Management-System" erweitert. Somit geht Jungheinrich einen weiteren Schritt in Richtung Automatisierung.
Jungheinrich, ein Familienunternehmen mit Wachstum
Quelle: jungheinrich.de

Mit dem 60. Firmenjubiläum 2013 wurden neue Werke in Degernpoint bei Moosburg und in Qingpu geöffnet. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt nun immer mehr auf kompletten Systemlösungen in der Logistik. Hierzu wurde ein Trainingszentrum zum Bedienen der Systeme mit einer jährlichen Teilnehmerkapazität von 5000 Personen eröffnet. Mit einem Joint Venture mit Chinas größten Staplerherstellern zur Vermietung der Maschinen gewinnt Jungheinrich weiter Einfluss im chinesischen Markt.

Jungheinrich ist mit Direktniederlassungen in 36 Ländern weltweit vertreten. Im Geschäftsjahr 2016 vermeldete das Unternehmen einen neuen Rekordumsatz von erstmals 3 Mrd. € und damit eine Steigerung um 14% zum Vorjahr. Das Nettoergebnis je Vorzugsaktie legt um 12% auf 1,52 € zu.  Erstmals beschäftigt der Konzern über 15.000 Mitarbeiter.
Hier bekommen Sie einen kleinen Eindruck über die Produkte des Familienunternehmens Jungheinrich:


Investmentpotenzial der Jungheinrich AG


Das Familienunternehmen ist momentan mit einen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 21 sehr hoch bewertet. Nach der Wachstumsformel von Benjamin Graham muss das Unternehmen bei so einer Bewertung jährlich um 6,5% wachsen. Im letzten Geschäftsjahr ist es Jungheinrich eindrucksvoll gelungen diese Marke mit 12% Gewinnwachstum je Aktie zu überschreiten. Wenn dieses Wachstums über einen Zeitraum von 7-10 Jahren gehalten werden kann, ist Jungheinrich ein gutes Investment. Entscheiden Sie selbst, ob das für dieses Unternehmen realistisch ist.

Lesen sie auch:

Jungheinrich ein "hanseatisch-schwäbisches" Familienunternehmen (1/2)

Quelle:
http://www.jungheinrich.de/wir-ueber-uns/unternehmensgeschichte/
http://www.jungheinrich.de/fileadmin/Redaktion/Investor_Relations/2017/Q1/PDF/Jungheinrich_GB16_AG-Abschluss.pdf
http://www.finanzen.net/aktien/Jungheinrich-Aktie
https://www.bloomberg.com/quote/JUN3:GR

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Warren Buffett und Charlie Munger live ab 16Uhr

Charlie Munger und Warren Buffett live!


Als gute Value Investoren bezeichnen sich einige, jedoch gibt es nur wenige, welche die Stile des Value Investings in dieser Form geprägt haben.
Warren Buffett und Charlie Munger bei Berkshire
Quelle: boerse.ard.de
Warren Buffett, ein Schützling von Benjamin Graham  und Charlie Munger, der Pionier des Investierens in Qualitätsunternehmen, schenkten uns Zitate wie:


Charlie Munger:

"Vom Erfolg wie vom Scheitern anderer zu lernen, ist die schnellste Methode um intelligenter und klüger zu werden, ohne dabei allzu viel selbst erleiden zu müssen."


Warren Buffett:

„Jobs nur anzunehmen, um einen guten Lebenslauf zu haben, ist, als würde man sich Sex für's Alter aufsparen.“

Charlie Munger:

"Sich dafür zu interessieren, ob jemand anderes schneller Geld verdient [als Sie selbst] ist eine der Todsünden. Neid ist eine wirklich dumme Sünde, denn sie ist die einzige, mit der man wahrscheinlich nie irgendwelchen Spaß haben wird. Er bringt viel Schmerz und kein Vergnügen. Warum sollte man dabei mitmachen wollen?"

Warren Buffett:


"Wenn wir wieder bei Zinssätzen ankommen, die normal sind, sehen diese Aktienpreise hoch aus. Wenn die Zinssätze auf diesem Niveau bleiben, sehen Aktien billig aus."

Charlie Munger:

“Ich habe dem nichts mehr hinzuzufügen.“


Und Sie sind heute wieder in der Annual Meeting Liveübertragung auf Yahoo zu sehen.
Der Link, Mitschnitte und Zusammenfassung zu der Berkshire Harthaway Hauptversammlung sind bei Yahoo verfügbar. Einfach den Links folgen.

Programm der Berkshire Harthaway Hauptversammlung / Annual Meeting 2017


Das Programm kann nach deutscher Zeit  so aussehen:

16:00 Uhr: Yahoo Finanzen Pre-Show
16:15 Uhr: Livestream der Morgensitzung sowie Fragen & Antworten mit Warren Buffett und Charlie Munger.
Die Vorstellung der Geschäftszahlen des ersten Quartals 2017 von Berkshire Hathaway in einer kurzen Version, anschließend Frage und Antwort-Sessions

19:00 Uhr: Yahoo Finanzen Halbzeitbericht
20:00 Uhr: Livestream der Nachmittagssitzung, zusätzliche Fragen- & Antworten-Runde und Business-Meeting
22:30 Uhr: Yahoo Finanzen Post-Show

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und ähnlich lehrreiche Weisheiten wie aufgeführt. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns eure Highlights mitteilt.

Vielen Dank im Voraus.

Quelle:
Yahoo.com
boerse.ard.de
https://m.pressebox.de/boxid/851087#

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Kostolany: Wer hat Geld?

Geld hat derjenige der keine Schulden hat.



Nach der Definition von Kostolany hängt der Begriffe Geld -Wer hat Geld?- nicht von der Höhe des Vermögens ab, sondern davon ob die Person Eigenkapital zur Verfügung hat und keine Schulden. In der Praxis hat derjenige Geld, welcher 10.000 € Vermögen hat, davon 5.000 € in Wertpapieren und keine Schulden.

Geld hat, der keine Schulden.





Umgekehrt: Eine Person, die 100.000 € in Aktien angelegt hat und davon nur 50.000 € Eigenkapital und den Rest, also 50.000€ Schulden, hat kein Geld. Denn diese Person schuldet der Bank 50.000 €.

Schulden sind an der Börse selten gut. Das sieht auch Value Investor Warren Buffett so:


"Geliehenes Geld hat keinen Platz im Investoren-Werkzeugkasten. An den Märkten kann jederzeit alles passieren."


An der Börse ist alles möglich, sogar das Gegenteil. Die Folgen von Schulden sind meist negativ!


Wieso sind die Folgen von Schulden meist negativ?


Ein Beispiel: Sie investieren in ihr Lieblingsunternehmen und sie sind vom Potenzial des Unternehmens absolut überzeugt. Diese Überzeugung veranlasst Sie dazu, Schulden aufzunehmen und die Position zu verdoppeln. Jetzt drehen die Zinsen rapide und der gegenwärtig vorliegende Bewertungsbonus schmilzt. Die Kurse rutschen aufgrund der Zinserhöhung ins Minus. Die Bank fragt bei Ihnen nach und möchte weitere Sicherheiten oder das Geld zurück. Was machen Sie? Mit Verlust verkaufen? Oder das Tal aussitzen? Sie bekommen weiteren Druck von der Bank und müssen mit Verlust verkaufen. Sie müssen - unüblich für einen Value Investor - im fallenden Markt verkaufen, in einem Moment, wo sie mit ihrer Überzeugung für das Unternehmen lieber nachkaufen sollten, denn der Markt spiegelt nicht annähernd den wahren Wert des Unternehmens wider. In so einer Situation zeigt sich wieder: Cash ist King, denn Cash schafft Überrenditen.


Darüber hinaus befähigt es Sie, gelassen die Entscheidungen zum langfristigen Investieren treffen zu können, antizyklisch zu investieren und verhilft zu einem ruhigen Schlaf.

Quelle:
Kostolany(2015): Die Kunst, über Geld nachzudenken, S. 121-122.

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